Kevin Spaceys gescheiterter Comeback-Versuch: Wie sich der Schauspieler auf die Berlinale geschmuggelt hat
Kevin Spacey versucht, seine Karriere wiederzubeleben – und scheint dafür seltsame Wege zu gehen. Was genau ist in Berlin vorgefallen?

Die Berlinale ist immer ein guter Nährboden für allerlei interessante Geschichten. Mal ist man hochpolitisch unterwegs, und mal freuen sich alle Beteiligten über das Aufkommen von Stars wie Charli XCX. Aber den seltsamsten Auftritt hat wohl Kevin Spacey hingelegt, der die Berlinale augenscheinlich ausnutzen wollte, um sich wieder ins Gespräch zu bringen. Wir verraten dir, was dieser Vorfall mit einem verurteilten russischen Betrüger zu tun hat …
Kevin Spacey: Was ist im Leben des Schauspielers los?
2017 war auch Kevin Spacey eine der Personen, die etliche Anschuldigungen im Rahmen der MeToo-Bewegung erhalten hatte. Zahlreiche Männer beschuldigten den Schauspieler, sie sexuell belästigt zu haben – Anschuldigungen, die Spacey bis heute abstreitet. Mittlerweile wurde er in zwei Fällen freigesprochen, aber die Prozesse haben dennoch (finanziell) an dem 66-Jährigen gezehrt. Unter Anbetracht der Tatsache, dass noch diesen Oktober ein weiterer Prozess auf Spacey wartet, scheint der Schauspieler zu versuchen, sich wieder in ein besseres Licht zu rücken. Dieses Unterfangen scheint ihn aber auf dubiose Pfade zu führen.
Russischer Geldgeber: Ist Kevin Spacey von Kriminellen umgeben?
Um sich finanziell besser aufzustellen, muss Kevin Spacey augenscheinlich mittlerweile weniger prestigeträchtige Projekte annehmen. Sein aktuellstes Unterfangen ist eine Sci-Fi-Trilogie, deren erster Teil nun auf den Namen „Holiguards Saga: The Portal of Force“ hört. Neben der Hauptrolle hat Spacey für diesen Film auch die Regie übernommen.
Finanziert wurde dieses große Science-Fiction-Unterfangen von zwei Geldgebern aus dem slawischen Raum. Erste im Bunde ist Elvira Paterson, die zwar auch Filme produziert, aber zuvor eigentlich Events organisiert hat, die für das Start-up von Vladimir Okhotnikov werben. Okhotnikov ist neben seiner Tätigkeit als Drehbuchautor auch Schauspieler im Film – vor allem ist er aber dafür bekannt, dass ihn die USA des schweren Betrugs angeklagt haben.
Augenscheinlich ist dieser Mann an einem globalen Schneeballsystem beteiligt. Die Tatsache, dass Okhotnikov bereits 2024 in Georgien wegen ähnlicher Vorwürfe für zehn Jahre Haft verurteilt wurde, untermauert, dass es sich bei diesem Mann um eine zwielichtige Gestalt handelt. Aufgrund seiner Haftbefehle agiert der Unternehmer mittlerweile aus Dubai heraus – und konnte dementsprechend auch nicht bei der Premiere des „Holiguards“-Films in Berlin dabei sein.
Lief Kevin Spaceys neuester Film auf der Berlinale? Was wirklich passiert ist …
Auch wenn die Berlinale sehr offen für Filme jeglicher Art aus aller Welt ist, fand man im Programm für Kevin Spaceys „Holiguards“-Eskapaden keinerlei Raum. Stattdessen feierte der Film in der Astor Film Lounge seine Premiere – und nutzte somit nur den Rückenwind der Berlinale, um den Anschein zu erwecken, dass man auch im Programm des renommierten Festivals stattfinden würde.
Kevin Spaceys neuester Film ist vielleicht inhaltlich nicht sonderlich politisch, aber all die Dinge, die ihn umgeben, schon: von Mitdarsteller Dolph Lundgren, der zuletzt durch pro-russische Aussagen auffiel, bis hin zu einem russischen Geldgeber, der zwielichtig agiert.









