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Xavier Naidoo spricht in neuem Clip von geplanter Vernichtung Deutschlands

In einem neuen Interview bekennt sich Xavier Naidoo zu mehreren Verschwörungtheorien und erklärt, ganz Deutschland stünde unter Hypnose. 

Xavier Naidoo
Xavier Naidoo | Neues Interview aufgetaucht: „Die Deutschen sind hypnotisiert“ Foto: facebook.com/FreieMedien2.0

In den letzten Wochen ist es um Sänger und Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo ruhig geworden. Nun meldet sich der ehemalige DSDS-Juror zurück und macht vor nichts Halt. In einem neuen Interview mit dem selbsternannten Journalisten „Digitaler Chronist“ redet sich Naidoo mit seinen Verschwörungstheorien erneut um Kopf und Kragen. In dem Interviewer Thomas findet Naidoo jedoch keinen Kritiker, sondern einen scheinbar Gleichgesinnten, der in seiner Community bewusst auf gewisse Themen aufmerksam macht.

Achtung! Die nachfolgenden Aussagen von Xavier Naidoo wurden von ihm ohne wissenschaftliche Belege geäußert. ​

Aber nochmal auf Anfang: Soulsänger Xavier Naidoo polarisiert seit Wochen mit diversen Videos, deren Inhalte von vielen zum einen als fremdenfeindlich wahrgenommen werden, zum anderen diverse Verschwörungstheorien enthalten. Nach dem Rauswurf aus der DSDS-Jury, zog sich Xavier vorerst aus den „Mainstream-Medien“ zurück und machte sein eigenes Ding. Dabei publizierte er weitere Videos selbst. Damit jedoch nicht genug, denn der Ex-DSDS-Juror tauchte am vergangenen Sonntagabend erneut in einer Live-Übertragung von „Digitaler Chronist Alternative“ auf.

Hinter dem Pseudonym „Digitaler Chronist Alternative“ verbirgt sich Thomas, der nicht mehr als seinen Namen von sich preisgibt. Bekannt ist jedoch, dass dieser Anhänger der politischen Bewegung „Freiheit für Deutschland“ (kurz: FFD) ist und so auch im Netz auftritt. Auf der offiziellen Webseite der FFD heißt es: „Gegen Extremismus jeglicher Richtung. Für Souveränität und Demokratie“. Mit 56.000 Abonnenten weist der Pseudoredakteur also nicht gerade eine kleine Reichweite auf. Der Verein "FFD e.V." befindet sich nach eigenen Angaben derzeit in Auflösung und die Seite sei nur noch als "Comedy" online. Grund für die Auflösung ist, dass FFD als Tarnorganisation zur Verbreitung von neofaschistischer Propaganda gilt. Das Bundesland NRW hat deshalb ein Verbot des Vereins ausgesprochen. 

 

Xavier Naidoo: "PizzaGate ist mir seit Anfang an bewusst!"

Und obwohl wir eigentlich alle schon dachten, dass da nicht noch mehr Theorien von Xavier kommen könnten bzw, dass er sich nach dem Rassismuss-Skandal zumindest aus der Öffentlichkeit etwas zurückziehen würde, setzt er jetzt doch nochmal einen drauf. Im Live-Video vom Sonntagabend erzählt Xavier in einem netten Pläuschchen vor rund 14.000 Zuschauern, was ihn seit rund acht Jahren so beschäftigt.

Das zweistündige Gespräch, das vorerst recht harmlos mit Fragen über seine Karriere beginnt, entpuppt sich schnell als Polit- und Verschwörungsaustausch, als der Moderator dazu aufruft, nach circa einer Stunde das Interview von YouTube auf die Seite „DLive“ zu verschieben. „Also, seit dem Lockdown habe ich mich nochmal intensiver in die Recherche begeben. Was soll ich sagen, PizzaGate [ein Schlagwort, unter dem 2016 Fakenews im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampfes verbreitet wurden, denen zufolge Hilary Clinton in die Machenschaften eines Kinderpornoringes verwickelt sei, der in einer Pizzeria in Washington D.C. agiere] ist mir seit Anfang an bewusst, weil das in den WikiLeaks vorgekommen ist, die die ganzen Mails decodiert hat – diese Geheimsprache und die ganzen Begriffe – also da habe ich mich damals vor drei Jahren schon ziemlich reingekniet und viel in Erfahrung gebracht“, so Naidoo.

Weiter gibt er zu, dass er sich aktuell noch mehr damit beschäftigt. „Jetzt aber habe ich mich dahin nochmal hineinbegeben. Es sind nochmal sehr viele Details zutage getreten (…) Ich habe einfach eineinhalb Tage immer wieder bei meiner Frau heulend in den Armen gelegen – wir haben geweint wie Schlosshunde“, erinnert sich Naidoo an sein letztes Video, indem er einen Heulkrampf erlitt.

Weiter erklärt er, dass er in einer Audiodatei gehört habe, wie ein Kind von einem Mann in einer Dusche mit brühend heißem Wasser gefoltert werde. „Ich habe ja auch 2012 schon Songs rausgebracht, die das behandeln – was soll ich mehr machen. Es war mir immer klar, dass dieses Thema ein Langläufer in meinem Leben wird“, gesteht Naidoo.

 

Xavier Naidoo: Klare Meinung zu Flüchtlingen und Migranten

Als der „Digitale Chronist“ auf die aktuelle Coronakrise zu sprechen kommt und dabei die „Mainstreammedien und Regierungspropaganda“ kritisiert, fragt er Naidoo, wann die Deutschen endlich aufhören würden, sich „diese Scheiße reinzuziehen“. Der 48-jährige Sänger hat dazu eine klare Meinung und vertritt diese öffentlich: „Du darfst nicht vergessen, dass die Deutschen und das Land schon seit Jahren unter Massenhypnose stehen. Es ist schwer zu brechen, wer Bernays (Edward Barnays war der erste, der eine öffentliche Propaganda vermutete, Anmerkung der Redaktion) kennt, der weiß, wie alt diese Mechanismen sind, die da angewendet werden. Es wurde wie viele Jahrzehnte an unseren Hirnen geforscht. Die wissen auch alles über Google, was wir für Suchbegriffe eingeben – also die kennen uns besser als wir selbst.“

Und was hat es mit dem Fremdenhass-Video auf sich, in dem Naidoo Flüchtlinge als „Wölfe“ betitelte? Dazu äußert er sich wie folgt: „Ich bin nicht gegen Flüchtlinge, ich bin nicht gegen Migranten – wie denn auch – aber ich bin FÜR die Deutschen. Ich mag keine Ungerechtigkeit. Ich bitte jeden Migranten, jeden Flüchtling, sich den Hooton-Plan, den Morgenthauplan, den Hoffmannplan – sich diese ganzen Pläne zur Vernichtung der Deutschen anzusehen."

Hinweis der Redaktion:

Die Äußerungen von Naidoo, sowohl die komplette Berichterstattung und Theorien, die im Netz behandelt werden, sind mit hoher Vorsicht zu genießen. Durch die extrem hohe Reichweite von Xavier können Menschen falsche Informationen für qualitativ hochwertige Berichterstattung halten. Die vorherigen Aussagen von Naidoo sind außerdem aus seiner Recherche entstanden und wurden nicht wissenschaftlich belegt. Personen, die mit solchen Theorien und Themen an die Öffentlichkeit gehen und ihre Meinungen weiterverbreiten, stehen in der Kritik, da sie für die Allgemeinheit gefährlich werden können. Daher ist es wichtig, sich an empirische und offizielle Quellen zu orientieren und nicht an Mund-zu-Mund-Propaganda.

* Erstveröffentlichung des Artikels: 20.04.2020 - 15:27

 
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