Erotik pur: Was steckt hinter „Challengers“ in der ZDF-Mediathek?
Es passiert immer häufiger, dass auch sexuell aufgeladene Stoffe Raum in der ZDF-Mediathek bekommen. Nun ist ein weiterer steamy Streifen dort aufgeschlagen …

Inmitten des von Fußball und Leichtathletik durchzogenen Sommers war auch Tennis in der heißesten Jahreszeit ein durchaus präsentes Thema. Passend dazu und zum menschlichen Wunsch nach erotischen Inhalten wartet die ZDF-Mediathek nun mit dem sexuell angehauchten Tennis-Drama „Challengers“ auf, das mittlerweile als moderner Klassiker gilt. Doch was steckt hinter dem Hype und sollte man den Film gesehen haben?
Darum geht es in „Challengers“

Es sind einige Jahre vergangen, seit die Tennisspielerin Tashi (Zendaya) einen Unfall erlitten hat und ihre Karriere aufgeben musste. Das hält sie aber nicht davon ab, dem Sport treu zu bleiben. Mittlerweile fungiert sie als Trainerin für ihren Mann Art (Mike Faist), der zwar ein guter Spieler ist, zurzeit aber ein kleines Karrieretief durchlebt.
Um dieses Karrieretief auszugleichen, meldet sie Art bei einem „Challenger“-Event an. Doch keiner der beiden hat geahnt, dass sie dort einem Gespenst der Vergangenheit in Form von Patrick (Josh O’Connor) begegnen würden.
Inmitten der Tennis-Rivalität tun sich plötzlich ganz andere zwischenmenschliche Abgründe auf, in denen es um alles geht: vergangene Liebe, vertane Chancen und die Frage, ob man das Ruder noch herumreißen kann – sowohl auf dem Platz als auch auf dem Schlachtfeld der Liebe.
Punkt, Satz und Sieg: Das macht „Challengers“ so genial
Wie kaum ein anderer Film erzählt „Challengers“ von romantischer und sexueller Liebe zwischen mehreren Personen. Zwar ist er nicht der erste Film, der dieses Thema ergründet, doch er ist ein Vorreiter, wenn es darum geht, diese Konstellationen nach modernen Maßstäben aufzuarbeiten.
Das bedeutet auch, dass sonst klischeebehaftete Rollenbilder und Bedürfnisse hinterfragt und teilweise ad absurdum geführt werden – ohne dabei jemals unrealistisch zu wirken. Um das konkreter einzuordnen, ohne zu viel zu verraten: Warum sollten bei einem Dreier nur die Belange der Männer im Fokus stehen und wer sagt eigentlich, dass die beiden involvierten Männer nicht auch ihren Spaß miteinander haben dürften?
Voll ins Netz gegangen: „Challengers“ sorgt für Herzklopfen
Das verleiht dem Film eine realistische Note, die sich nicht nur in den sexuellen, sondern auch in den übrigen zwischenmenschlichen Verwicklungen zeigt. Die Anspannung, die während der Tennis-Matches herrscht, lässt sich kaum in Worte fassen – und selbst wenn, dann würde man sie nicht hören, denn diese sind meist mit dem fantastischen Score von Trent Reznor und Atticus Ross unterlegt.
„Challengers“ wartet mit sehr gut realisierten und realistischen Figuren auf, deren Entscheidungen man mal mehr und mal weniger nachvollziehen kann. Das führt immer wieder zu Spannungsmomenten – spätestens im Finale –, die nicht nur für einen hochroten Kopf, sondern auch für schwitzige Hände sorgen.
Wer einen subversiven, vielschichtigen und stellenweise erotischen Film sehen will, ist mit „Challengers“ in der ZDF-Mediathek perfekt aufgehoben. Möchte man den Film lieber im Streaming-Abo nachholen, kann man ihn bei RTL+ finden.






