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So Ulf-ig wird Staffel 4

House of the Dragon: Zu betrunken für Verrat? Das wird aus Ulf, dem Drachenreiter

Ulf der Weiße sorgt im „House of the Dragon“-Staffelfinale für Chaos – und für eine der überraschendsten Wendungen der Serie.

Ulf hebt seinen Krug.
Ulf hätte nie damit gerechnet, dass er eines Tages das Zünglein an der Waage eines Krieges werden dürfte. Foto: Theo Whiteman/HBO

Für alle, die die Bücher von George R.R. Martin nicht kennen, dürfte die Geschichte von Ulf dem Weißen zu den unerwartetsten Momenten im Finale der dritten Staffel von „House of the Dragon“ gehören. Wer mit der historischen Vorlage vertraut ist, fragt sich vermutlich, wann und wie sich sein Schicksal in der Serie erfüllt. Hier ist der aktuelle Stand – und ein Ausblick auf das, was Staffel 4 bringen könnte.

Ulf gehört zu einer kleinen Gruppe einfacher Bürger, die dem Ruf von Team Schwarz nach neuen Drachenreitern folgen. Schon in Staffel 2 gelingt es dem trinkfreudigen Mann, der möglicherweise ein unehelicher Targaryen ist, den Drachen Silberschwinge zu bezähmen und zu Ruhm zu gelangen. In Staffel 3 merkt Ulf jedoch schnell, dass ihm das Leben als Ritter deutlich weniger Spaß bereitet als ein Umtrunk mit seinen alten Kumpanen.

Zwischen zwei Fronten

Der Konflikt spitzt sich zu, als Ulf angewiesen wird, sich strikt an seine zugewiesenen Aufgaben zu halten. Er ignoriert die Anweisung und verschwindet stattdessen in eine Taverne. Als Daemon Targaryen ihn dort aufspürt, schlägt der Prinz ihn nieder und demütigt ihn öffentlich vor den Bewohnern von Königsmund.

Später nutzt Ormund Hightower diese Spannungen geschickt aus. Er versichert Ulf, dass Team Schwarz seine Fähigkeiten nicht wirklich zu schätzen wisse, und lockt ihn mit dem Angebot, Lord von Driftmark zu werden. Das Angebot verfehlt seine Wirkung nicht: Ulf, enttäuscht von seiner bisherigen Behandlung, lässt sich auf einen Seitenwechsel ein.

Im Finale greift Team Schwarz schließlich Tumbleton an, und Ulfs Einsatz als Drachenreiter wird dringend benötigt. Doch er ist spurlos verschwunden, und beide Seiten suchen fieberhaft nach ihm. Erst gegen Ende der Episode findet Ormund ihn – betrunken und bewusstlos in einer Latrine. Wütend darüber, dass Ulf dem Team Grün möglicherweise den Sieg gekostet hat, beschimpft Ormund ihn als Bastard niederer Herkunft und verlangt bedingungslosen Gehorsam.

In diesem Moment erkennt Ulf, dass sich Ormund kaum von Daemon unterscheidet. Er wendet sich gegen beide Kriegsparteien und greift kurzerhand beide Seiten an. Das ist eine deutliche Abweichung von der Buchvorlage, in der Ulf die gesamte Schlacht verschläft. Diese Änderung kommt der Figur durchaus zugute: In Martins Version trägt er den Beinamen Ulf der Verräter und wird als gewalttätiger Wiederholungstäter beschrieben. Die Serie hat der Figur stattdessen einen dramatischeren und befriedigenderen Handlungsbogen verpasst.

Wiedersehen mit Ulf?

Am Ende des Finales lebt Ulf noch. Es ist wahrscheinlich, dass sein Verrat in Staffel 4 auffliegt. In den Büchern versucht er sogar, sich den Eisernen Thron anzueignen, stirbt letztlich aber an vergiftetem Wein, den er im Übermaß getrunken hat.

Angesichts der bisherigen Entwicklung könnte die Serie hier eigene Wege gehen. Showrunner Ryan Condal könnte Ulf dennoch sterben lassen – ein Tod durch übermäßigen Alkoholkonsum würde jedenfalls zu seinem Charakter passen. Genauso denkbar wäre, dass Ulf beide Fraktionen im Stich lässt und einfach spurlos verschwindet.

Wie auch immer sich die Verantwortlichen entscheiden: Es wird vermutlich unterhaltsam. Ähnlich wie der leider verstorbene Roddy in Staffel 3 ist Ulf bislang eine willkommene komische Randfigur in einer ansonsten überaus tragischen Geschichte gewesen.

Quelle
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