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"The Witcher" auf Netflix: Wie Twitter Geralt verändern könnte!

Nach einer Staffel bleibt für die Netflix-Serie „The Witcher“ noch viel Material aus der Buchvorlage, die umgesetzt werden kann. Ein Teil wurde bisher in den Spielen und der Serie außer Acht gelassen: Geralts Behinderung. Ausgerechnet durch einen Twitter-Thread könnte sich das nun ändern.

The Witcher
Auf Netflix wirkte Geralt wie eine unbeirrte Kampfmaschine. Das entspricht aber nicht dem Geralt in den "The Witcher"-Büchern. Foto: Netflix

„The Witcher“ ist als Videospielreihe und als Netflix-Serie schon deutlich beliebter als die Buchreihe, auf der diese eigentlich basieren. Trotzdem bedienen sich beide immer noch an Storylines der Romane, wobei ein Detail bisher ausgelassen wurde. In der Vorlage hat Geralt nämlich mit einer Behinderung zu kämpfen.

Und die hat er schon seit dem zweiten Buch, „Zeit der Verachtung“, wie eine Beraterin für Darstellung von Behinderungen in Medien detailliert auf Twitter beschrieb. Denn in diesem zog sich Geralt schwere Verletzungen zu, bei denen sein Ellenbogen und seine Hüfte zerschmettert wurden. Zwar wurde er geheilt, aber trug dauerhafte Folgen davon.

 

Was bei "The Witcher" bisher ignoriert wurde

Seitdem leidet Geralt unter chronischen Schmerzen, er humpelt, sein Knie wird öfter steif (auch wegen des Wetters) und sein Schwertarm gibt manchmal nach, was ihn besonders bei seinen Kämpfen beeinträchtigt. Völlig anders also als die unbeirrte Kampfmaschine, wie die er in den „The Witcher“-Spielen und der Serie wirkt. Zumindest in der Serie könnte sich das aber ändern, denn der Thread erregte auch die Aufmerksamkeit von Showrunnerin Lauren S. Hissrich.

 „Ich habe diese Bücher ein dutzend Mal gelesen, genau diese Stellen, und mir dabei nicht mehr gedacht als ‚Geralt hat ein paar Schmerzen, weiter im Text.‘ Da lag ich falsch. Ich freue mich darauf, mich mehr damit zu beschäftigen. Unserem Helden diese Tiefe zu verpassen.“

Einerseits würde es „The Witcher“ etwas mehr Konflikt verpassen, wenn Henry Caville als Geralt sich nicht mehr hundertprozentig auf seinen Körper verlassen kann. Außerdem wäre er damit wohl auch eine gute Identifikationsfigur für Leute in ähnlichen Verfassungen, und könnte zeigen, wie sich so etwas überwinden ließe. Und es würde Geralt dazu veranlassen, deutlich häufiger sein „Hmm“ und „Fuck“ zu grunzen – einer der charmantesten Teile von Cavilles Performance.

 

Passt das schon in die 2. Staffel "The Witcher"?

Geralts Behinderung schon in der 2. Staffel „The Witcher“ einzubauen, wäre sicher zu kurzfristig. Schließlich haben schon die Dreharbeiten begonnen und die neue Staffel soll schon 2021 auf Netflix erscheinen. Aber „The Witcher“ war schon ein großer Erfolg, eine 3. Staffel wirkt damit sehr wahrscheinlich. Da ließe sich das bisher eher übersehene Bücher-Detail vielleicht schon gut einbauen.

 


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