Überraschender Plattformwechsel

Netflix-Kultshow in Zukunft nur noch bei YouTube zu sehen

Eine beliebte Netflix-Serie steht vor einem überraschenden Plattformwechsel. Künftig sollen neue Folgen nicht mehr ausschließlich beim Streamingdienst erscheinen.

Netflix Logo (Name), rote Schrift auf schwarzem Hintergrund
Eine beliebte Netflix-Sendung zieht um. Foto: Netflix

Große Veränderung für Fans einer beliebten Netflix-Reihe: Die Emmy-nominierte Food- und Reiseshow „Somebody Feed Phil“ schlägt ein neues Kapitel auf. Ab 2027 sollen neue Folgen nicht mehr exklusiv bei Netflix erscheinen, sondern auf YouTube veröffentlicht werden. Hinter dem überraschenden Strategiewechsel steckt ein neuer globaler Deal von Moderator und Produzent Phil Rosenthal mit dem Medienunternehmen Banijay.

Die Entscheidung markiert einen ungewöhnlichen Schritt in der Streaming-Branche. Während Plattformen wie Netflix häufig erfolgreiche Formate, die ursprünglich für öffentliche Plattformen produziert wurden, aufgreift, geht „Somebody Feed Phil“ nun den umgekehrten Weg – von einem großen Streamingdienst hin zu einer offenen Plattform mit weltweiter Reichweite.

„Somebody Feed Phil“: Neue Folgen künftig auf YouTube

Phil Rosenthal hat eine strategische Partnerschaft mit Banijay Americas und Banijay Rights geschlossen. Gemeinsam mit seiner Produktionsfirma Lucky Bastards wollen sie die Marke rund um „Somebody Feed Phil“ stärker im digitalen Raum ausbauen. Im Zuge dieser Kooperation sollen neue Episoden der Serie ab 2027 auf einem neuen YouTube-Kanal namens „Phil Rosenthal World“ erscheinen. Zusätzlich sind dort weitere Inhalte geplant, darunter Kurzvideos, Behind-the-Scenes-Clips und zusätzliche Food- und Reiseformate, die das Universum der Serie erweitern.

Phil Rosenthal steht in „Somebody Feed Phil“ vor einem Café.
Phil Rosenthal in „Somebody Feed Phil“. Foto: Netflix

Rosenthal selbst erklärte gegenüber „Deadline“, warum dieser Schritt für ihn logisch erscheint: „Eines der Dinge, die ich an ‚Everybody Loves Raymond‘ immer geliebt habe, war, dass es überall kostenlos zu sehen war.“ Weiter sagte er: „Wir freuen uns sehr, ankündigen zu können, dass ‚Somebody Feed Phil‘ zu YouTube wechseln wird, wo unsere Botschaft von Familie, Freundschaft, Essen, Reisen und Humor möglichst viele Menschen erreichen kann.“

Netflix bleibt Teil der Erfolgsgeschichte

Trotz des Wechsels müssen Fans die bisherigen Folgen nicht missen. Die letzten acht Staffeln von „Somebody Feed Phil“ bleiben weiterhin bei Netflix verfügbar. Damit bleibt der Streamingdienst auch künftig eine zentrale Plattform für die Serie. Gleichzeitig soll YouTube künftig zum digitalen Haupt-Ort für Rosenthals Inhalte werden. Dort kann der Moderator seine Community direkter ansprechen und neue Formate schneller veröffentlichen. Die Verantwortlichen sehen darin auch eine strategische Chance für die Zukunft der Marke. Banijay-Americas-CEO Ben Samek bezeichnet Rosenthal als einen der wenigen Kreativen, die Trends der Branche früh erkennen. „YouTube ist eine natürliche Weiterentwicklung und ein Ort, an dem das Publikum direkt mit seiner Stimme und seinem Humor interagieren kann“, erklärte Samek.

Phil Rosenthal isst in „Somebody Feed Phil“.
Phil Rosenthal in „Somebody Feed Phil“. Foto: Netflix

Darum ist „Somebody Feed Phil“ weltweit so erfolgreich

Die Serie gehört seit Jahren zu den beliebtesten Food-Travel-Formaten im Streaming. In jeder Episode reist Phil Rosenthal in eine andere Stadt und entdeckt dort lokale Küche, kulturelle Besonderheiten und Menschen hinter den Gerichten. Die Wurzeln der Show reichen sogar noch weiter zurück: Ursprünglich entstand das Konzept als PBS-Serie mit dem Titel „I'll Have What Phil's Having“, bevor Netflix das Format übernahm und unter dem heutigen Namen neu startete. Seit dem Start 2018 hat sich „Somebody Feed Phil“ eine treue internationale Fangemeinde aufgebaut. Fans schätzen vor allem die Mischung aus Humor, persönlicher Neugier und der positiven Botschaft der Sendung. Rosenthal zeigt nicht nur spektakuläre Gerichte, sondern erzählt auch Geschichten über Freundschaft, Gastfreundschaft und kulturelle Verbindung durch Essen.

Neue Ära für Phil Rosenthals Food-Reisen

Für Phil Rosenthal selbst bedeutet der Wechsel vor allem eines: mehr kreative Freiheit und eine größere Reichweite. Statt an einen einzigen Streamingdienst gebunden zu sein, kann er seine Inhalte künftig direkter und flexibler mit seinem Publikum teilen. Fans dürfen sich also weiterhin auf neue kulinarische Reisen freuen – nur eben ab 2027 verstärkt auf YouTube statt ausschließlich bei Netflix.

Quellen