MacBook Neo: Apple will 10.000.000 Notebooks verkaufen
Apples neues Einsteiger-Notebook ist mancherorts kaum noch zu haben. Apple produziert jetzt nach – auch wenn dadurch der Gewinn pro Gerät sinkt.
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Noch nie war ein MacBook so günstig. Das Einsteiger-MacBook Neo soll in Schule und Uni auf den Tischen liegen und macht die notwendigen Kompromisse an den richtigen Stellen.
5-8 Millionen Neos wollte Apple ursprünglich verkaufen, jetzt wurde die Latte ordentlich hochgelegt. Das neue Produktionsziel liegt nun bei 10 Millionen, berichtet Money UDN aus Taiwan.
Apple verbaut im MacBook Neo den Smartphone-Prozessor A18 Pro, der auch im iPhone 16 Pro aus dem Jahr 2024 steckt. Bei der Fertigung solch komplexer Chips passieren immer wieder Fehler. Anstatt den Ausschuss komplett wegzuwerfen, wird ein Teil davon im Macbook Neo verbaut: Prozessoren mit einem defekten Grafikkern.
Chip: Apple A18 Pro (6-Core CPU, 5-Core GPU)
RAM: 8 GB (nicht erweiterbar)
Speicher: 256 GB oder 512 GB SSD
Display: 13 Zoll, Liquid Retina, 2408 × 1506 px, 500 nits
Akku: 36,5 Wh, bis zu 16 Stunden (Apple-Angabe)
Anschlüsse: 2 × USB-C, 1 × Kopfhöreranschluss
Konnektivität: Wi-Fi 6E, Bluetooth 6
Maße: 297,5 × 206,4 × 12,7 mm, 1,23 kg
Farben: Silber, Indigo, Rosa, Zitrus
Das Neo hat also fünf statt sechs solcher Kerne. Dieser kluge Schachzug ermöglicht erst den günstigen Preis. Das ist zwar etwas weniger Leistung, doch im Alltag fällt sie kaum auf. Erste Tests bestätigen das: Das Neo schnitt besser ab als erwartet.
Das MacBook Neo als Einstiegsdroge
Um das neue Ziel von 10 Millionen verkauften MacBooks Neo zu erreichen, lässt Apple diesen Chip nachproduzieren. Foxconn und im kleinen Umfang auch Quanta haben laut Money UDN den Auftrag erhalten. Vermutlich wird Apple dann in jedem Chip einen Grafikkern abschalten, auch wenn alle sechs funktionieren.

Das Hochfahren der Chip-Produktion wird Apple einiges kosten, was dann den Gewinn pro verkauftem Neo drückt. Die überraschend hohe Nachfrage lässt Apple jedoch hoffen, neue Fanboys und Fangirls zu gewinnen. Diese sollen dann noch viele Apple-Produkte in ihrem Leben kaufen – auch die teureren. Auf lange Sicht ein gutes Geschäft für Apple.
Wie reagiert die Windows-Welt?
Nick Wurden, Finanzchef von Asus, hat gegenüber Analysten gesagt, das Neo sei ein Schock für den gesamten Markt gewesen. Das war beim ersten Anblick vor einem Monat. Jetzt, wo die Verkaufszahlen auf dem Tisch liegen, dürfte der Schock noch größer sein.
Wenn Apple zehn Millionen Neos verkauft, landen viele davon auf Schreibtischen, auf denen sonst ein Windows-Laptop gestanden hätte. Kalt erwischt.
Die Hersteller von Windows-Rechnern werden keine Alternative haben, wenn die Back-to-School-Saison beginnt. Ähnliche Konzepte werden sie vermutlich zur Computex-Messe im Juni vorstellen – mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft.
Ich hoffe nur, dass sie nicht bloß die Plastikgehäuse ihrer zusammengestöpselten Kästen in Zitrus anpinseln.








