Wunderdressing aus Nerdlen nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem italienischen Salat-Topper
Die Löwen müssen dank eines Wunderdressings heute nicht in der Höhle hungern – doch sorgen die Appetizer auch für Hunger auf Deals oder geht Gründer Stefano Suich leer aus?

Nachdem die Unternehmer in „Die Höhle der Löwen“ bereits Trinkflaschen begutachten durften, bleibt es bei den Investoren flüssig. Aber liegt das primär an dem angepriesenen Wunderdressing oder fließen am Ende des Tages bei Gründer Stefano Suich einige Tränen, weil niemand zuschlagen möchte?
Braucht es wirklich noch ein weiteres Dressing auf dem Markt?
Prinzipiell kennt sich der 63-jährige Stefano Suich auf dem Lebensmittelmarkt aus. Seit 2012 vertreibt er in seinem Online-Shop verschiedenste Öle und Essige. Sein nächstes Ziel ist es aber, sein Wunderdressing auf den Markt zu bringen – und das im stationären Handel.
Den Löwen bietet er somit fünf verschiedene Dressing-Sorten für verschiedenste Zwecke an: von Gin-Tonic-Geschmack über Dattel-Feige mit Rosmarin-Öl bis hin zu Dressing für Desserts in Form von Himbeeren mit Basilikum-Öl. Hierbei hält er sich an ein Mischverhältnis von 70 Prozent Essig zu 30 Prozent Öl.
Der Kerngedanke der Produktlinie ist es, nützlich und schnell zu sein – vor allem für die Leute, die nicht unbedingt die Zeit mitbringen, um zu Hause selbst Dressing für Salat, Fleisch, Gemüse oder Desserts anzurichten. „Schütteln, würzen und genießen“, so Suichs Devise.
Und um die olfaktorische Finesse seiner Produktbandbreite zu testen, bietet er den Löwen einige Kostproben an – serviert von Johann Lafer und Carsten Maschmeyer.
Die Löwen sind begeistert – aber alle steigen aus
Die Begeisterung der Löwen ist zwar vorhanden, aber viel eher für die positive Ausstrahlung des Gründers Suich. Ein großes Problem ist für alle die Bewertung von 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile, aber Judith Williams ordnet auch ein, dass Einkaufspreis und Verkaufspreis problematisch sind.
Nachdem bereits Frank Thelen und Dagmar Wöhrl ausgestiegen sind, steigt auch Ralf Dümmel aufgrund fehlerhafter Entscheidungen der Vergangenheit aus. Johann Lafer, der kurzzeitig den Raum verlassen hat, dauert das Taktieren der Löwen zu lange, weshalb er Maschmeyer und Williams zu einer Entscheidung drängt. Judith Williams muss sowohl dem Gründer als auch dem TV-Koch erklären, dass sie das Produkt schlecht im Teleshopping platzieren kann, da die Gewinnmarge zwischen dem Einkaufspreis von 2,99 Euro und dem Verkaufspreis von 6,90 bis 8,90 Euro zu niedrig wäre.
Zuletzt bleibt Maschmeyer übrig, der nicht einmal übers Verhandeln nachdenkt, sondern auf seinen gefüllten Bauch hört und sich entscheidet, auszusteigen.
Kann man das Wunderdressing trotzdem kaufen?
Judith Williams' Rat scheint zu Stefano Suich durchgedrungen zu sein, denn in seinem Online-Shop kann man das Wunderdressing mittlerweile in allen fünf Sorten jeweils für 9,95 Euro erwerben – ganze drei Euro mehr, als Suich anfangs spekuliert hatte.
Hierbei handelt es sich aber wohlgemerkt um einen Einführungspreis. Laut Banner der Website sollen die Produkte ab dem 1. Oktober wieder 10,95 Euro kosten. Auf anderen Online-Plattformen wie Amazon ist Stefano Suichs Wunderdressing noch nicht erhältlich.






