„WWE UnReal“ Staffel 4: Geht die Wrestling-Doku auf Netflix weiter?
Staffel 3 lieferte emotionale Höhepunkte und beispiellosen Zugang hinter die Kulissen – aber wie geht es weiter?

Mit Staffel 3 hat „WWE UnReal“ auf Netflix nach Einschätzung der Macher ihren bislang stärksten Jahrgang abgeliefert. Michael Flynn, Executive Producer bei Omaha Productions, dem von NFL-Legende Peyton Manning gegründeten Produktionsunternehmen, blickt im Interview auf die Entstehung der Serie zurück – und gibt erste Hinweise darauf, was eine mögliche vierte Staffel bedeuten könnte.
CM Punk und AJ Lee offen wie nie
Eines der emotionalsten Kapitel der dritten Staffel dreht sich um CM Punk und seine Frau AJ Lee, die den Tod ihres Hundes Larry vor der Kamera verarbeiten. Flynn zeigt sich noch immer beeindruckt: „Sie sind beide unglaublich. Punk war einer unserer Hauptcharaktere – wenn nicht sogar unser Hauptcharakter – seit Staffel eins.“
AJ Lees Comeback war für das Produktionsteam eine Überraschung: „Sie war jemand, von dem wir nicht wussten, dass sie zurückkommen würde, und den wir uns nie als zurückkommend vorgestellt hätten.“ Besonders bewegend fand Flynn ihre Reflexion über die Entwicklung des Frauenwrestlings: „Sie hat diese tolle Zeile, in der sie erwähnt, dass die Veränderung, für die man kämpft, nicht etwas ist, von dem man erwartet, es selbst zu erleben.“ Zehn Jahre später kehrt sie zurück und sieht, was aus dem Weg geworden ist, den sie mitgepflastert hat. „Sie nennt es einen ‚Badass-Moment'„, so Flynn.
Keine verschlossenen Türen
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Serie ist der uneingeschränkte Zugang, den WWE dem Produktionsteam gewährt. „Sie haben uns überall reingelassen. Wir sind ständig im Writers' Room. Wir sind bei all ihren Veranstaltungen hinter der Bühne. Wir sind außerhalb des Rings und abseits des Geschäfts mit ihren Superstars. Es war unglaublich.“ Dass dabei auch unvorhergesehene Momente eingefangen werden – wie die Schulterverletzung von Seth Rollins –, gehört zur DNA der Produktion.
John Cenas Abschied
Ein weiterer Schwerpunkt der dritten Staffel ist John Cenas Abschiedstour, die mit seiner Niederlage gegen Gunther beim Saturday Night's Main Event endet. Flynn war beeindruckt von Cenas Offenheit: „Er ist so aufrichtig. Er war so gründlich darin, jeden einzelnen Teil seiner Abschiedstour Schritt für Schritt durchzusprechen und zuzugeben, dass einige Dinge vielleicht nicht wie geplant gelaufen sind.“
Ursprünglich für 45 Minuten eingeplant, saß Cena am Ende 90 Minuten vor der Kamera. Omaha-Gründer Peyton Manning ließ ihm ein Dankesvideo zum Abschluss zukommen – Cena revanchierte sich nicht nur mit einer herzlichen Nachricht, sondern bewarb den Trailer der Staffel auch ungefragt auf seinen eigenen Kanälen. „Er ist der Beste“, so Flynn schlicht.
Staffel 4 Noch nicht bestätigt
Eine vierte Staffel ist bislang nicht offiziell angekündigt. Flynn selbst gibt zu: „Ich kann nichts für Staffel 4 bestätigen. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es liegt nicht in meiner Macht, das zu tun.“ Hypothetisch fügt er hinzu, dass Cody Rhodes in einer möglichen Fortsetzung nicht fehlen dürfte: „Ich weiß nicht, wie man die Geschichte der WWE ohne Cody Rhodes erzählen kann.“
Sollte Staffel 4 grünes Licht bekommen, würde sie dem bisherigen Muster der Serie folgend voraussichtlich im Januar 2027 bei Netflix erscheinen.










