„Kill Bill: The Whole Bloody Affair” – Warum kommt der Tarantino-Film noch einmal in die Kinos?
Die Braut ist zurück – komme, was Bill. Aber warum genau darf sich Uma Thurman in „Kill Bill: The Whole Bloody Affair” nochmal über die Leinwand schnetzeln?

Wir schreiben das Jahr 2003. „Kill Bill Vol. 1“ kommt in die Kinos und der Zombie-Film „28 Days Later“ erfreut sich großer Beliebtheit. Wir schreiben das Jahr 2026. „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ kommt in die Kinos und der Zombie-Film „28 Years Later: The Bone Temple“ erfreut sich großer Beliebtheit.
Was sich zuerst wie eine Zeitreise in die frühen 2000er anfühlt, offenbart sich schnell als reales Phänomen, denn neben Danny Boyles Zombies ist auch Tarantinos einziger Zweiteiler demnächst wieder in den Kinos – in seiner angedachten Fassung. Aber warum kommt der Film nun zurück in die Kinos und handelt es sich dabei um mehr als einen herkömmlichen Rerun?
„Kill Bill: The Whole Bloody Affair“: Warum wurde der Tarantino-Film damals zweigeteilt?
So fremd das für manche klingen mag, nachdem Filme wie „Der Brutalist“ (2024) oder „Oppenheimer“ (2023) erschienen sind, erfreuten sich 2003 Filme mit Überlänge noch nicht allzu großer Beliebtheit – insbesondere dann nicht, wenn sie viereinhalb Stunden dauern.
2003 stand Quentin Tarantino nämlich vor einer schwierigen Entscheidung: Bringt er „Kill Bill“ als gesamtes Werk in die Kinos und riskiert somit, dass etwas herausgeschnitten werden muss, oder teilt er die Filme einfach in zwei Hälften? Wie die Geschichte zeigte, entschied sich der Kult-Regisseur für Letzteres und brachte Vol. 1 und 2 in einem Abstand von sechs Monaten heraus. Knapp 23 Jahre später will er es sich aber nicht nehmen lassen, seine angedachte Version zu veröffentlichen – was man nicht alles macht, anstatt seinen zehnten und finalen Film zu drehen.
Anime und sonst nichts? Was ist in „Kill Bill: The Whole Bloody Affair” neu?

Was man im Vorfeld über die extralange „Kill Bill“-Version wissen sollte, ist, dass es sich dabei nicht um einen herkömmlichen Rerun handelt. Hier wird nicht einfach nur ein älterer Film in die Kinos zurückgebracht.
Stattdessen bietet man dem Publikum ein vollkommen anderes Seherlebnis. Das fängt schon damit an, dass eine 15-minütige Pause bei den Screenings angedacht ist – ob diese aber von allen Kinos durchgeführt wird, ist natürlich unklar. Darüber hinaus gibt es nach dem Abspann noch einen zehnminütigen Kurzfilm.
Fanliebling O-Ren Ishii (Lucy Liu) bekommt ebenfalls mehr Futter. Ihre Vorgeschichte, die im Rahmen einer Anime-Sequenz erzählt wird, wurde noch einmal um weitere Plotpoints verlängert. Rausgeflogen ist dafür der Cliffhanger des ersten Teils – nicht nur, weil er strukturell keinen Sinn mehr ergeben würde, sondern auch, weil somit ein Twist der Geschichte erst viel später akut wird.
Zuletzt wurde auch die Kampfszene im „House of Blue Leaves“ nachbearbeitet. Damals wurde die Szene in Schwarz-Weiß veröffentlicht, um einer zu hohen Altersfreigabe zu entgehen, für den Re-Release behält man die Farbe und somit das ganze rote Blut bei.
Sitzfleisch benötigt: Ab wann läuft „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ im Kino?
Die Braut stellt sich mit „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ in dieser Woche etlichen Kinogegnern entgegen: Neben „Lee Cronin’s The Mummy“, einem weiteren Reboot von „Die Mumie“, gibt es mit dem Bob-Odenkirk-Film „Normal“ einen zweiten blutigen Prügelfilm. Welcher dieser drei Filme sich durchsetzen kann, wird sich ab dem 16. April zeigen. So oder so: Bei derartiger Vielfalt gewinnt auf jeden Fall das Publikum.









