„Ein Stich ins Herz“

Trauriges „Notruf Hafenkante“-Aus: ZDF reagiert auf Kritik

Häufiger verabschieden sich Stars aus ZDF-Serien, doch der neuste „Notruf Hafenkante“-Ausstieg erfolgt alles andere als freiwillig.

Der Polizist Mattes Seeler steht mit dem Handy vor dem Anmeldetresen eines Krankenhauses. Frauke Prinz steht dahinter.
Frauke Prinz gehört vielleicht nicht zu den wichtigsten Hauptfiguren der Serie, macht die Welt von „Notruf Hafenkante“ aber doch lebendig. Foto: © ZDF/Boris Laewen

Für Fans von Notruf Hafenkante kam die Nachricht überraschend und für viele auch enttäuschend: Manuela Wisbeck steigt aus der ZDF-Serie aus. Nach 16 Jahren als Frauke Prinz endet damit ein prägender Abschnitt der Krimireihe, auch wenn die Schauspielerin noch eine Weile in neuen Folgen zu sehen sein wird.

Schock für Manuela Wisbeck

Besonders hart trifft Wisbeck offenbar, dass der Abschied nicht von ihr selbst ausging. In einem Instagram-Video schilderte sie, dass sie von der Produktion telefonisch über das Aus informiert worden sei. Nach ihren Angaben sei ihr mitgeteilt worden, dass die Rolle aus ökonomischen Gründen als auserzählt gelte und Frauke Prinz deshalb gestrichen werde.

Die Schauspielerin machte in ihrem Statement deutlich, wie sehr sie die Nachricht getroffen hat. Sie sprach von einem Schock und einem „Stich ins Herz“. Für viele ihrer Fans dürfte gerade diese offene Reaktion zeigen, wie eng Wisbeck mit ihrer Rolle verbunden war.

Rolle bleibt noch bis 2026 zu sehen

Ganz unmittelbar müssen sich die Zuschauer allerdings nicht verabschieden. Wegen der langen Vorproduktionszeit wird Frauke Prinz noch bis Juli 2026 in der Serie zu sehen sein. Das erklärte Wisbeck selbst in ihrem Beitrag und sorgte damit zumindest für etwas zeitliche Distanz zwischen der Nachricht und dem tatsächlichen Serienausstieg.

Für die Handlung bedeutet das dennoch das Ende einer festen Figur. Einen Ersatz für Frauke Prinz wird es nicht geben. Wie die Figur die Serie verlassen wird, lässt das ZDF bislang offen.

Fans reagieren empört

Unter Wisbecks Video sammelten sich schnell zahlreiche Reaktionen. Viele Fans zeigten sich betroffen und kritisierten vor allem die Art, wie die Entscheidung kommuniziert worden sein soll. Besonders der Anruf nach 16 Jahren sorgte für Unverständnis und wurde von vielen als wenig wertschätzend empfunden.

Gleichzeitig erhielt die Schauspielerin viel Zuspruch für ihre offene Reaktion. Zahlreiche Kommentare machten deutlich, dass Frauke Prinz für viele längst untrennbar mit dem EKH verbunden ist.

Inzwischen hat auch das ZDF auf die Kritik reagiert und die Entscheidung anders begründet als die Schauspielerin. Von wirtschaftlichen Gründen ist in dem Statement des Senders keine Rede. Stattdessen heißt es, dass es manchmal nötig sei, sich von vertrauten Figuren zu trennen, um einer Serie neue erzählerische Impulse zu geben und sie zeitgemäß weiterzuentwickeln.

Damit stellt der Sender den Abschied als kreative Entscheidung dar. Für viele Zuschauer ändert das jedoch wenig an der emotionalen Wirkung, die der Ausstieg einer langjährigen Figur wie Frauke Prinz hat. Gerade bei einer Serie, die von Kontinuität und vertrauten Gesichtern lebt, fällt ein solcher Schnitt besonders auf.

Quellen

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