Achtung Abzocke: Mit diesem Trick wurde Peter Giesel selbst reingelegt
Peter Giesel entlarvt seit Jahren die Tricks professioneller Betrüger. Doch auch der „Achtung Abzocke“-Moderator musste schon erfahren, wie schnell selbst ein Experte zu viel bezahlt.

Peter Giesel ist normalerweise derjenige, der ganz genau hinsieht. Seit 2015 spürt der Journalist für Kabel Eins Betrügereien auf, stellt Abzocker zur Rede und zeigt, worauf Urlauber achten sollten. Im privaten Urlaub erwischte es jedoch auch ihn – ausgerechnet in Japan.
In einer Karaoke-Bar habe er plötzlich das Vier- bis Fünffache des ursprünglich angegebenen Preises bezahlt. „Man kann mir auch mit einem Lächeln im Gesicht zu viel Geld für irgendwas aus der Tasche ziehen“, sagte Giesel über die Erfahrung. Er habe vorher nicht gewusst, wie teuer der Abend tatsächlich werden würde.
Giesel kennt die Fallen – und tappt hinein
Die Episode zeigt, dass selbst jahrelange Erfahrung keinen vollständigen Schutz vor Abzocke bietet. Giesel reist für seine Sendung regelmäßig an touristische Brennpunkte und schlüpft dort selbst in die Rolle eines Urlaubers. Mit versteckter Kamera dokumentiert er, wie Reisende getäuscht oder mit überhöhten Preisen konfrontiert werden.
Seine berufliche Laufbahn begann allerdings nicht im Fernsehen. Der in Berlin geborene Giesel arbeitete bereits während der Schulzeit beim Radiosender Hundert,6. Später folgten Stationen bei Radio Energy, 104.6 RTL und 94,3 rs2. 1995 wechselte er zum Fernsehen und arbeitete zunächst für die Produktionsfirma Meta Productions, die das Magazin „Akte“ herstellte.
Als Chefreporter für SAT.1 und „Focus TV“ war Giesel anschließend weltweit unterwegs. 2013 geriet er bei einer investigativen Recherche in Katar selbst in eine äußerst schwierige Situation. Während er über die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 berichtete, wurde er ohne Drehgenehmigung festgenommen.
Sein Team musste damals unter anderem Laptops, Kameras, Speichermedien, Geld, Kreditkarten, Reisepass und Ehering abgeben. Giesel kam in Einzelhaft und wurde später wieder freigelassen. Die Ereignisse wurden anschließend in der Sky-Dokumentation „Inside Report“ aufgearbeitet.
Heute geht es nach Australien
An diesem Donnerstag, 20. August 2026, läuft um 20:15 Uhr auf Kabel Eins eine neue Folge von „Achtung Abzocke – Urlaubsbetrügern auf der Spur“. Diesmal führt es Peter Giesel nach Australien.
Auch dort untersucht der Reporter, mit welchen Methoden Urlauber an beliebten Reisezielen zur Kasse gebeten werden. Das Grundprinzip der Sendung bleibt dabei gleich: Giesel testet Angebote selbst, dokumentiert mögliche Täuschungen und konfrontiert die Verantwortlichen anschließend mit den Vorwürfen. Die Folge ist außerdem bei Joyn verfügbar.
Familie setzt auf Vorsicht
Privat lebt Giesel deutlich zurückgezogener als vor der Kamera. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Töchtern wohnt er in der Nähe von München. Über sein Familienleben spricht der Moderator nur selten öffentlich.
Seine beruflichen Erfahrungen nimmt er jedoch mit nach Hause. Giesel zufolge hat inzwischen auch seine Frau einen geschärften Blick für mögliche Betrugsmaschen. Wenn die Familie Handwerker benötigt, greift sie deshalb bevorzugt auf bekannte und vertraute Personen zurück. Einen unbekannten Notdienst würde der Kabel-Eins-Star nach eigener Aussage nicht anrufen.
Trotz der vielen aufgedeckten Fälle bleibt Giesel selbst gern Reisender. Mit seiner Familie fährt er regelmäßig an den Gardasee, außerdem zieht ihn die Westküste der USA seit Jahrzehnten an. Japan wurde durch seine Arbeit zu einem weiteren Lieblingsziel – auch wenn er dort lernen musste, dass ein freundliches Lächeln nicht automatisch vor einer saftigen Rechnung schützt.





