ZDF reagiert drastisch auf Abmahnung von Elon Musk
Elon Musk geht gegen eine Aussage des ZDF vor – jetzt hat der Sender reagiert.

Eigentlich sollte ein Beitrag über die Ausschreitungen in Nordirland informieren. Stattdessen steht nun die Berichterstattung selbst im Fokus. Hintergrund ist eine Aussage in „ZDFheute live“, die Elon Musk nicht akzeptieren will. Über seinen Anwalt ließ der Unternehmer den Sender abmahnen.
Nun hat das ZDF reagiert. Wie in der Mediathek zu sehen ist, wurde die ursprüngliche Anmoderation des Beitrags nachträglich gekürzt. Zuschauer werden dort inzwischen mit dem Hinweis informiert, dass die Änderung „aus rechtlichen Gründen“ vorgenommen wurde.
Streit um Formulierung in ZDF-Sendung
Auslöser der Auseinandersetzung war eine Sendung vom 12. Juni. Darin wurde im Zusammenhang mit den gewalttätigen Protesten in Belfast erklärt, ein „rassistischer Mob“ habe Jagd auf Migranten gemacht. Zudem hieß es, zu den Aktionen hätten ein britischer Rechtsextremist und Elon Musk aufgerufen.
Genau gegen diese Darstellung wehrt sich der Unternehmer nun. Über seinen Anwalt Joachim Steinhöfel soll er eine Unterlassungserklärung gefordert haben. Die Kritik richtete sich insbesondere gegen den Eindruck, Musk habe unmittelbar zu den späteren Ausschreitungen aufgerufen.
Bereits kurz nach der Ausstrahlung war die Formulierung in der ZDF-Sendung auch öffentlich diskutiert worden. Das ZDF räumte damals bereits ein, dass die Aussage „unpräzise“ gewesen sei. Eine weitergehende Änderung blieb zunächst jedoch aus.
Was hat Elon Musk mit Protesten in Belfast zu tun?
Die Ereignisse in Nordirland gehen auf einen Messerangriff zurück, der Anfang Juni für große Empörung sorgte. In den Tagen danach kam es in Belfast und anderen Orten zu ausländerfeindlichen Protesten und Ausschreitungen. In diesem Zusammenhang hatte Musk auf der Plattform X einen Beitrag des Rechtsextremisten Tommy Robinson geteilt.
Robinson hatte zu Protesten aufgerufen. Musk kommentierte den Beitrag mit den Worten, dass sich nur durch wiederholte und laute Proteste etwas ändern werde. Ob die nun vorgenommene Kürzung des Beitrags in der ZDF-Mediathek die juristische Auseinandersetzung beendet, ist derzeit offen. Fest steht jedoch: Der Fall sorgt weit über die eigentliche Berichterstattung hinaus für Aufmerksamkeit – und wirft erneut Fragen über die Grenzen journalistischer Formulierungen auf.
Quellen
ZDF Mediathek






