Talkshow „Caren Miosga“: Redaktion dementiert Vorwürfe von Ulmen-Anwalt Schertz deutlich
In Caren Miosgas gleichnamiger Talkshow wurde Collien Fernandes eingeladen, um über digitale Gewalt bei Frauen zu sprechen. Was Christian Ulmens Anwalt dazu zu sagen hatte!

„Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?“ war die Fragestellung in der neuesten Ausgabe von „Caren Miosga“. Dafür wurde Collien Fernandes als Gastrednerin eingeladen. Fernandes, die vor knapp zwei Wochen schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hatte, nutzte diesen Raum, um sich und allen anderen Opfern eine Stimme zu geben. Doch die Art und Weise der Umsetzung gefiel einer Person nicht – Christian Ulmens Anwalt.
„Eklatant rechtstaatswidriges“ Vorgehen: So steht Ulmens Anwalt zu „Caren Miosga“
Kurz nachdem der Spiegel über Collien Fernandes’ Vorwürfe berichtet hatte, wurde öffentlich bekannt, dass Christian Ulmen sich in diesem Fall von dem bekannten Anwalt Dr. Christian Schertz vertreten lässt. Und dieser sieht in der neuesten Ausgabe von „Caren Miosga“ mehrere Probleme.
So wirft der 60-Jährige der Redaktion vor allem Einseitigkeit vor. Konkreter spricht er von einem „eklatant rechtstaatswidrigen“ Vorgehen. Das macht er vor allem daran fest, dass die Präsenz von Collien Fernandes und der Bundesjustizministerin Stefanie Hubig dafür sorgen würde, dass nur eine einseitige Perspektive dargestellt werde. Schertz hatte der Redaktion angeboten, ebenfalls in die Sendung zu kommen.
„Fernsehgericht“: Können Anwalt und Opfer aufeinandertreffen?
Es gibt aber eine weitere Sache, die Schertz anprangert: „Das Fernsehgericht tagt mit der höchsten Vertreterin der Justiz in Deutschland und der Anzeigenerstatterin.“ Vor allem aber, dass Fernandes über Deepfake-Pornografie im Fall Ulmen spricht, ist für den Anwalt ein großes Problem, denn dieser weist die Vorwürfe klar zurück.
Wie man nun weiß, war Schertz nicht zu Gast bei der Talkshow, und ein Zusammentreffen zwischen dem Anwalt des mutmaßlichen Täters und Fernandes war auch niemals geplant. Dennoch dementiert die Redaktion die Vorwürfe, dass man nicht geplant hätte, Ulmens Position einzubinden.
Möglichkeit der Stellungnahme: Man weist die Vorwürfe zurück
Gegenüber Bild stellten die Verantwortlichen rund um Caren Miosga klar: „Tatsächlich hat es ein Telefonat zwischen Herrn Rechtsanwalt Schertz und dem Redaktionsleiter von „Caren Miosga“, Stephan Kittelmann, gegeben.“ Mithilfe eines schriftlichen Konfrontationsschreibens wollte man der Partei die Möglichkeit geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.
Die Reaktion auf diese Möglichkeit sah laut Informationen der Bild wie folgt aus: „Die Frist für eine Antwort lief bis Freitag, 27. März 2026, 12 Uhr. Eine inhaltliche Stellungnahme zu den gestellten Fragen ist bis heute nicht eingegangen. Den Vorwurf der Einseitigkeit weisen wir entschieden zurück.“ Zudem betont die Miosga-Seite: „Allen Grundsätzen ordnungsgemäßer Verdachtsberichterstattung wurde von der Redaktion vollumfänglich Rechnung getragen.“
Collien Fernandes: Ulmen ist nur der Aufhänger
Am Ende des Tages sollte es in der Sendung auch nicht darum gehen, den Fall Ulmen zu verhandeln, sondern dem Überthema der digitalen Gewalt Raum zu geben. Fernandes nutzte die Plattform vor allem, um unter anderem die rechtlichen Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien in Bezug auf diese Sachlage anzusprechen.
Ulmens Namen nannte Fernandes nicht, und die Redaktion merkte in der Sendung Folgendes an: „Die Sendung wird die Unschuldsvermutung für Herrn Ulmen selbstverständlich ausdrücklich wahren.“






