ZDF-Entscheidung nach Laura Dahlmeiers Tod: Wer jetzt ihre Rolle übernimmt
Nach dem tragischen Tod von Laura Dahlmeier steht fest: Das ZDF verzichtet auf eine Nachfolgerin. Stattdessen übernimmt Denise Herrmann-Wick künftig allein die Biathlon-Analysen.

Der Verlust von Laura Dahlmeier hat nicht nur die Wintersportwelt tief getroffen, sondern auch eine große Lücke in der ZDF-Berichterstattung hinterlassen. Wochen nach dem tragischen Bergunfall steht nun fest, wie es weitergeht: Das ZDF wird Dahlmeiers Platz nicht neu besetzen. Die bisherige Co-Expertin Denise Herrmann-Wick wird künftig allein die Rolle der Biathlon-Expertin übernehmen.
Kein Ersatz für eine Ausnahmesportlerin
Seit 2019 stand Laura Dahlmeier für das ZDF als Biathlon-Expertin vor der Kamera, authentisch, kompetent und immer nah an den Athlet:innen.
Ihr plötzlicher Tod im Juli 2025 beim Bergsteigen am Laila Peak in Pakistan erschütterte Fans und Kolleg:innen gleichermaßen. Beim Abstieg wurde die 31-Jährige von einem Steinschlag getroffen, zwei Tage später bestätigte ihr Management den Tod offiziell. ZDF-Sportchef Yorck Polus würdigte sie als außergewöhnliche Persönlichkeit: „Laura Dahlmeier war eine Ausnahmeathletin, die dem Publikum den Biathlonsport kenntnisreich und authentisch nahegebracht hat.“
Eine Nachfolgerin soll es laut Sender nicht geben – auch aus Respekt vor Dahlmeiers Vermächtnis.
Denise Herrmann-Wick übernimmt allein
Künftig wird Denise Herrmann-Wick die Biathlon-Analysen beim ZDF im Alleingang übernehmen. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin hatte sich die Expertinnenrolle bisher mit Dahlmeier geteilt und ist dem Publikum bereits bestens bekannt.
Für Herrmann-Wick beginnt damit eine intensive Zeit – beruflich wie privat. Erst Ende August brachte sie ihr zweites Kind, Sohn Arvid, zur Welt. Ihre Tochter Jonna wurde im Frühjahr 2024 geboren. Trotz der doppelten Mama-Rolle blickt sie voller Motivation auf die kommende Wintersaison: Sie möchte die Rennen künftig mit „klarem Blick und ehrlicher Einschätzung“ begleiten.
Dass Herrmann-Wick nun allein Verantwortung trägt, empfindet sie als ehrenvolle, aber herausfordernde Aufgabe. Schließlich tritt sie in die Fußstapfen einer Kollegin, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Eindruck hinterlassen hat.
Bewährtes ZDF-Team für die Olympia-Saison
Während Dahlmeiers Platz unbesetzt bleibt, setzt das ZDF in der Wintersport-Berichterstattung auf Kontinuität. Sven Fischer bleibt weiterhin Co-Kommentator beim Biathlon, Volker Grube führt durch die Rennen. Im Ski-alpinen Bereich bleibt Marco Büchel an Bord, beim Skispringen analysiert weiterhin Severin Freund.
Die Moderation der langen Wintersport-Nachmittage übernehmen wie gewohnt Katrin Müller-Hohenstein und Katja Streso im Wechsel aus dem Mainzer Studio. Das eingespielte Team soll den Zuschauerinnen durch eine emotionale und kompetente Berichterstattung führen.
Die Wintersaison startet früh: Am 25. und 26. Oktober fällt in Sölden der Auftakt des Ski-Weltcups, gefolgt vom Biathlon-Weltcup in Östersund ab dem 29. November. Der Höhepunkt steht bereits fest – die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, die das ZDF gemeinsam mit der ARD übertragen wird.
Quellen
ZDF







