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Gibt es einen Masterplan?

„Pluribus“ Staffel 2 und danach: Das verrät Vince Gilligan zur Apple-TV-Serie!

„Pluribus“ ist noch lange nicht auserzählt – und doch denkt Schöpfer Vince Gilligan bereits über das Ende nach. In einem Gespräch mit TV Movie erklärt der „Breaking Bad“-Macher, wie weit die Planung wirklich reicht.

Rhea Seehorn steht in einem weißen Shirt in Pluribus in ihrer Auffahrt und schaut ernst in Richtung Kamera
Was erwartet Carol (Rhea Seehorn) in Staffel 2 von „Pluribus“? Foto: Apple TV

Noch bevor das Finale der ersten Staffel überhaupt ausgestrahlt war, stand fest: „Pluribus“ geht weiter. Apple TV+ hat der neuen Serie von Vince Gilligan frühzeitig zwei Staffeln garantiert – ein Vertrauensvorschuss, den selbst „Breaking Bad“ oder „Better Call Saul“ zu Beginn nicht bekamen. Doch wie lange soll die Sci-Fi-Serie insgesamt laufen? Und gibt es bereits eine konkrete Idee für das Ende? Neue Informationen lassen immerhin darauf schließen, wann es weitergehen könnte – auch wenn die Antwort nicht jedem Gefallen dürfte …

Staffel 2 ist sicher – und bereits in Vorbereitung

Dass „Pluribus“ eine zweite Staffel bekommt, ist keine Überraschung mehr. Apple TV+ hatte sich die Serie bereits 2022 in einem Bieterwettstreit gesichert und direkt eine Zwei-Staffel-Bestellung erteilt.

Gilligan bestätigte außerdem, dass der Writers’ Room für Staffel 2 kurz nach dem Finale von Staffel 1 öffnet. Die Geschichte rund um Fantasy-Autorin Carol Sturka (Rhea Seehorn), die sich in einer Welt behaupten muss, in der ein außerirdischer Virus Menschen in ein kollektives Bewusstsein zwingt, wird also konsequent weitergeführt.

So viel versprechend diese Neuigkeiten auch klingen mögen, gibt es jedoch ein Problem: Aufgrund der Tatsache, dass „Pluribus“ ein gigantischer Erfolg für Apple TV war, ist dem Streamer aber auch Vince Gilligan viel daran gelegen, die zweite Staffel genauso hochwertig wie die erste zu produzieren. Gilligan hat zwar einen Start im Jahr 2028 nicht ausgeschlossen, aber aufgrund der „Komplexität der Produktion und des Drehbuchschreibens“ auch nicht bestätigt.

Aber zumindest die Komplexität des Drehbuchschreibens scheint nun ein Problem der Vergangenheit zu sein, denn im Rahmen der zahlreichen Emmy-Gewinne für „Pluribus“ kursiert nun die Nachricht, dass Gilligan mit den Skripten für Staffel 2 fertig sein sollte. Sollte dies stimmen, dann dürfte es trotzdem noch knapp 22 Monate dauern, bis die zweite Runde der Serie aufschlägt, denn so viel Zeit lag auch in etwa zwischen Drehbuchfertigstellung und Erscheinen der ersten Staffel. Ob man tatsächlich bis Juli 2028 auf neue Folgen warten muss, bleibt zurzeit noch unbeantwortet.

Anders als bei „Breaking Bad“: So viel steht zum Serien-Ende schon fest!

Im exklusiven Interview mit TV Movie gibt Vince Gilligan nun einen besonders spannenden Einblick in seine Arbeitsweise. Anders als bei seinen früheren Serien scheint der Showrunner diesmal früher als gewohnt eine grobe Zielrichtung für das Ende zu haben:

„Meine Autorinnen und Autoren und ich haben zu diesem Zeitpunkt tatsächlich eine klarere Vorstellung davon, wo die Serie enden könnte, als wir sie je bei ‚Breaking Bad‘ oder ‚Better Call Saul‘ hatten.“

Gleichzeitig macht Gilligan aber deutlich, dass diese Ideen keinesfalls in Stein gemeißelt sind. Flexibilität sei für ihn eine der wichtigsten Aufgaben als Head Writer:

„Ein Teil meiner Verantwortung als Chefautor ist es, jederzeit bereit zu sein, eine gute Idee fallen zu lassen – für den Fall, dass eine bessere auftaucht.“

Und weiter:

„Wir sind jederzeit bereit, alles über Bord zu werfen, wenn sich etwas Besseres ergibt. Aber im Moment haben wir wirklich gute Ideen, wie das Ganze enden könnte.“

Mit anderen Worten: „Pluribus“ hat einen Plan – aber keinen kreativen Tunnelblick.

Wie viele Staffeln sind geplant?

Offiziell hält sich Gilligan weiterhin bedeckt. In früheren Interviews ließ er jedoch durchblicken, dass er sich mehr als zwei Staffeln durchaus vorstellen kann – allerdings ohne künstliche Verlängerung.

Entscheidend sei vor allem Hauptdarstellerin Rhea Seehorn. Sinngemäß erklärte Gilligan, er mache die Serie auch für sie und wolle, dass sie sich mit dem Projekt langfristig wohlfühlt. Eine grobe Schätzung von etwa vier Staffeln stellte er zwar in den Raum, betonte aber zugleich, dass alles offen sei.

Übrigens: Vince Gilligan kam die Idee zur Serie ganz zufällig, wie er uns hier verriet:

Video Platzhalter
Video: Apple+ / Xcel Production

Ein Ende mit Plan – aber ohne Zwang

Was „Pluribus“ schon jetzt von vielen anderen High-Concept-Serien unterscheidet: Gilligan will kein endloses Rätsel, sondern eine Geschichte mit klarer emotionaler Auflösung erzählen.

Dass er bereits jetzt über das Serienende nachdenkt, bedeutet nicht, dass es bald kommt – sondern dass es nicht zufällig oder überhastet passieren soll. Die Serie soll wachsen dürfen, sich verändern – und am Ende genau dort ankommen, wo sie erzählerisch hingehört.

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