Fernsehen

„Richterin Barbara Salesch“: Keine neuen Folgen, dafür ein Film? Das sagt RTL

Die Kameras sind aus, hinter den Kulissen wurde schon gefeiert: Ist das Ende von „Richterin Barbara Salesch“ wirklich gekommen?

Barbara Salesch im Jahr 2025, sie lächelt in die Kamera.
Barbara Salesch glaubt an mehr „Barbara Salesch“. Foto: IMAGO / epd

Rund um die Zukunft von „Barbara Salesch – Das Strafgericht“ herrscht derzeit Verwirrung. Berichte über ein mögliches Aus der beliebten Gerichtsshow machen die Runde, doch RTL stellt klar: Ein endgültiges Ende ist nicht beschlossen. Stattdessen steht zunächst eine Produktionspause an – und ein neues Projekt zur Primetime.

Drehschluss nach 650 Folgen – aber kein Abschied

Nach vier Jahren und rund 650 produzierten Episoden wurde in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf zuletzt der vorerst letzte Drehtag abgeschlossen. Das sorgte für Spekulationen, ob die Show eingestellt wird. Tatsächlich aber bedeutet das Produktionsende keinen endgültigen Abschied von der TV-Richterin.

Ein RTL-Sprecher betont: „Die aktuelle Staffel ist abgedreht, und wir freuen uns auf den Einsatz der Folgen, die derzeit am Nachmittag auf große Zuschauerliebe stoßen, ebenso wie auf den neuen Salesch-Film als Special in der Primetime.“

Neue tägliche Folgen entstehen also vorerst nicht, doch das vorhandene Material reicht aus, um das Programm noch lange zu füllen.

Primetime statt Alltag: RTL plant neuen Salesch-Film

Während die reguläre Produktion pausiert, richtet sich der Blick auf ein anderes Format: ein neues Special zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr. Bereits im vergangenen Jahr konnte ein solcher Film mit über zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern überzeugen, an diesen Erfolg will RTL nun anknüpfen.

Auch andere Gerichtsshows sollen diesen Weg gehen. So bekommt etwa „Ulrich Wetzel – Sein härtester Fall“ ebenfalls einen Einsatz in der Primetime.

Quoten stimmen – doch der Druck wächst

Eigentlich sprechen die Zahlen weiterhin für die Sendung. Die täglichen Ausgaben erreichen regelmäßig ein großes Publikum, teils sogar über eine Million Zuschauer. Auch Wiederholungen – etwa am Vormittag oder bei RTL Up – funktionieren stabil.

Trotzdem steht die Daytime-Produktion unter Druck. Steigende Kosten und veränderte Prioritäten führen dazu, dass aufwendige tägliche Formate seltener werden. Gerichtsshows wie die von Barbara Salesch bleiben zwar wichtige Programmsäulen, müssen sich aber neuen Bedingungen anpassen.

Schon vor einiger Zeit hatte Salesch selbst auf diese Entwicklung hingewiesen: „Früher haben wir 200 neue Folgen pro Jahr produziert und mindestens 180 davon wurden gesendet. Inzwischen werden immer mehr Wiederholungen zwischen die Erstausstrahlungen gemischt.“

Fortsetzung bleibt möglich

Ob und wann neue Folgen produziert werden, ist derzeit offen. RTL hält sich bewusst alle Optionen offen und will die Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt treffen.

„Wann wir in die nächste Staffelproduktion starten, klären wir zu gegebener Zeit in enger Abstimmung mit dem Produzenten und Frau Salesch.“

Auch die Hauptdarstellerin selbst sieht die Pause gelassen – und plant bereits die Zeit abseits des Studios: „Ich brauche eine Auszeit von sechs Monaten.“ Ein Rückzug ist für sie jedoch keine Option: „Dann geht's weiter mit der Gerichtsshow.“

Der vorerst letzte Drehtag soll laut Berichten besonders emotional verlaufen sein. Teammitglieder überraschten die Richterin mit kleinen Auftritten vor der Kamera und nach Drehschluss wurde gemeinsam gefeiert. Dekoration, Plakate und ein Grillfest sorgten für einen würdigen Abschluss eines langen Produktionsabschnitts.

Quellen

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