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„Unchosen“ auf Netflix: Basiert der Psychothriller auf einer wahren Geschichte?

„Unchosen“ gehört zu diesen Serien, die ihr Publikum gleichzeitig verstören und fesseln – und sich damit mühelos an die Spitze der Netflix-Charts katapultieren. Doch wie viel Realität steckt wirklich hinter der Geschichte?

Sam hält seine Hand vor Rosies Mund und packt ihren Arm
„Unchosen“ ist am 21. April bei Netflix erschienen. Foto: Justin Downing / Netflix

Das neue Sekten-Drama „Unchosen“ von Netflix erzählt die Geschichte von Rosie (Molly Windsor), einer jungen Mutter, die in die Welt eines mysteriösen, aber charismatischen Außenseiters namens Sam (Fra Fee) gerät, nachdem dieser ihre Tochter Grace (Olivia Pickering) vor dem Ertrinken rettet.

Doch basiert die Serie auf einer wahren Geschichte – oder ist alles frei erfunden?

Basiert „Unchosen“ auf einer wahren Geschichte?

Ja und nein.

Zwar sind die Sekte und die Figuren der Serie vollständig fiktiv, doch Autorin Julie Gearey ließ sich von echten Erlebnissen ehemaliger Sektenmitglieder inspirieren. Sie suchte gezielt den Kontakt zu Menschen, die es geschafft hatten, religiöse Gemeinschaften zu verlassen, und fand sie über Online-Foren und soziale Medien. „Es war uns wichtig, ihnen zu versichern, dass sie von Zuschauern niemals erkannt würden und dass wir ihre emotionalen Erfahrungen so respektvoll und wahrheitsgetreu wie möglich darstellen würden“, erklärt Gearey gegenüber Netflix.

So beruhen Adams Schwierigkeiten, seine Sexualität mit seinem Glauben zu vereinbaren, ebenfalls auf realen Berichten. „Mehrere der Menschen, mit denen wir gesprochen haben, hatten genau damit zu kämpfen. Diese Geschichte kam immer wieder vor: Wenn du nicht heterosexuell bist, gibt es keinen Platz für dich.“

Ein weiteres realistisches Detail ist die erschütternde Szene, in der Sektenmitglieder große Mengen Alkohol einsetzen, um Isaac (Aston McAuley) dafür zu bestrafen, dass er ein Handy besitzt.

„Wir haben mit Menschen gesprochen, die aus einer bestimmten Gruppe geflohen sind, in der Alkohol genutzt wurde, um Menschen gefügig zu machen“, so die Britin. „Tatsächlich ist Alkoholismus in vielen dieser Gruppen ein echtes Problem – vermutlich, weil die Menschen unglücklich sind und trinken, um dieses Gefühl zu unterdrücken. Uns interessierte der Kontrast: Alkohol als soziales Mittel, aber auch als Werkzeug für Zwang, Manipulation und Kontrolle.“

Für die Gestaltung der Figur Adam orientierte sich Adam-Darsteller Asa Butterfield („Sex Education“) an einer BBC-Dokumentation aus dem Jahr 2020 über das Leben in einer radikalen christlichen Bewegung. Besonders ein Mitglied fiel ihm auf, das sich steif und fast mechanisch bewegt: „Selbst beim Treppensteigen ging er Stufe für Stufe, als hätte er Angst zu fallen. Das fand ich spannend und habe es auf Adam übertragen – eine Figur, die ein Geheimnis in sich trägt, diesen inneren Stachel der Unwahrheit.“

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Quellen