Kino

Tierschützer klagen an: Für den Film "Alpha" wurden Bisons getötet

In Hollywood sorgt gerade ein schreckliches Vorgehen für Wirbel: Für die Produktion des Films "Alpha", der hierzulande am 6. September in die Kinos kommt, sollen fünf Bisons getötet worden sein. 

Tierschützer klagen an: Für den Film "Alpha" wurden Bisons getötet
Heftige Kritik an den Dreharbeiten zum Film "Alpha". Foto: Studio 8
 

PETA ruft zum Boycott des Films auf

Die Tierschützer von  PETA fordern kurz vor Kinostart sogar zu einem Boykott des Films auf, um ein Zeichen gegen Grausamkeit gegenüber Tieren zu setzen. Das Blatt "The Hollywood Reporter" berichtete vor rund zwei Monaten zuerst über die Vorwürfe. Untersuchungen wurden eingeleitet, weil für das Drama fünf Bisons geschlachtet und gehäutet worden sein sollen.

Bisons sollen für den Film "Alpha" getötet worden sein. Foto: Getty Images

"Alpha" spielt während der Eiszeit. In der Buchverfilmung geht es um einen jungen Mann, der auf seinem Weg zu seinem Stamm mit der Kraft der vier Elemente zu kämpfen hat. Der Streifen wurde produziert von Studio 8, einer Produktionsfirma des ehemaligen Warner Bros. Chefs  Jeff Robinov.

Gegenüber "The Hollywood Reporter" äußerte sich der Besitzer der Bisons, John Scott, nicht zu den Vorwürfen, erklärte aber: "Ich habe das Recht, mit meinen Bisons zu machen, was ich will." Dem Sender CBC erklärte er dagegen, dass die Produzenten des Films keine Requisten wollten, damit im Film zu erkennen ist "wie sich die Haut und das Fell ablöst". 

 

Wurden für Filmszenen Bisons geschlachtet?

Der Viehtreiber Dwight Beard, der für den Transport der Tiere von der Farm zum Filmset in Alberta, Kanada, zuständig war, unterstützt die Anschuldigungen gegen den Film. Er will gesehen haben, wie sie die Bisons erschossen und geschlachtet haben."John [Scott] erklärte dem Schlächter, dass er seinen Namen nicht auf den Papierkram für die Büffel schreiben soll, weil er wusste, dass es von Tierschützer zurückverfolgt werden könnte", so der Fahrer zu "The Hollywood Reporter".

 

Eine Quelle aus Produktionskreisen betonte allerdings, dass die Tötung der Bisons nicht allein Filmzwecken gedient haben sollen.

Die American Humane Association verbietet es, getötete Tiere für die Filmproduktion zu nutzen. Aus diesem Grund hat der Streifen auch das "No Animals Were Harmed"-Zertifikat der Organisation nicht erhalten. 

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