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5 Monate nach „Tagesschau“-Aus: Constantin Schreiber enthüllt wahren Grund

Fünf Monate nach seinem letzten Auftritt in der „Tagesschau“ spricht Constantin Schreiber erstmals offen darüber, warum er der ARD den Rücken kehrte und warum er jetzt ganz neue Wege geht.

Constantin Schreiber lächelt in die Kamera
Constantin Schreiber hat sich kürzlich von der „Tagesschau“ verabschiedet. Foto: IMAGO / Panama Pictures

Constantin Schreiber war über Jahre eines der bekanntesten Gesichter der „Tagesschau“. Am 25. Mai 2025 verabschiedete er sich zum letzten Mal aus dem Nachrichtenstudio – auf eigenen Wunsch, wie die ARD damals bestätigte. Nun hat der 46-Jährige in einem Podcast offenbart, was wirklich hinter seinem überraschenden Abschied steckt – und was er an seinem neuen Job so sehr liebt.

„Ich bekam um 19.45 Uhr Zettel mit Texten, die ich nicht selbst geschrieben hatte“

In seinem neuen Podcast bei Axel Springer, wo er mittlerweile als Global Reporter tätig ist, spricht Schreiber mit Kollegin Josefin Herrmann über die Gründe für seinen beruflichen Neustart. Dabei macht er deutlich, dass seine Jahre bei der ARD ihn geprägt haben, er aber irgendwann an kreative Grenzen gestoßen sei.

„Es war eine tolle Zeit, die mich sehr viel weiter gebracht hat“, so Schreiber. Doch mit der Zeit habe sich der Wunsch entwickelt, „wieder mehr eigene Geschichten zu machen und rauszugehen“. Bei der „Tagesschau“ sei das kaum möglich gewesen, wie er erklärt: „Nun ist es ja so, dass man bei der 'Tagesschau' Sprecher ist – also weder Redakteur noch Moderator. Um 19.45 Uhr bekam ich Zettel, auf denen die Texte draufstanden, die ich vorlesen sollte, und von denen ich keinen einzigen Satz selber geschrieben habe.“

Constantin Schreiber möchte „mehr persönliche Einschätzungen“

Der Journalist betont, dass er diese Arbeitsweise akzeptiert habe – schließlich sei das Format der „Tagesschau“ bewusst sachlich und standardisiert. Doch irgendwann reichte ihm die reine Rolle des Nachrichtensprechers nicht mehr. Mit einem Augenzwinkern erinnert er sich: „Welche Krawattenfarbe soll es denn heute sein – Rot oder Blau?“

Heute genießt Schreiber die größere Gestaltungsfreiheit bei seinem neuen Arbeitgeber. Im Fokus seiner journalistischen Arbeit stehen nun Themen, die ihn seit Jahren beschäftigen: „Islam, Islamismus und Integration“. Dazu wolle er künftig „mehr persönliche Einschätzungen“ beitragen – etwas, das in der neutralen „Tagesschau“-Welt schlicht keinen Platz hatte.

Seine Zeit bei der ARD

Schreiber kam 2017 zu ARD-aktuell und war ab 2021 regelmäßig in der Hauptausgabe der 20-Uhr-„Tagesschau“ zu sehen. Davor arbeitete er unter anderem im Auswärtigen Amt, bei n-tv und als Reporter im Nahen Osten. Für seine Reihe „Marhaba – Ankommen in Deutschland“ wurde er 2016 mit dem renommierten Grimme-Preis ausgezeichnet.

Quellen
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