„Zuhause im Glück“ abgesetzt: Dieser Grund steckte hinter dem plötzlichen Aus
Für viele Fans war diese Nachricht ein Schock: Nach 13 Jahren setzte RTL II seine erfolgreiche Sendung „Zuhause im Glück“ ab. Aber warum eigentlich?

13 Jahre lang flimmerte „Zuhause im Glück – Unser Einzug in ein neues Leben“ bei RTL II (heute RTLZWEI) über den Bildschirm und fuhr regelmäßig beachtliche Quoten ein. In 16 Staffeln und 235 Folgen wurden Menschen, die in Not geraten waren, dabei begleitet, wie ihr Zuhause renoviert und wieder zu einem wohnlichen Heim gemacht wurde.
Doch 2019 war damit endgültig Schluss. RTL II hatte bereits im Januar desselben Jahres bestätigt, dass keine weiteren Folgen produziert werden. Die bereits abgedrehten Episoden wurden noch ausgestrahlt, bevor „Zuhause im Glück“ am 12. März 2019 zum letzten Mal mit einer neuen Folge im Fernsehen lief.
Ein Sendersprecher erklärte damals gegenüber „Quotenmeter“: „Der Zuschauer kann sich in diesem Jahr auf die finale Staffel mit neuen Folgen freuen.“ Jedes Format habe einen natürlichen Produktlebenszyklus. Dieser war bei „Zuhause im Glück“ nach fast 14 Jahren offenbar erreicht.
RTL II setzte „Zuhause im Glück“ ab – deshalb war Schluss
Weiter erklärte der damalige RTL-II-Sprecher: „Wir haben uns aus programmstrategischen Gründen gegen eine Fortsetzung entschieden und möchten uns auf die Entwicklung neuer Programmideen konzentrieren.“ Zudem hatte das Format bereits seit einiger Zeit an Reichweite eingebüßt.
Doch auch ein weiteres Problem sorgte damals für Schlagzeilen: das Finanzamt. Wie „DWDL.de“ berichtete, hatten mehrere Familien, deren Häuser im Rahmen von „Zuhause im Glück“ renoviert worden waren, Post vom Finanzamt erhalten. Die durch die Sendung vorgenommenen Renovierungen wurden demnach teilweise als geldwerter Vorteileingestuft, der versteuert werden sollte.
Das stellte die betroffenen Familien teilweise vor hohe finanzielle Forderungen und sorgte rund um die beliebte Renovierungssendung für Diskussionen.
Eva Brenner war über das Ende von „Zuhause im Glück“ traurig
Auch für Eva Brenner, die seit der ersten Folge im Jahr 2005 zu „Zuhause im Glück“ gehörte, bedeutete die Absetzung einen emotionalen Abschied. Gegenüber „DWDL.de“ erklärte die Moderatorin damals: „Natürlich stimmt mich das Ende von 'Zuhause im Glück' sehr traurig – unser Wanderzirkus ist für mich in all den Jahren zu einer zweiten Familie geworden. Wir haben so viel erlebt, durften dabei so vielen Menschen helfen und dafür bin ich von Herzen dankbar. [...] Wir waren fast 14 Jahre in ganz Deutschland auf unzähligen Baustellen unterwegs. Aber jede Reise geht einmal zu Ende. Das ist sehr schade, aber ich kann die Entscheidung des Senders nachvollziehen.“
Seitdem sind keine neuen Folgen von „Zuhause im Glück“ mehr entstanden. Die Sendung bleibt jedoch bis heute eng mit Eva Brenner und ihrem langjährigen Kollegen John Kosmalla verbunden. Über mehr als ein Jahrzehnt half das Team Familien in schwierigen Lebenssituationen und machte die Doku-Soap damit zu einem der bekanntesten Renovierungsformate im deutschen Fernsehen.






