WM 2026: Paukenschlag - ARD & ZDF zeigen 44 Spiele nicht live!
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird anders, als viele Fans es gewohnt sind: Nicht alle Spiele laufen im Free-TV bei ARD und ZDF! Stattdessen sicherte sich die Telekom ein Mega-Paket – und gibt nur einen Teil der Übertragungen an die öffentlich-rechtlichen Sender weiter.

Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist groß – doch nun sorgt ein überraschender TV-Deal für Aufsehen. ARD und ZDF werden nicht alle Spiele live zeigen, obwohl sie traditionell als „Heimat“ großer Turniere gelten. Stattdessen hält die Deutsche Telekom die kompletten Rechte und verteilt nur einen Teil davon weiter.
Die Telekom hat alle Rechte – ARD & ZDF zeigen nur 60 Spiele
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und die „Bild“ berichten, haben die beiden öffentlich-rechtlichen Sender mit der Telekom ein Sublizenzierungs-Abkommen geschlossen. Die Telekom hatte sich zuvor bei der FIFA die Rechte für die Männer-WM 2026 und die Frauen-WM 2027 gesichert – ein Milliardenpaket, das alle 104 Spiele des Turniers umfasst.
Im Gegenzug zu einem Rechte-Tausch rund um die Europameisterschaft 2028 erhielten ARD und ZDF 60 WM-Spiele. Damit bleiben 44 Partien exklusiv bei MagentaTV, dem kostenpflichtigen Streamingdienst der Telekom. Wer also wirklich jedes Match sehen will, kommt an einem Abo nicht vorbei.
Dass sich ARD und ZDF bislang nicht öffentlich zu den Details äußern, heizt die Spekulationen zusätzlich an. Fest steht aber: Für Fans bedeutet der Deal einen klaren Bruch mit der bisherigen TV-Gewohnheit – zum ersten Mal in der WM-Geschichte sind fast die Hälfte der Spiele nicht frei empfangbar.
Gesetz sichert wichtige Spiele im Free-TV
Ganz leer gehen die Zuschauerinnen und Zuschauer aber nicht aus. Laut Medienstaatsvertrag müssen bestimmte Spiele weiterhin frei zugänglich im Fernsehen gezeigt werden. Dazu gehören:
Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft (sofern sie sich qualifiziert)
Das Eröffnungsspiel
Beide Halbfinale
Das Finale
Diese Partien gelten als „Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ und müssen laut Gesetz für alle verfügbar bleiben. Die Telekom hatte bereits beim Vertragsabschluss mit der FIFA zugesagt, „eine große Anzahl von Spielen an einen frei empfangbaren Fernsehsender mit bundesweiter Reichweite zu sublizenzieren“. Damit war früh klar: Ein Teil der WM wird bei ARD und ZDF laufen – aber längst nicht alles.
So kam es zu dem Mega-Tauschgeschäft
Hinter dem Deal steckt ein komplexes Rechte-Geschacher. Die Telekom hatte von der FIFA ein umfangreiches Rechtepaket für vier Turniere erhalten – darunter auch die Frauen-WM 2027. Im Gegenzug tauschte man mit ARD und ZDF TV-Rechte an der kommenden Europameisterschaft 2028, die ebenfalls bei MagentaTV zu sehen sein wird.
Für die Telekom ist der Schritt strategisch clever: Das Unternehmen baut MagentaTV gezielt als Premium-Sportplattform aus und profitiert davon, dass viele Fans künftig zusätzlich bezahlen müssen, um alle Spiele zu sehen.
Steht Deutschland überhaupt bei der WM auf dem Platz?
Ob die DFB-Elf bei der WM 2026 überhaupt dabei sein wird, steht noch nicht fest. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann war mit einer 0:2-Niederlage gegen die Slowakei in die Qualifikation gestartet. Mit einem 3:1-Erfolg gegen Nordirland konnte der Rückstand immerhin etwas verkürzt werden.
Am Freitagabend trifft Deutschland in Sinsheim auf Luxemburg (20:45 Uhr, ARD) – ein Pflichtsieg, wenn man die Chancen auf ein WM-Ticket wahren will.







