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Das „The Boys“-Universum schlägt Brücken

„Gen V“ Staffel 2: Ein brutaler Spiegel unserer Gesellschaft?

Warum das Amazon-Prime-Spin-off mehr ist als Superhelden-Action – besonders Maddie Phillips sieht in „Gen V“ klare Parallelen!

Maddie Phillips, die in Gen V Kate spielt, steht inmitten einer Menge anderer Supes. Sie trägt einen schwarzen Pullover und eine schwarze Mütze und wirkt sichtlich zerrüttet.
Nach einem Unfall verliert Kate ihre Kräfte – und gerät tiefer denn je in den Konflikt zwischen zwei Welten. Ein Supe ohne Kräfte, verletzlich wie ein Mensch. Foto: Amazon MGM Studios

„Es zwingt dich, die Dinge anders zu betrachten“, erklärt Maddie Phillips alias Kate im TVMovie.de-Interview. Und genau das macht den Reiz von „Gen V“ für viele Fans aus: Das Amazon-Prime-Spin-off von „The Boys“ mischt brutale Superhelden-Action mit großen Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung. Ein College am Limit, gnadenlose Rivalitäten und eine Gesellschaft kurz vorm Zerreißen – die Stars Asa Germann, Maddie Phillips und Lizze Broadway erkennen darin deutliche Parallelen zur echten Welt, wie sie im Interview erklärten.

„Gen V“ Staffel 2: Darum ist es näher an uns dran als vielleicht gedacht!

Mit „Gen V“ hat Amazon Prime das wilde Universum von „The Boys“ erweitert – und es an die Uni verlegt. An der Godolkin University lernen Nachwuchs-Supes nicht Mathe oder Geschichte, sondern wie man es in die großen Superhelden-Rankings schafft. Dabei geht es um Macht, Ruhm und das Ziel, besser zu sein als die Konkurrenz, um es bis ganz nach oben zu schaffen.

Doch natürlich bleibt es nicht bei Training und Vorlesungen: Eskalierende Partys, gefährliche Experimente und düstere Geheimnisse machen den Campus schnell zu einem ziemlich harten Pflaster. Figuren wie Marie, die ihre blutigen Kräfte kaum kontrollieren kann, Emma, die mit Größenwechseln jongliert, Kate, die Gedanken manipuliert und Erinnerungen löscht, oder Sam, dessen unkontrollierbare Stärke ihn immer wieder an den Rand der Vernunft bringt, zeigen, wie hart und gnadenlos dieses „Collegeleben“ sein kann.

Und wie schon bei „The Boys“ steckt auch hier mehr dahinter: Hinter all dem Blut und Chaos blitzen gesellschaftlich relevante Themen auf und machen „Gen V“ zu einer Serie, die näher an unserer Realität ist, als vielleicht gedacht.

„The Boys“-Spin-off: Brutale Wahrheit über das College Leben

Eins ist klar: Das Collegeleben bei „Gen V“ ist nichts für schwache Nerven. Brutal, gnadenlos und alles andere als ungefährlich für angehende Erwachsene. Doch auch wenn vieles überspitzt wirkt – ein Funken Wahrheit steckt drin. Seien es wilde Partys mit Alkohol, Drogen und Flirts (vielleicht nicht gleich das legendäre „Trichtern aus dem Ar***“ wie in Staffel 2), aber exzessive Nächte gehören eben zum Bild.

Maddie Phillips gesteht lachend: „Ich war mal auf ein paar Dorm-Partys – und glaubt mir, die waren genauso wild und eklig wie in der Serie.“ Zwar hat sie selbst nie am College studiert, doch die Parallelen sind unverkennbar. Passend zu ihrer Rolle fügt sie hinzu: „Aber ehrlich gesagt habe ich an diese Partys im echten Leben nicht mehr viele Erinnerungen – und in der Serie lasse ich die Leute auch keine Erinnerungen haben. Das ist also ein kleiner Zusammenhang“.

Auch Lizze Broadway alias Emma überrascht mit einem ehrlichen Geständnis: „Ich habe jemanden bezahlt, meinen Mathekurs online für mich zu machen. Und es hat funktioniert! Ich habe einem Typen 50 Dollar bezahlt.“ Fast so clever wie ihre Serienfigur, die mit ihrer Fähigkeit zum Größenwechsel immer wieder auf unkonventionelle Tricks setzt. In Staffel 2 wird Emma damit sogar noch gerissener – kleine Spoiler inklusive.

Ein Spiegel unserer Zeit? Das hat der Cast von „Gen V“ gelernt

Es wird klar: Was in „Gen V“ zwischen Supes und Menschen passiert, wirkt erschreckend vertraut. Fronten verhärten sich, Diskussionen eskalieren, und am Ende hört niemand mehr zu – jede Seite beharrt nur noch auf ihrer eigenen Wahrheit. Ein Phänomen, das sich überall auf der Welt beobachten lässt: von polarisierenden Wahlkämpfen über das Glorifizieren veralteter Rollenbilder bis hin zu Fragen nach Feminismus und Gleichberechtigung, die ganze Gesellschaften spalten. Dazu kommt die schnelle Mediengesellschaft, in der Fake News kursieren und viel zu oft ungeprüft geglaubt werden. Maddie Phillips alias Kate bringt es im Interview mit TVMovie.de auf den Punkt: „Unsere Welt fühlt sich manchmal so polarisierend an. Es zwingt dich dazu, die Dinge anders zu betrachten. Was diese Staffel so gut macht, ist, dass sie uns zwingt, über dicke Linien im Sand hinweg miteinander zu verbinden.“

Genau da liegt die Stärke der Serie. Figuren, die festgefahren wirken, zeigen plötzlich Einsicht, brechen mit Überzeugungen und wagen neue Perspektiven. Maddie schwärmt: „Ich liebe es, wie in dieser Staffel bestimmte Charaktere ihre Meinung ändern über Dinge, bei denen sie vorher sehr überzeugt waren.“ Auch Lizze Broadway alias Emma betont: „Am Ende des Tages geht es darum, dass dieses Team zusammenkommt – Vergebung, Hoffnung, Mitgefühl. Und genau das brauchen wir in dieser Welt.“

Damit wird klar: Hinter all dem Chaos, Blut und den Superkräften steckt eine wichtige Botschaft, die „Gen V“ in seiner zweiten Staffel (überspitzt) beleuchtet.

Quellen
  • Die Interviewaussagen stammen aus einer Pressekonferenz mit dem Cast von „Gen V“

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