Gaming

"Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" im Test für Nintendo Switch!

Ab auf den Bauernhof: Mit "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" will Marvelous den "Animal Crossing"-Fans auf der Switch eine neue Heimat geben. Ob die Bauernhof-Lebenssimulation das Zeug zum Suchtspiel hat, verraten wir im Test!

Story of Seasons Pioneers of Olive Town
"Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" erscheint am 26. März 2021 für Nintendo Switch. Wie uns das Spiel gefallen hat, verraten wir im Test! Foto: Marvelous Europe

Es ist schon ein wenig kurios, dass sich der ehemalige "Harvest Moon"-Schöpfer mit "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town“ ausgerechnet im gleichen Monat mit seiner früheren Franchise konkurrieren muss: Denn bereits am 02. März 2021 ist "Harvest Moon: Eine Welt" erschienen. Nun folgt am 26. März "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town", knapp ein Jahr nachdem "Animal Crossing: New Horizons" die Welt der Lebenssimulationen auf Nintendo Switch auf den Kopf gestellt hat. Doch das war es dann auch schon mit kuriosen Zufällen und unerwarteten Parallelen, denn "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" entführt uns sozusagen ohne Umschweife zu den Ursprüngen einer guten Bauernhof-Simulation.

Denn zu Beginn erstellen wir nicht nur unsere Spielfigur aus einer großen Auswahl an Möglichkeiten und Vorlagen, sondern müssen den Bauernhof unseres verstorbenen Großvaters endlich wieder auf Vordermann bringen. Der Hof hat natürlich schon etwas bessere Tage gesehen: Völlig überwuchert, ziemlich heruntergekommen und etwas trostlos sind die ersten Eindrücke, die "Story of Seasons"-Spieler*innen von ihrem neuen Wunsch-Ort mitbekommen. Doch als motivierter Jungbauer bzw. Jungbäuerin krempeln wir natürlich gerne die Ärmel hoch und wollen den Hof unseres Großvaters nicht nur in neuem Glanz erstrahlen lassen, sondern ihm auch unseren ganz individuellen Stempel aufdrücken.

Altbekannter Gameplay-Loop | Einsteigerfreundliche Komfortfunktionen

Story of Seasons Pioneers of Olive Town Holzhacken
Bäume zu fällen ist eine der häufigsten Beschäftigungen in "Story of Seasons"    Marvelous Europe Foto: Marvelous Europe

Wer in der Vergangenheit schon Bauernhof-Simulation wie eben "Harvest Moon" oder "Stardew Valley" gespielt hat, wird sich bei "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" auch sofort zurechtfinden.  Axt und Hammer sind die Werkzeuge, die wir in den ersten Spielstunden wohl am häufigsten benutzen müssen: Schließlich müssen wir den alten Bauernhof nicht nur Reparieren, sondern auch das ganze Gelände samt vieler Bäume, die blitzschnell nachwachsen, freiräumen. Dank der niedlichen Optik und gemütlichen Atmosphäre vergehen die ersten Spielstunden dann wie in jeder guten Lebenssimulation fast wie im Flug. Hat man die ersten Wildtiere gezähmt und den Hof soweit startklar bekommen, macht sich schnell ein gemütlicher Bauernhof-Alltag bemerkbar: Wir melken morgens die Kühe, bestellen das Feld, gießen fleißig die kleinen Pflänzchen, holen die erste Ernte ein und verschicken unser Gut dann in die weite Welt hinaus. Insgesamt gehr das Spielgeschehen dank des guten Tutorials und der soliden Steuerung recht leicht von der Hand.

Deshalb ist das Spiel auch hervorragend für Farmsimulator-Einsteiger geeignet, die nicht gleich von vielen kleinen Funktionen „erschlagen“ werden. "Pioneers of Olive Town" bietet im Gegensatz zu den Vorgänger-Titeln auch einige nette zusätzliche Komfortfunktionen, wie bspw. den Verzicht auf unnötiges Funktionsmanagement. So musste man im Vorgänger zum Kühe melken bzw. einen Melkapparat bedienen. Das gehört jedoch mittlerweile der Vergangenheit an.

Generell wirken die einzelnen Elemente des Spiels schön aufeinander abgestimmt: Anbauen, Ausbauen und Umbauen – irgendwann ist man schnell im Sog gefangen. Stoffe lassen sich nach und nach Veredeln, jede Jahreszeit bietet nicht nur neue Festivitäten, sondern auch individuelle Möglichkeiten zum Anbau von bestimmten jahreszeitlich-festgelegten Sorten und auch die Gespräche in der Dorfgemeinschaft fördern die sympathische Atmosphäre des Spiels. Wer jedoch schon andere Farmsimulator-Spiele ausprobiert hat, könnte etwas enttäuscht werden, dass "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" nur sehr wenige Neuerungen in das Genre integriert. Trotzdem ist das Spiel ein Zeitfresser der sympathischen Sorte und sollte gerade jene Spieler*innen ansprechen, die sich mal eine Abwechslung von „Animal Crossing“ & Co. wünschen.

Durchwachsene Technik auf Switch

Story of Seasons Pioneers of Olive Town Bauernleben
Einfach zum Kühe melken: Das Farmleben kann verdammt viel Spaß machen!      Marvelous Europe Foto: Marvelous Europe

Technisch ist das Spiel auf Nintendo Switch übrigens ein etwas zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite hat uns die süße Optik und der knuffige Look der Figuren, Tierchen usw. wirklich gut gefallen. Auf der anderen Seite hat "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" unerwartet häufig Performance-Problemen zu kämpfen: Gerade im Docked-Modus ruckelt das Spiel tatsächlich immer wieder deutlich. Zudem sind die Ladezeiten, gerade, wenn man sich bspw. im Städchen von Laden zu Laden bewegt fast schon unerträglich lang. Während unserer Testfassung hat Marvelous bereits mehrere Patches geliefert, die zumindest einige technische Probleme beheben konnten. Trotzdem bleibt der technische Eindruck von "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" kurz vor Release leider durchwachsen.

Fazit

Marvelous liefert mit "Story of Seasons: Pioneers of Olive Town" ein insgesamt solides bis gutes Bauernhof-Abenteuer, das alle Fans von Lebenssimulationen mit seinem guten Einstieg, den vielen Komfortfunktionen sowie dem sympathisch-zeitraubenden Spielprinzip definitiv bedienen sollte. Große Überraschungen sollten Farmsimulator-Fans allerdings nicht erwarten. Während uns der knuffige Look wirklich gut gefallen hat, sind die aktuellen technischen Macken und Ruckler tatsächlich richtig ärgerlich und werden hoffentlich in naher Zukunft noch gepatcht.

Getestet von David Rams

Story of Seasons: Pioneers of Olive Town erscheint am 26. März 2021 exklusiv für Nintendo Switch.

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Video: Marvelous
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