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Haftbefehl

Nach „Babo“ kam der Absturz: Was nach der Netflix-Doku wirklich folgte

Die Netflix-Doku über Haftbefehl bewegte Millionen – doch kurz nach den Dreharbeiten kam der Absturz. In seinem Podcast spricht der Rapper jetzt offen über Rückfälle und sein Comeback 2026.

Aykut Anhan alias Haftbefehl
Aykut Anhan alias Haftbefehl auf dem roten Teppich. Foto: IMAGO / Photopress Müller

Als im Oktober 2025 die Netflix-Dokumentation „Babo: Die Haftbefehl-Story“ erschien, feierten Fans die schonungslose Ehrlichkeit. Der Film zeigte Aykut Anhan alias Haftbefehl zwischen Ruhm, Exzess und dem Versuch, endlich clean zu werden. Am Ende sah man ihn nach Klinikaufenthalt mit seiner Familie – als Zeichen eines Neuanfangs.

Doch hinter den Kulissen sah die Realität anders aus.

Rückfall direkt nach der Netflix-Doku

In der fünften Folge seines RTL+-Podcasts „Nina & Aykut“, den er gemeinsam mit Ehefrau Nina spricht, legt der 40-Jährige ein überraschend offenes Geständnis ab. Kaum waren die Dreharbeiten beendet, griff er wieder zu Drogen.

Sein bitteres Fazit: „Ich habe einen F*ck gegeben.“ An anderer Stelle sagt er noch deutlicher: „Ich hab einen Ultra-Fick gegeben und habe wieder angefangen zu konsumieren.“

Statt abstinent zu bleiben, konsumierte Haftbefehl erneut Kokain – dazu Cannabis und Alkohol. Besonders schmerzhaft: Seine bereits angeschlagene Nase wurde erneut schwer geschädigt.

„Meine Nase ist direkt wieder eingekracht“

Schon in der Doku war seine verformte, eingefallene Nase Thema. Im Podcast bestätigt er nun, dass jahrelanger Kokainkonsum den Knorpel massiv zerstört habe. „Dann habe ich wieder angefangen, Drogen zu nehmen, und meine Nase ist direkt wieder eingekracht“, so der Rapper.

Im Januar 2026 unterzog er sich einer aufwendigen Rekonstruktions-Operation. Zuletzt zeigte er sich bei Auftritten häufig mit Maske oder hochgezogenem Kragen – Spekulationen über seinen Gesundheitszustand machten die Runde.

Auch körperlich hinterließ die Sucht Spuren. „Ich hatte extrem zugenommen, wie man auch in der Doku sehen kann“, sagt Haftbefehl rückblickend.

Koma nach dem Tod von Xatar

Der dramatische Tiefpunkt folgte im Juli 2025. Haftbefehl bestätigt erstmals öffentlich, dass er infolge seines Drogenkonsums ins Koma fiel. „Ich lag acht Wochen im Koma, dann war ich sechs Wochen im Krankenhaus und bin daraufhin noch einmal sechs Wochen in Therapie gegangen. Da hat es bei mir Klick gemacht.“

Auslöser für den erneuten Absturz war auch der Tod seines engen Freundes und Mentors Xatar (1981–2025). Der „Alles oder Nix“-Gründer wurde im Mai 2025 tot in seiner Kölner Wohnung gefunden. Ein Fremdverschulden wurde ausgeschlossen, die genaue Todesursache nicht öffentlich gemacht.

Haftbefehl sagt über ihn: „Er war im Musikgeschäft eigentlich mein bester Freund. Das macht sehr vieles kaputt.“ Und weiter: „Als ich ihn verloren habe, bin ich ins Koma gefallen.“

Gleichzeitig stellt er klar, dass Xatar selbst nicht an Drogen gestorben sei.

Haftbefehl kämpft mit Depressionen und bipolarer Störung

Im Podcast spricht Haftbefehl offen über seine psychische Gesundheit. Er leide unter schweren Depressionen und an einer bipolaren Störung – einer Erkrankung, die von extremen Stimmungsschwankungen zwischen depressiven Phasen und manischen Hochs geprägt ist.

Sein Rat an Betroffene: professionelle Hilfe suchen.

Jetzt konsumiert er Marihuana

Ganz abstinent lebt Haftbefehl nach eigener Aussage nicht. Er spricht von einer „Suchtverlagerung“ und konsumiert aktuell nur noch Marihuana. „Das Kiffen nimmt einem die Lust, Kokain zu nehmen. Marihuana ist mittlerweile legal und ab und zu mal eine Tüte rauchen, ist nicht schlimm.“

Über Kokain sagt er deutlich: „Der letzte Dreck.“ Es habe seine Nase, seine Schleimhäute und seine Stimmbänder zerstört.

Comeback 2026: Große Bühnen geplant

Trotz allem plant der Rapper sein Comeback. Für 2026 ist Haftbefehl als Top-Act beim World Club Dome in Frankfurt bestätigt. Außerdem stehen Arena-Konzerte in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin im September und Oktober an.

Am 7. Mai 2026 wird er zudem beim Xatar-Gedenkkonzert in der Kölner Lanxess-Arena erwartet – ein emotionaler Termin für den Musiker.

Quellen
  • Bild

  • RTL+-Podcasts „Nina & Aykut“

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