Tipp des Tages?

Spaltender „Tatort“: „Auskreuzung“ aus Köln mit Ballauf und Schenk

Auch der „Tatort“ kann sich so mancher Kritik nicht entziehen. So zum Beispiel „Auskreuzung“ aus Köln …

Dietmar Bär sitzt an einem Tisch und zeigt mit einem Stift auf die Kamera.
Knifflig: Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär, Bild) legen sich mit Gengegnern und zwielichtigen Wissenchaftlern an. Foto: WDR/Willi Weber

Ballauf und Schenk gehören so zusammen wie der „Tatort“ und der Sonntagabend. Doch scheinbar scheinen die beiden Kommissare nun den Dienstagabend annektieren zu wollen, denn das Duo meldet sich mit einer Wiederholung zurück – einer Wiederholung, die im Erscheinungsjahr das Publikum spaltete.

„Auskreuzung“: Davon handelt der Kölner „Tatort“

Das Kölner Kehrmann-Bredel-Institut für Pflanzenforschung ist eigentlich für seinen renommierten Ruf bekannt, doch der Tod einer jungen Labortechnikerin wirft ein anderes Licht auf das Institut. Die Frau ist an Kohlendioxid-Dämpfen erstickt, und nun gilt es für Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) herauszufinden, was genau vorgefallen ist. Von einem Moment auf den anderen dreht sich der Kosmos der Kommissare rund um Gentechnikgegner und moralisch fragwürdige Wissenschaftler …

Langweilig? Das Publikum hatte eine klare Meinung zu „Auskreuzung“

Augenscheinlich hat man es damals mit der Recherche etwas zu ernst genommen, denn „Auskreuzung“ wurde 2011 vor allem vorgeworfen, zu wissenschaftlich zu sein. Von vielen Seiten wurde kritisiert, dass die Ausführung und Exposition rund um Gentechnik zu komplex sei. Doch die allgemeine Kritik ließ sich vor allem in einem Wort zusammenfassen: Langeweile.

Die einzige Person, die mehrfach gelobt wurde, war die Schauspielerin Luise Berndt, die in der Rolle der Lara Bahls eine emotional unterkühlte Femme fatale spielte.

„Tatort“: Wo kann man den Krimi sehen?

Wer trotz all der Kritik dem Fall „Auskreuzung“ eine Chance geben möchte, kann dies heute Abend tun. Denn der WDR strahlt diese Wiederholung aus dem Jahr 2011 ab 20:15 Uhr aus. Wer zwar Lust auf Ballauf und Schenk hat, aber lieber einen Fall sehen will, der etwas besser aufgenommen wurde, hat die Chance, den neuesten Fall „Die Schöpfung“ in der ARD-Mediathek zu sichten.