„Jana Nayagan“: Endet Thalapathy Vijays Filmkarriere mit diesem Film?
Die Fans sind seit der Ankündigung von Thalapathys politischen Einstiegs gemischter Gefühle. Einige feiern ihn als Hoffnungsträger, andere fürchten den Abschied von der Leinwand.

„Jana Nayagan“ sollte eigentlich ein Kino-Highlight werden, doch schon vor dem Start wurde der 183 Minuten lange politische Action-Thriller zum Dauer-Aufreger. Regisseur H. Vinoth, KVN Productions und Komponist Anirudh Ravichander liefern zwar großes Kollywood-Kino, aber Fans diskutierten früh über die auffällige Nähe zum Film „Bhagavanth Kesari“. Später bestätigte H. Vinoth diesen Remake-Eindruck im Galatta Plus Interview offiziell. Dazu kamen Zensurverzögerungen, politische Einwände, nachträgliche Schnittforderungen, ein auf Juli verschobener Kinostart und sogar ein schwerer Piraterie-Vorfall mit illegalem Leak.
Seit C. Joseph Vijay außerdem seine Partei TVK bekanntgegeben hat, sehen viele „Jana Nayagan“ als möglichen Abschiedsfilm: Statt Pongal-Start im Januar 2026 gab es monatelang Kontroversen und die Frage bleibt, ob Thalapathy Vijay seine Filmkarriere abschließt oder nur das nächste Kapitel aufschlägt.
Wechsel zur Politik mit seiner Partei TVK
Parallel zu seiner Schauspielkarriere hat Vijay mit der „Tamilaga Vetri Kazhagam“ (TVK) eine eigene politische Bewegung gegründet. Die Partei schnitt zwar bei der Wahl im Mai 2026 als stärkste Einzelpartei ab, konnte aber die absolute Mehrheit nicht erreichen. Daher entscheidete Vijay sich zu einem Bündnis mit der Kongresspartei (INC). Genau diese Konstellation sorgt für Diskussionen: Für viele ist es ein historischer Moment, wenn ein großer Schauspieler wie Thalapathy Vijay vom Fan-Phänomen zur politischen Macht wird, für andere ist es ein Risiko, weil Populäres und Politisches plötzlich kaum noch zu trennen sind.
Vor allem kritisieren einige Eelam-Tamilen (Tamilen aus Sri Lanka) diese Koalition, nachdem Vijay mit seiner Kampagne auch der Unterdrückung der Tamilen in Sri Lanka entgegenkommen möchte. In Tamil Nadu erleben viele Menschen echte Veränderungen: weniger Korruption, mehr Schutz für Frauen und bürgernahe Politik ohne Politikerprivilegien.
Wird Vijay jetzt ganz Politiker und sagt dem Kino Lebewohl?
Während einer möglichen fünfjährigen Amtszeit als Ministerpräsident von Tamil Nadu dürfte es schwer werden, parallel große Filmprojekte zu stemmen. Sollte eine Koalition frühzeitig zerbrechen, könnte sich die Amtszeit verkürzen oder er bleibt länger, falls er erneut gewählt wird. Ein endgültiges Aus muss das trotzdem nicht heißen: Auch mit 57 wäre Thalapathy Vijay für Kollywood noch lange nicht „zu alt“, gerade wenn viele ältere Kollegen weiterhin erfolgreich vor der Kamera stehen.
Bis dahin schwelgen Thalapathy-Fans mit seinen bisherigen Filmen und den kreativen Edits auf Social Media in schönen nostalgischen Erinnerungen!






