Nun folgt die Rückzahlung

„The Taste“-Star erntet Mega-Shitstorm wegen Spendenaktion

Innerhalb eines Tages kamen 200.000 Euro zusammen – nun muss Verena Leister das Geld wieder zurückzahlen.

Verena Leister auf einem The Voice-Promobild.
Die Wiedereröffnungspläne von Verena Leister wurden jetzt über den Haufen geworfen. Foto: IMAGO / Sven Ellger

Nach einem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz hatte Verena Leister, bekannt aus der Kochshow „The Taste“, einen Spendenaufruf für ihren zerstörten Imbiss „Wanderrast am Amselsee“ gestartet. Das Ergebnis war überwältigend: Das Spendenziel von 200.000 Euro wurde innerhalb eines einzigen Tages erreicht. Mit dem Geld wollte Leister den Imbiss sowie den dazugehörigen Bootsverleih mit knapp 30 Ruderbooten wieder aufbauen.

Doch nun folgt die überraschende Kehrtwende: Leister hat die Spendenplattform angewiesen, sämtliche Beträge an die Spender zurückzuüberweisen.

Shitstorm als Auslöser

Den Grund für die Rückzahlung nennt Leister auf Instagram offen: eine „extreme Welle von Shitstorm“. Was sie und ihr Team an Nachrichten, Anrufen und in Chatgruppen erreicht habe, sei „eine Nummer zu viel“ gewesen. Besonders enttäuschend sei gewesen, dass sie sich in einer Zeit, in der eigentlich alle Energie in den Wiederaufbau fließen müsse, immer häufiger habe rechtfertigen müssen.

Neben viel Zuspruch habe es auch Unterstellungen, Spekulationen und Gerüchte gegeben. Hintergrund der Kritik: Der Imbiss gehört nicht Leister selbst, sondern der Gemeinde Rathen – sie ist lediglich Pächterin. Damit tragen die Gemeinde und der Freistaat Sachsen eine Mitverantwortung für den Wiederaufbau. Kritiker warfen Leister vor, dass die Kosten ohnehin aus öffentlicher Hand beglichen würden und die Spenden daher nicht notwendig seien.

Wiederaufbau verzögert sich erheblich

Die Entscheidung hat praktische Konsequenzen: Leister will nun zunächst abwarten, welche Unterstützung von öffentlicher Seite oder aus anderen Quellen kommt, und den Rest Schritt für Schritt selbst finanzieren. Eine Wiedereröffnung zu Ostern 2027 – also zu Beginn der nächsten Tourismussaison in der Sächsischen Schweiz – werde es „realistisch betrachtet“ nicht geben.

Das Unwetter vom vergangenen Freitagabend hatte in Rathen schwere Schäden angerichtet. Umstürzende Bäume beschädigten sowohl die „Wanderrast am Amselsee“ als auch den Bootsverleih. Beim selben Unwetter kam zudem ein 28-Jähriger ums Leben, der von einem umstürzenden Baum erschlagen wurde. Drei weitere Menschen wurden verletzt.

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