Kult-Comeback?

Unter Stefan Raabs Leitung: Kultsendung „Schillerstraße“ soll zurückkehren

15 Jahre nach dem Aus bei Sat.1 gibt es neue Hoffnung für Fans der Impro-Show „Schillerstraße“. Hinter den Kulissen wird offenbar bereits an einer Rückkehr gearbeitet.

Stefan Raab lächelt im Fernsehstudio in die Kamera.
Wird Stefan Raab die „Schillerstraße“ wiederbeleben? Foto: Foto: RTL / Raab Entertainment / Julia Feldhagen

Sie gilt als eine der prägendsten Comedy-Shows der 2000er: Die „Schillerstraße“ begeisterte mit Impro-Theater, prominenten Gästen und Kultstatus. Nun deutet vieles darauf hin, dass das Format ein überraschendes Comeback feiern könnte – mit prominenter Unterstützung aus Köln.

Raab Entertainment arbeitet an Neuauflage von „Schillerstraße“

Nach Informationen des Medienmagazins „DWDL“ entwickelt Stefan Raabs Produktionsfirma „Raab Entertainment“ derzeit eine Neuauflage der „Schillerstraße“. Ob Raab plant, beim geplanten Comeback der Kult-Show selbst vor der Kamera zu stehen, bleibt noch abzuwarten. Zumal in letzter Zeit die Frage immer lauter wird, ob die Zeit von Altstar Stefan Raab im TV nicht längst vorbei sei.

Brisant: Die neue „Schillerstraße“ sei jedoch weder für RTL noch für Sat.1 geplant sein. Auch Stefan Raab ist demnach nicht als Gastgeber vorgesehen. Raabs Geschäftspartner Daniel Rosemann betonte zuletzt, man sei „offen für alle“ Partner – ein Hinweis darauf, dass ein anderer Sender oder sogar ein Streamingdienst im Rennen sein könnte.

Wortmarken gesichert – Fans dürfen hoffen

Ein deutliches Zeichen für konkrete Planungen: „Raab Entertainment“ hat sich in den vergangenen Wochen bereits mehrere Wortmarken rund um den Titel gesichert, darunter auch Varianten wie „Schillerstraße Reloaded“. Offizielle Details zu Cast, Sender oder Starttermin gibt es zwar noch nicht – doch allein dieser Schritt befeuert die Comeback-Gerüchte enorm.

Für Fans von Impro-Comedy heißt das: Hoffnung ist erlaubt. Nach mehreren gescheiterten Versuchen anderer Sender, das Erfolgsrezept zu kopieren, könnte nun ausgerechnet das Original in neuem Gewand zurückkehren – mit dem Know-how eines der erfolgreichsten TV-Macher Deutschlands im Rücken. Derweil läuft es in der eigenen Sendung aber nicht so optimal. Die „Stefan Raab Show“ wurde wegen schlechter Quoten zuletzt ins Nachtprogramm verbannt.

Darum war die „Schillerstraße“ TV-Geschichte

Die „Schillerstraße“ startete 2004 bei Sat.1 und löste einen regelrechten Impro-Boom im deutschen Fernsehen aus. Das Konzept: Prominente spielten vor Live-Publikum Impro-Theater, gesteuert über Anweisungen per Knopf im Ohr. Die Mischung aus Chaos, Spontanität und Witz traf den Nerv der Zeit.#

Mit Preisen wie dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Comedypreis, der Romy und der Rose d’Or schrieb das Format TV-Geschichte. Ob die „Schillerstraße“ diesen Zauber 15 Jahre später erneut entfalten kann, bleibt abzuwarten – doch allein die Aussicht auf ein Comeback sorgt schon jetzt für große Aufmerksamkeit.

Quellen