„Tatort“ aus Köln: Kommissar Ballauf hört auf – warum steigt Klaus J. Behrendt aus?
Ballauf und Schenk aus dem Kölner „Tatort“ steuern auf ihren gemeinsamen 100. Fall zu, aber nun möchte einer der beiden Ermittler die Dienstwaffe ablegen. Warum?

Nach Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) aus Münster sind Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) das wohl zweitbeliebteste „Tatort“-Duo. Gemeinsam ermitteln sie bereits seit 1997 und bringen in diesen fast 30 Jahren 96 Fälle zusammen. Aber jede gute Beziehung endet früher oder später – muss sich zumindest Klaus J. Behrendt gedacht haben, denn der Schauspieler hat nun überraschenderweise seinen Rücktritt bekannt gegeben. Nach dem 100. Fall soll für ihn Feierabend sein … wie geht es im Kölner „Tatort“ fortan weiter?
Warum steigt Klaus J. Behrendt im Kölner „Tatort“ aus?
Im zarten Alter von 17 Jahren fing Klaus J. Behrendt seine berufliche Laufbahn als Bergmechaniker an, bevor er schlussendlich im TV landete. Und bereits vor seiner Erfolgsreihe aus Köln war er im „Tatort“ zu sehen. So existierte seine Figur bereits in acht Episoden des damaligen Düsseldorfer „Tatort“.
Damit ist Klaus J. Behrendt auch der Kommissar, der in den meisten Fällen (Stand 22. September 2026: 104) zu sehen war – dennoch haben Batic und Leitmayr effektiv gesehen länger ermittelt als er.
Der Grund für seinen Ausstieg scheint privater Natur zu sein, denn wie der Schauspieler anmerkt, möchte er in Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Das ergibt durchaus Sinn. Immerhin ist Behrendt mittlerweile schon 66 Jahre alt und damit zumindest für seinen Jahrgang im perfekten Alter für den Ruhestand.
Sein Ausstieg ist aber nicht sofortiger Natur. Die 100 Fälle will Behrendt noch voll machen und dreht seine finale Episode noch in diesem Jahr. Die Ausstrahlung dürfte voraussichtlich im September 2027 erfolgen. Eine generelle Rückkehr ins Fernsehen schließt der Schauspieler nicht aus.
Hört Dietmar Bär beim „Tatort“ auf?
Dietmar Bär scheint die Ambitionen seines Kollegen und Freundes nicht ganz zu teilen, denn er plant nicht, in nächster Zeit auszusteigen – und könnte damit vielleicht sogar der Ermittler werden, der schlussendlich die meisten Fälle zusammenbringt.
„Ich und unser Kölner Team haben noch Lust, weiterzumachen. Also: Let’s go!“, so Bär. Die viel größere Frage dürfte wohl eher sein, mit wem Bär in Zukunft ermittelt. Wenn man ähnliche Wege wie im Münchner „Tatort“ gehen möchte, wo der jahrelange Jungspund Hammermann nun weiterermittelt, lässt sich nicht ausschließen, dass die Figur Jüttich, die seit einigen Jahren als Assistent für Ballauf und Schenk fungiert, in Zukunft ermitteln könnte.
Wie es auch weitergehen mag, steht eines fest: Mit dem Ausstieg von Ballauf gerät der Kölner „Tatort“ nun in Zugzwang, kreativ zu werden – ein Umstand, der unter Anbetracht der Qualität des letzten Falls aus der Großstadt dringend notwendig ist.






