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„Nioh 3“ angespielt: Was kann der neue Action-RPG von Team Ninja?

In wenigen Tagen bringt Team Ninja endlich den dritten Teil der „Nioh“-Reihe heraus. Doch was genau hält das Spiel für uns bereit? Und lohnt sich der Kauf?

Die weibliche Hauptfigur und ihr Bruder schauen erstaunt nach vorne
Nach knapp 6 Jahren kommt mit „Nioh 3“ endlich der nächste Ableger der RPG-Reihe. Foto: Team Ninja / Koei Tecmo Games

Nach einer Wartezeit von sechs Jahren erscheint am 6. Februar endlich der heiß erwartete dritte Teil der „Nioh“-Reihe. Schon seit der Ankündigung brodelt die Vorfreude in der Community: Wird Team Ninja es schaffen, das bewährte, gnadenlos anspruchsvolle Action-RPG weiterzuentwickeln, ohne dabei seine Identität und Charme zu verlieren?

Umfassende Charakterpersonalisierung

Starten wir ganz am Anfang des Spiels: Der Charakter-Editor von „Nioh 3“ ist der umfassendste der Serie und erlaubt es, den:die eigene:n Held:in bis ins kleinste Detail zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um klassische kosmetische Optionen wie Körpergröße, Gesichtszüge, Hautfarbe, Frisuren oder Bartstil – auch die Stimme lässt sich anpassen, inklusive Tonhöhe und Klangfarbe.

Besonders interessant ist, dass das Erscheinungsbild des Charakters je nach gewähltem Spielstil – Samurai oder Ninja – variieren kann, sodass dein:e Held:in in beiden Rollen einen eigenen Ausdruck erhält.

Charactereditor von „Nioh 3“
Foto: Team Ninja / Koei Tecmo Games

Doch die Individualisierung endet nicht bei der Optik. Das Spiel integriert tiefgehende RPG-Elemente, die weitreichende Auswirkungen auf dein Spielerlebnis haben. Spieler können Fähigkeiten und Skill-Bäume frei kombinieren, Waffenaffinitäten festlegen und Ninjutsu-Skills gezielt einsetzen. Diese Vielfalt eröffnet nahezu unendliche Möglichkeiten, den Charakter auf einen bestimmten Kampfstil zu spezialisieren oder mehrere Spielweisen miteinander zu verbinden.

Das Ergebnis ist ein Erlebnis, das stark von den Entscheidungen des Spielers geprägt wird: Kaum zwei Builds gleichen einander, und wer experimentierfreudig ist, wird ständig neue Kombinationen entdecken, die das Spiel weitgehend verändern.

Open‑Field-Design eröffnet eine Welt voller Möglichkeiten

Im Gegensatz zu den eher linearen Leveln der Vorgänger setzt „Nioh 3“ auf ein Open‑Field‑Design: eine semi-offene Welt, die aus weitläufigen, miteinander verbundenen Arealen besteht, darunter Dörfer, unterschiedliche Regionen und von Yokai verseuchte Gebiete. Die Welt wirkt dadurch lebendig und voller Geheimnisse – überall laden Sidequests, versteckte Schreine, Sammlerstücke und optionale Kampfherausforderungen dazu ein, abseits des Hauptpfads zu forschen.

Tipp: Besonders lohnend sind hierbei die versteckten Areale, die oft einzigartige Waffen oder Ausrüstungsgegenstände bereithalten.

Zwar erreicht die Welt nicht die grenzenlose Offenheit großer MMORPGs, doch die geschickt vernetzten Gebiete schaffen dennoch ein befriedigendes Open-World-Erlebnis.

Zwei Kampfstile in einem Körper – Samurai trifft Ninja

Das Herzstück von „Nioh 3“ ist das neue Kampfsystem, das auf zwei völlig unterschiedlichen Stilen basiert: Samurai und Ninja. Der Samurai‑Stil erinnert in vielerlei Hinsicht an die klassischen Kämpfe der Vorgänger: schwerere Waffen, präzise Ki‑Mechaniken, Stances und kraftvolle, taktisch anspruchsvolle Schläge.

Der Ninja‑Stil hingegen ist agil und auf Geschwindigkeit ausgelegt. Statt klassischer Haltungen nutzt er Ninjutsu‑Techniken, Ausweichmanöver und Spezialaktionen, die es dir erlauben, Gegner zu verwirren, hinter ihre Deckung zu kommen oder blitzschnell zu kontern.

Doch das wirklich Spannende ist, wie „Nioh 3“ diese beiden Stile miteinander verbindet: Mit einem Knopfdruck kannst du inmitten eines Combos oder sogar während einer Parierung zwischen Samurai und Ninja wechseln. Dieses nahtlose Umschalten erweitert die taktischen Optionen enorm und macht jeden Kampf dynamisch und unvorhersehbar.

„Nioh 3“ gönnt dir keine Pause

Was „Nioh 3“ sofort deutlich macht, ist, dass man sich hier nicht einfach „durchmogeln“ kann. Team Ninja hatte dies bereits im Vorfeld angekündigt, und schon die ersten Quests des Spiels bestätigen es eindrucksvoll: Das Spiel fordert vom Spieler volle Aufmerksamkeit und präzises Handeln.

Zu Beginn wird man zwar noch etwas „verschont“ – die ersten Antagonisten wirken überschaubar und lassen einen langsam in das Kampfsystem hineinschnuppern –, doch diese Phase ist nur eine kurze Einführung. Sobald die Herausforderungen zunehmen, merkt man schnell, dass keine Schonzeit mehr gewährt wird.

Jeder Gegner ist stark, Bosse gnadenlos, und jede Unachtsamkeit wird sofort bestraft. Selbst im Pausenmenü gibt es keine Sicherheit: Während du Ausrüstung wechselst, dein Outfit anpasst oder Waffen tauschst, läuft die Welt weiter – und du kannst jederzeit von Feinden überrascht werden. Spieler:innen müssen also ständig auf der Hut sein, die Umgebung genau beobachten, Angriffe timen und lernen, wann der richtige Moment zum Blocken, Ausweichen oder Kontern gekommen ist.

+++ „Nioh 3“: Einblicke in neue Features, DLC-Pläne – und Tipps für Einsteiger! +++

Dieser rigorose Schwierigkeitsgrad dient nicht nur dazu, den:die Spieler:in zu fordern – sie ist ein Kernstück dessen, was „Nioh 3“ so befriedigend macht. Jede bestandene Herausforderung, jeder besiegte Boss fühlt sich wie ein echter Erfolg an – ein Moment, der die Mühen des Lernens, der Taktik und der Geduld belohnt.

Fazit: Lohnt sich „Nioh 3“?

Kurz gesagt: Ja!

Das Spielüberzeugt durch seine umfassende Charakteranpassung, die semi-offene Welt voller Sidequests und versteckter Belohnungen, sowie das taktisch tiefgründige Kampfsystem mit Samurai- und Ninja-Stilen. Der hohe Schwierigkeitsgrad sorgt zusätzlich dafür, dass jede Herausforderung und jeder Bosskampf sich wie ein echter Erfolg anfühlt.

Wer also anspruchsvolle Action-RPGs schätzt, wird in „Nioh 3“ ein absolutes Highlight finden!

Holt ihr euch „Nioh 3“?
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