„Als würdest du zu deiner eigenen Hinrichtung laufen“: Manuela Wisbeck packt über „Notruf Hafenkante”-Rauswurf aus
Nach 16 Jahren endet für Manuela Wisbeck das Kapitel „Notruf Hafenkante“ völlig überraschend. Im Interview spricht die Schauspielerin jetzt offen über ihren Rauswurf.

16 Jahre lang gehörte Manuela Wisbeck als Krankenschwester Frauke Prinz zum festen Ensemble von „Notruf Hafenkante“. Umso größer war der Schock, als sie überraschend erfuhr, dass ihre Rolle gestrichen wird. Im Gespräch mit BUNTE.de beschreibt die Schauspielerin nun, wie belastend die letzten Drehtage für sie sind.
„Andere würden sich vielleicht nach einer Kündigung krankschreiben lassen“, sagt die 43-Jährige. Für sie sei das jedoch nie infrage gekommen. Sie habe ihrer Rolle und ihrem Vertrag gegenüber Verantwortung gespürt. Trotzdem falle es ihr schwer, mit guter Laune ans Set zu kommen. Besonders emotional wurde der Dreh ihrer Abschiedsszene: „Das ist, als würdest du zu deiner eigenen Hinrichtung laufen.“
Tränen vor und hinter der Kamera nach dem „Notruf Hafenkante“-Rauswurf
Schon kurz nach Bekanntwerden ihres Serien-Aus hatte Wisbeck ihre Fans mit einem emotionalen Instagram-Video bewegt. Sie habe bewusst zeigen wollen, dass auch starke Menschen zusammenbrechen können. „Du fährst jeden Tag ans Set und weißt, dass du gefeuert wurdest. Du kannst ja in dem Moment gar nicht abschließen“, erklärt sie.
Auch ihre Kolleg:innen seien von der Entscheidung völlig überrascht gewesen – viele hätten mit ihr geweint. Besonders die Abschiedsszene habe allen viel abverlangt. Weil Filmszenen mehrfach gedreht werden müssen, habe sie die emotionalen Momente immer wieder durchleben müssen. „Das war wirklich Folter“, erinnert sie sich.
„Der Boden unter den Füßen weggerissen“
Besonders verletzt hat Wisbeck die Begründung für ihr Aus. Die Produzentin habe ihr erklärt, Frauke Prinz sei aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen worden und gelte als „Randfigur“, deren Geschichte „auserzählt“ sei. „Das hat mir erst mal den Boden unter den Füßen weggerissen“, sagt die Schauspielerin. Sie selbst sieht das völlig anders: Ihrer Meinung nach habe die Serie das Potenzial ihrer Figur nie ausgeschöpft.
Trotz allem blickt Wisbeck inzwischen nach vorn. Neue Rollen hat sie zwar noch nicht in Aussicht, dennoch bleibt sie optimistisch. Neben der Schauspielerei könne sie sich auch andere berufliche Wege vorstellen. Einen Wunsch hat sie allerdings noch: Einmal ins Dschungelcamp einziehen. „Das steht tatsächlich auf meiner Bucket List“, verrät sie.








