„Monster Hunter Stories 3“ im Test: Was kann das neue RPG von Capcom?
Mit „Monster Hunter Stories 3“ kommt bereits in wenigen Wochen ein neuer Ableger der beliebten RPG-Reihe. Doch lohnt sich der Kauf?
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Nach dem Release von „Resident Evil: Requiem“ wartet Capcom nun direkt mit dem nächsten Knaller auf: „Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection“! Der dritte Ableger der beliebten „Monster Hunter“-Spin-off-Reihe erscheint am 26. März und wirbt mit einer weitläufigen, offenen Welt, einer spannenden Story und natürlich auch wieder einem rundenbasierten Kampfsystem.
Wir haben das RPG für euch angespielt – und verraten im folgenden Artikel, warum sich der Ausflug in die Welt der Monsterjäger diesmal besonders lohnt!
„Monster Hunter Stories 3“ begeistert mit neuen Möglichkeiten
Während „Monster Hunter Stories 3“ auf dem Papier eine Geschichte über verfeindete mittelalterliche Königreiche, familiäre Verrätereien und politische Intrigen erzählt, liegt seine wahre Stärke weniger im „Stories“-Teil als vielmehr im „Monster“.
So ist der Protagonist beziehungsweise die Protagonistin – ein Prinz oder eine Prinzessin, den:die ihr selbst editieren könnt – zugleich der Captain der sogenannten Rangers. Diese fungieren als Hüter der Natur und beschützen bedrohte Monsterarten vor invasiven Spezies –und damit zeitgleich vor dem Aussterben.
Wie in den Hauptspielen der Reihe jagt und erlegt ihr Monster und nutzt ihre Materialien, um immer stärkere Ausrüstung herzustellen. „Stories 3“ erweitert dieses Grundprinzip jedoch um erstaunlich tiefgehende Systeme rund ums Monster-Sammeln, Wiederherstellen von Ökosystemen und sogar eine Art Zuchtmechanik. Immer wieder werdet ihr dazu ermutigt, in verschiedenen Nestern nach Monster-Eiern zu suchen. Besonders seltene und wertvolle Eier erhaltet ihr jedoch meist erst, nachdem ihr starke Monster im Kampf besiegt habt.
Sobald die Eier schlüpfen, könnt ihr eure Monster benennen, auf ihnen reiten, sie aufleveln und gemeinsam mit ihnen kämpfen – doch das ist nur der Anfang.
Als Ranger besteht eure Aufgabe außerdem darin, bedrohte Monsterarten wieder in verschiedenen Regionen anzusiedeln. Die Stärke einer Population wird dabei durch eine Rangstufe von C bis S dargestellt. Lasst ihr gefangene Monster in der passenden Region frei, steigt die Bewertung der jeweiligen Art – was wiederum bessere Chancen beim Sammeln neuer Monster eröffnet. Hebt ihr zum Beispiel die Population eines Royal Ludroth von Rang C auf Rang S an, schlüpfen aus den dort gefundenen Eiern deutlich stärkere Exemplare mit besseren Werten und seltenen Genen.
Darüber hinaus kann die Entwicklung einer Population sogar Mutationen auslösen, aus denen schließlich komplett neue Monsterarten entstehen können – ein System, das dem Spiel eine zusätzliche strategische und sammlerische Tiefe verleiht.
„Monster Hunter Stories 3“ setzt auf ein altbewährtes Kampfsystem
In den Kämpfen setzt „Monster Hunter Stories 3“ – wie schon seine Vorgänger – auf ein rundenbasiertes Kampfsystem, das auf einem Schere-Stein-Papier-Prinzip basiert. Das kann anfangs etwas ungewohnt sein, vor allem weil ihr eure Gruppenmitglieder nicht direkt steuert – lediglich euer eigener Charakter und das begleitende Monster stehen unter eurer Kontrolle.
Das Kampfsystem dreht sich um drei Angriffsarten: Kraft, Technik und Tempo. Tempo schlägt Kraft, Kraft schlägt Technik und Technik schlägt Tempo. Kommt es zu einem direkten Duell mit einem Gegner – einem sogenannten „Head-to-Head“ –, entscheidet die gewählte Angriffsart über den Ausgang: Wer die überlegene Variante einsetzt, verursacht mehr Schaden und sorgt gleichzeitig dafür, dass der gegnerische Angriff abgewehrt wird.
Unterstützung bekommt ihr dabei von den Monsties, also verbündeten Monstern, auf denen die Ranger auch reiten können. Diese kämpfen automatisch an eurer Seite und können zusammen mit ihrem Reiter Doppelangriffe ausführen, die zusätzlichen Schaden verursachen und gegnerische Attacken unterbrechen. Für noch mächtigere Manöver stehen außerdem Spezialfähigkeiten zur Verfügung, die jedoch Ausdauer verbrauchen – eine im Kampf begrenzte Ressource, mit der ihr also taktisch haushalten müsst.
Durch gezielte Angriffe lassen sich Gegner außerdem ins Taumeln bringen und schließlich zu Boden werfen. Befindet sich ein Monster in diesem Zustand, bietet sich die Gelegenheit für einen besonders starken Gruppenangriff namens „Synchro Rush“, bei dem euer gesamtes Team gleichzeitig zuschlägt und enormen Schaden anrichtet.
Nicht ganz Anfängerfreundlich
Im Vergleich zum zweiten Teil, der noch deutlich lockerer und einsteigerfreundlicher gestaltet war, zeigt sich „Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection“ wesentlich weniger einsteigerfreundlich. Gegner kündigen ihre Angriffsmuster diesmal deutlich subtiler an, sodass ihr ihre Aktionen stärker beobachten und einschätzen müsst. Gleichzeitig sorgt die Vielzahl an neuen Kampfhaltungen und Spezialfähigkeiten für eine spürbar steilere Lernkurve, da die Mechaniken erst einmal verinnerlicht werden wollen.
Vor allem Neueinsteiger könnten sich in den ersten Spielstunden daher etwas überfordert fühlen. Auch für neurodiverse Spieler:innen, die mit komplexen oder sehr informationsreichen Benutzeroberflächen Schwierigkeiten haben, kann der Einstieg zunächst recht fordernd ausfallen.
Insgesamt richtet sich der dritte Teil damit stärker an Veteranen der Reihe. Viele Systeme bauen auf Erfahrungen aus den Vorgängern auf und werden nicht mehr so ausführlich erklärt. Wer bislang noch keinen Teil der Serie gespielt hat, könnte daher davon profitieren, zunächst einen der früheren Ableger auszuprobieren, um ein besseres Gefühl für die Spielmechaniken zu bekommen.
Zwar keine Open World, aber dafür eine voller Möglichkeiten
Anders als zuerst erwartet, kriegen wir in „Twisted Reflection“ keine „echte“ Open World, doch die vier Areale mit eigenen Biomen (Graslandschaft, Waldgebiet, Wüste und Tundra) sind dafür ziemlich weitläufig und laden direkt zum Erkunden ein. Durch das lebendige Verhalten der Monster und die schicke Anime-Optik – die stark an „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ erinnert – kombiniert mit versteckten Monstern, Höhlen, Geheimnissen und wertvollen Items motiviert uns das Spiel förmlich dazu, jeden Winkel der Welt auf den Kopf zu stellen.
Lohnt sich „Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection“?
Kurz gesagt: Der Kauf von „Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection“ lohnt sich definitiv – besonders für Fans der Reihe und alle, die Spaß an tiefgründigen Monster-Abenteuern haben.
Das Züchten, Aufleveln und Wiederansiedeln von Monstern sorgt für langanhaltenden Spielspaß, während das rundenbasierte Kampfsystem mit seinen taktischen Möglichkeiten auch Veteranen der Reihe fordert. Zwar ist der Einstieg für Neueinsteiger oder Spieler:innen, die komplexe Systeme nicht gewohnt sind, etwas herausfordernd, doch wer sich darauf einlässt, bekommt ein umfangreiches, liebevoll gestaltetes RPG-Erlebnis, das sowohl Sammler:innen als auch strategisch denkende Spieler:innen begeistert.




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