plümoBaum nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Bettwäsche-Trockner fürs Schlafzimmer
Der Schlaferlebnis-Aufwerter plümoBaum sorgt bei den Löwen für viele Fragen – etliche der negativen Natur. Kommt trotzdem ein Deal zustande?

Wenn Junglöwe Johannes Kliesch ein Produkt mit den Worten „Ihr werdet weiter Geld verbrennen“ abstempelt, dann weiß man, dass die Stimmung in „Die Höhle der Löwen“ eher angespannt ist. Und dabei haben die Gründer Benjamin Koch und Yavuz Akbas mit dem plümoBaum ein Produkt mitgebracht, das für Entspannung und Ruhe sorgen soll. Doch die Löwen sind nicht unbedingt begeistert …
Was ist der plümoBaum?
Koch und Akbas zeigen den Löwen ein Gerät, welches ungefähr so groß wie ein Stromkasten ist. Wenn man es öffnet, kann man zwei Teleskopstangen ausfahren, die vor allem eine Funktion haben: Sie sollen die Bettwäsche nach dem Schlafen trocknen und somit vor Hausstaubmilben und Bakterien schützen. Diese sorgen unter anderem dafür, dass mehr als ein Drittel der Deutschen an Schlafproblemen leidet.
In den Teleskopstangen sind Luftkanäle verbaut, die dem Trocknungsprozess dienen. Darüber hinaus kann man aber auch eine Aromafunktion einstellen, die die Bettwäsche mit ätherischen Ölen bestäubt. Als alternative Dreingabe bekommt man noch die plümoSounds, welche das Schlaferlebnis mit den richtigen Klängen aufwerten sollen.
Man möchte das Produkt nicht nur für Privathaushalte anbieten, sondern sieht auch großes Potenzial in der Hotelbranche oder im Wellnessbereich. Doch wo lassen sich derartig ambitionierte Ideen preislich verorten?
Der plümoBaum in Zahlen
Koch und Akbas wollen von den Löwen 200.000 Euro für 17,5 % Firmenanteile. Sie haben bereits 250.000 Euro selbst in das Produkt gesteckt – und das, obwohl der plümoBaum noch nicht auf dem Markt ist und es keine Vorbestellungen gibt.
Für das Produkt selbst ist zum Zeitpunkt der Ausstrahlung eine UVP von 499 Euro angesetzt. Im Einkauf kostet der plümoBaum mit einem Preis von 200 Euro knapp 300 Euro weniger. Aber diese Informationen sind vielen der Löwen zu diesem Zeitpunkt schon egal, da sie bereits ausgestiegen sind – allen voran Frank Thelen.
Frank Thelen ist entsetzt: Kein Löwe steigt ein
Selten gibt es Produkte bei „Die Höhle der Löwen“, bei denen die Probleme für die Löwen derartig vielfältig sind. Während Ralf Dümmel die Fabrikation selbst kritisiert, da diese zu laut sei, hält Frank Thelen es deutlich einfacher: „Ich glaube das Ding ist ein kompletter Fail.“ Er steigt als Erster der Löwen aus.
Carsten Maschmeyer stellt ebenso wie Kollege Dümmel die Fabrikation infrage. Er zweifelt an, dass die Luftkanäle wirklich dafür sorgen würden, dass die Wäsche gleichmäßig trockne. Viel schlimmer findet er aber Design und Namen. „Ein Baum ist das überhaupt nicht. Das ist ein halber Kran, der das Schlafzimmer verunstaltet“, so der Löwe.
Judith Williams ertrinkt wenig später in einem Fragenmeer, da jede Antwort seitens Koch und Akbas nur weitere Fragen aufwirft. Junglöwe Johannes Kliesch hat hingegen nur eine Warnung für das Unternehmer-Duo: „Ihr werdet weiter Geld verbrennen. Damit werdet ihr keinen Erfolg haben.“
Am Ende bleibt nur Ralf Dümmel übrig, der dem plümoBaum aber ebenso skeptisch gegenübersteht. Er sieht zwar den Mehrwert für die Hotellerie, aber da dies nicht sein Themengebiet ist, steigt auch er aus.
Wie steht es heute um den plümoBaum?
Die Unternehmer halten weiterhin an ihrem Traum vom plümoBaum fest, mussten aber scheinbar einige Kompromisse eingehen. Zwar gibt es nun endlich einen Online-Shop, um das Produkt zu erwerben, aber man kann es zurzeit nur dort kaufen und den in der Show angepriesenen Preis hat es auch nicht. Mittlerweile ist man bei 699 Euro für einen plümoBaum in einer der fünf Farbvariationen angekommen.
Die plümoSounds liegen bei 99 Euro (in denselben fünf Variationen verfügbar). Die ätherischen Öle bekommt man in drei Duftrichtungen für 10,95 Euro je Stück oder im Bundle für 27,99 Euro.
Ob der plümoBaum von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten – aber bei der desaströsen TV-Präsentation kann man einen potenziellen Erfolg zumindest infrage stellen.






