Ist die Zeit von Mario Barth & Stefan Raab vorbei? Junge Frauen laufen beiden den Rang ab
Altstars unter Druck: Während Mario Barth und Stefan Raab bei RTL Quoten verlieren, sichern sich Formate mit jungen Frauen in der Hauptrolle immer öfter die besseren Plätze.

Die Kombination aus Mario Barth zur Primetime und Stefan Raab am späten Abend hätte RTL vor ein paar Jahren sicher noch Traumquoten beschert.
Doch diese Zeiten sind wohl endgültig vorbei: Beide Shows blieben deutlich unter den (eh schon geringen) Erwartungen und mussten sich nicht nur Spielfilmen, sondern auch Formaten mit starken Frauen-Marken geschlagen geben.
Mario Barth scheitert in der Primetime

Um 20:15 Uhr setzte RTL auf „Mario Barth präsentiert: Die größten Stars der Comedy“. Trotz neuer Folge schalteten nur 950.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ein, darunter 180.000 Personen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. In der werberelevanten Zielgruppe reichte das lediglich für einen Marktanteil von 4,2 Prozent – ein Wert, bei dem RTL gegen Olympia-Übertragungen und „Germany’s next Topmodel“ klar verlor.
Damit lag die Show nur knapp vor einer Wiederholung des „1% Quiz“ in Sat.1, das auf 3,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kam. Für einen etablierten Namen wie Mario Barth ist das ein deutliches Zeichen, dass die frühere Strahlkraft nicht mehr selbstverständlich ist.
Stefan Raab rutscht auf den späten Abend
Noch schlechter lief es im Anschluss für die „Stefan Raab Show“. Nach zwei Wochen im „Windschatten“ des Dschungelcamps läuft das Format nun eigenständig – und nicht mehr in der Primetime, sondern erst ab 22:45 Uhr.
Auf dem neuen Sendeplatz kam die Show nur auf 370.000 Zuschauerinnen und Zuschauer insgesamt. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 4,1 Prozent – ebenfalls ein Tiefstwert. Damit lag Raab nicht nur hinter anderen Privatsendern, sondern sogar hinter mehreren Konkurrenzformaten mit deutlich kleinerem Budget.
Vox, RTLzwei & Kabel Eins ziehen vorbei
Während RTL mit seinen großen Comedy-Namen schwächelte, präsentierten sich andere Sender deutlich stärker. Vox punktete mit einem Spielfilm-Doppelpack aus „Illuminati“ und „Unstoppable – Außer Kontrolle“, die Marktanteile von 6,8 und 7,6 Prozent erzielten.
Parallel dazu überzeugten die Dokusoaps bei RTLzwei und Kabel Eins: „Reeperbahn privat“ meldete sich mit 5,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zurück, „Achtung Abzocke“ erreichte 5,4 Prozent – beide Formate lagen damit klar über ihren jeweiligen Senderschnitten. Auffällig: Viele dieser Formate setzen stark auf Alltagsnähe und häufig auch auf Frauen als zentrale Identifikationsfiguren, ob als Protagonistinnen, Erzählerinnen oder Gastgeberinnen.
„Germany’s next Topmodel“ bleibt stabiles Zugpferd
Mit Abstand stärkster Privatsender in der Primetime war ProSieben. „Germany’s next Topmodel“ kam auf einen Marktanteil von 12,8 Prozent in der Zielgruppe – deutlich weniger als frühere Bestwerte, aber immer noch klar über den Ergebnissen der Comedyshows bei RTL.
Insgesamt verfolgten 1,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Modelshow, die damit ihre Reichweite im Vergleich zum Vorabend leicht steigern konnte.
Direkt im Anschluss brach zwar die Wiederholung der Sendung auf 180.000 Personen und 2,7 Prozent Marktanteil ein, doch das ändert nichts daran, dass Heidi Klum und ihr Format in der Primetime deutlich vor Barth und Raab lagen.










