Zu viel Angst? Elon Musk-Doku auf Eis gelegt
Eine über Elon Musk sorgt für Schlagzeilen in Hollywood. Denn laut Insidern liegt der Film auf Eis – obwohl er gerade bei dem Filmfestival in Venedig frenetisch gefeiert wurde ....

Sie dauert fast vier Stunden und zeichnet ein bitterböses Bild von Milliardär Elon Musk (55). Für den Blick hinter die Kulissen bekam die Doku „Musk“ bei den Filmfestspielen in Venedig rund fünf Minuten lang Standing Ovations. Als Regisseur Alex Gibney (72) auf die Bühne kam, riefen die Zuschauer sogar „Danke“. Damit war eigentlich klar: Diese Doku wird ein Erfolg. Eigentlich ...
Musk wütet: ein „verbitterter, alter Mann“
Denn: Die internationalen Rechte an der Doku hatte sich Universal Pictures bereits 2023 gesichert. Dafür soll das Studio laut „Hollywood Reporter“ mehrere Millionen Dollar gezahlt haben. Doch jetzt bekommen die Verantwortlichen kalte Füße – das sagten gleich zwei Insider dem Online-Portal. Danach wurde zwar noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Aber alles sehe danach aus, als ob Universal die internationalen Rechte an den Regisseur zurückgeben würde.
Warum die Studiobosse zittern könnten? Elon Musk, der sogar schon das ZDF abmahnen ließ, droht dem Regisseur bereits mit einer Klage wegen der Doku. Dazu wütete er auf X gegen ihn. Er sei ein „verbitterter, alter Mann“, so Musk. Und die Doku sein ein „Verriss, der sein Ziel verfehlt und die fatale Sünde begeht, vier Stunden zu langweilen.“ Dass Elon Musk nicht begeistert reagiert, ist kein Wunder: In der Doku wird er als größenwahnsinniger Mensch dargestellt, der mit seiner Macht sogar die anstehenden Kongresswahlen im November manipulieren könnte.
In den USA läuft die Doku – sogar früher als geplant
Würde Universal die Doku jetzt international auf den Markt bringen, dann wäre klar, dass das Studio damit auch die Wut von Elon Musk auf sich zieht. Und genau davor fürchten sich die Bosse, heißt es. Denn: Der Tesla-Milliardär ist bestens befreundet mit Brendan Carr, dem Chef der Medienaufsichtsbehörde FCC. Eine FCC-Quelle, die eng mit Carr zusammengearbeitet hat, sagt sogar, er verehre den Tycoon privat. Dazu kommen Musk wieder auferstandenen guten Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump (80).
Für Universal wäre ein Streit mit der Medienaufsichtsbehörde fatal. Denn Universals Mutterfirma Comcast plant aktuell die Auslagerung von NBC Universal. Dabei muss die Behörde dann der Übertragung der Rundfunklizenzen von NBC zustimmen. Doch dieser Plan hat schon jetzt politischen Gegenwind. Ausgerechnet Donald Trump ist sauer auf NBC, weil der Sender vor kurzem seine Rede zur Lage der Nation nicht live übertragen hat. Dazu hatte NBC-Journalistin Kristen Welker bei Trump immer wieder nachgefragt – so deutlich, dass der Präsident sogar ihre „Bestrafung“ einforderte.
Doch auch wenn der internationale Start der Doku noch in den Sternen steht, ist klar: In den USA wird sie laufen. Der US-Verleih Bleeker Street hat sich für den amerikanischen Markt die Rechte gesichert. Und reagiert nach dem Erfolg der Doku in Venedig: Er hat den Start der Doku sogar um eine Woche vorgezogen – auf den 9. Oktober!






