„Dänemark-Krimi: Das Mädchen im Kirchturm“: Lohnt sich der dritte Teil?
Das Erste wiederholt heute „Der Dänemark-Krimi: Das Mädchen im Kirchturm“. Doch lohnt sich der dritte Film der Reihe?

Seit 2021 ermittelt Marlene Morreis als Ida Sörensen im beschaulichen dänischen Ribe. Allzu häufig bekommen Fans die Polizistin allerdings nicht zu sehen: Bislang sind lediglich vier Filme des „Dänemark-Krimis“ erschienen. Nach dem dritten Teil 2024 mussten Zuschauer sogar fast eineinhalb Jahre auf einen neuen Fall warten. Erst im März 2026 ging es mit „Die Tote in den Dünen“ weiter.
Am heutigen Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 20.15 Uhr setzt Das Erste nun noch einmal auf den dritten Film. „Das Mädchen im Kirchturm“ ist parallel beziehungsweise im Anschluss auch in der ARD-Mediathek verfügbar.
„Dänemark-Krimi: Das Mädchen im Kirchturm“: Darum geht es
In der Nacht hört Ida Sörensen Hilferufe aus dem Dom von Ribe. Gemeinsam mit ihrer jungen Kollegin Emma Lorenzen (Zoë Valks) entdeckt sie auf dem Kirchturm eine Frau, die von einem bewaffneten Mann bedroht wird.
Als plötzlich die mächtige Glocke ertönt, eskaliert die Situation. Emma erschießt den Angreifer Finn Eriksson (Elmo Anton Stratz), während die junge Bente Bruun (Franziska Brandmeier) vom Turm in den Tod stürzt.
Für Kommissarin Frieda Olsen (Katharina Heyer) scheint die Sache eindeutig: Die Polizistinnen haben einen sexuellen Übergriff vereitelt, der tragisch endete. Ida fallen jedoch Ungereimtheiten auf. Sie findet heraus, dass Bente als angehende investigative Journalistin bereits vor ihrem Tod bedroht wurde. Gemeinsam mit Magnus Vinter (Nicki von Tempelhoff) sucht sie nach einem verschwundenen Notebook der Toten – und stößt auf eine Geschichte, die deutlich größer ist als der vermeintlich eindeutige Vorfall im Kirchturm.
Lohnt sich „Das Mädchen im Kirchturm“?
Wer beim „Donnerstags-Krimi“ vor allem Wert auf Atmosphäre und eine etwas verwinkeltere Geschichte legt, dürfte mit „Das Mädchen im Kirchturm“ gut bedient sein. Schon der Auftakt hebt den Film vom klassischen Krimi nach dem Schema „Leiche – Ermittlungen – Täter“ ab. Stattdessen beginnt der Fall mitten in einer Extremsituation, deren vermeintlich eindeutiger Ablauf anschließend Stück für Stück infrage gestellt wird.
Auch die damalige Resonanz spricht zumindest dafür, dass der dritte Fall sein Publikum gefunden hat. Bei der TV-Premiere am 10. Oktober 2024 schalteten 5,25 Millionen Zuschauer:innen ein. Der vierte Film konnte diesen Wert 2026 sogar deutlich übertreffen: „Die Tote in den Dünen“ erreichte 6,495 Millionen Menschen und einen Marktanteil von 28,7 Prozent.
Bei IMDb fällt die Bewertung allerdings etwas zurückhaltender aus. „Das Mädchen im Kirchturm“ steht aktuell bei 6,0 von 10 Punkten und ist damit nur durchschnittlich bewertet.
„Dänemark-Krimi“: Teil 5 „Wiederkehr“ ist bereits abgedreht
Und nach der Wiederholung ist für Fans keineswegs Schluss. Nachdem „Die Tote in den Dünen“ im März 2026 als vierter Film ausgestrahlt wurde, steht der fünfte „Dänemark-Krimi“ bereits in den Startlöchern.
Der neue Film trägt derzeit den Arbeitstitel „Wiederkehr“. Die Dreharbeiten fanden vom 28. Juli bis 26. August 2026 in Ribe, Lüneburg und Hamburg statt. Neben Marlene Morreis und Nicki von Tempelhoff ist erneut Katharina Heyer als Kommissarin Frida Olsen dabei. Neu zum Ensemble stößt unter anderem Dirk Borchardt.
Diesmal geht es um Erik Bjerre (Dirk Borchardt), der nach 16 Jahren vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Verurteilt wurde er wegen des Mordes an einer Frau, mit der er eine Affäre hatte – seine Unschuld beteuerte er jedoch stets. Als nach seiner Entlassung erneut eine junge Frau auf dieselbe Weise wie das damalige Opfer vergiftet wird, gerät Erik abermals unter Verdacht.
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