„Ace Combat 8: Wings of Theve“: Diesen Action-Kracher solltet ihr auf dem Schirm haben
Mit Höchstgeschwindigkeit durch die Wolken, Raketen im Nacken und feindliche Kampfjets direkt vor dem Cockpit: „Ace Combat 8: Wings of Theve“ liefert einige der spektakulärsten Action-Momente des Spielejahres. Wir haben den neuen Teil bereits gespielt und verraten, warum ihr das Flug-Actionspiel unbedingt auf dem Schirm haben solltet.

Ich muss zugeben: „Ace Combat“ gehört nicht unbedingt zu den Spielereihen, bei denen ich jede Veröffentlichung sehnsüchtig erwarte. Doch „Ace Combat 8: Wings of Theve“ hat mich erstaunlich schnell eines Besseren belehrt.
Denn kaum sitzt man im Cockpit, rast durch eine Wolkendecke und entdeckt plötzlich feindliche Kampfjets vor sich, entfaltet das Spiel eine enorme Sogwirkung. Es ist eines dieser Spiele, bei denen man unbewusst den eigenen Körper mitbewegt, wenn der Jet eine enge Kurve fliegt oder nur wenige Meter über dem Boden hinwegschießt.
„Ace Combat 8“ lässt euch das Fliegen regelrecht spüren

Besonders beeindruckend ist die Präsentation. Die Wolken sind dabei weit mehr als eine hübsche Kulisse. Fliegt ihr mitten hinein, verschwindet die Umgebung beinahe vollständig. Wassertropfen ziehen über die Cockpitscheibe und plötzlich kann sich wenige Augenblicke später direkt vor euch ein Gegner befinden.
Zusammen mit der detaillierten Cockpitansicht, dem Sound und dem enormen Geschwindigkeitsgefühl entsteht eine beeindruckende Illusion, tatsächlich in einem Kampfjet zu sitzen.
Dabei bleibt „Ace Combat 8“ glücklicherweise kein knallharter Flugsimulator. Die Reihe setzt traditionell auf eine zugänglichere Mischung aus Luftkampf und Arcade-Action. Die ersten drei Kampagnenmissionen dienen diesmal sogar als längeres Tutorial, um Neueinsteiger:innen den Zugang besonders einfach zu machen. Ihr müsst also keine Pilotenausbildung absolvieren, bevor ihr Spaß haben könnt.
Die Missionen sind das eigentliche Highlight
Und dann beginnt das Spektakel. Schon die frühen Missionen vermitteln einen guten Eindruck davon, wie ambitioniert „Wings of Theve“ ausfällt. Ihr verfolgt feindliche Jets, weicht Raketen aus, attackiert Bodenziele und Schiffe und müsst teilweise innerhalb weniger Sekunden entscheiden, welches Ziel als Nächstes Priorität hat.
Vor einer Mission könnt ihr euch zudem vorbereiten und unter anderem Jets und Bewaffnung auswählen. Sogar die Ausstattung der eigenen Staffel lässt sich anpassen.
Gerade diese Mischung gefällt mir bislang besonders gut. „Ace Combat 8“ erzeugt immer wieder jene Momente, in denen man eigentlich nur noch schnell den nächsten Gegner ausschalten möchte – und plötzlich mitten in einer spektakulären Verfolgungsjagd steckt. Die Luftkämpfe sind schnell, unmittelbar und vor allem unglaublich packend.
Die Kampagne will diesmal deutlich mehr
Auch erzählerisch fährt Bandai Namco größere Geschütze auf. Die Geschichte spielt erneut in der fiktiven Welt Strangereal. Wir übernehmen die Rolle von Rex, einem zunächst unbekannten Piloten, der nach dem Tod der legendären „Schwinge von Theve“ deren Identität übernimmt und gemeinsam mit der Staffel Joker für die bedrohte Föderation Zentral-Usea kämpft.
Die Kampagne möchte dabei offenbar stärker als bisher das Leben abseits des Cockpits zeigen. Erstmals bewegen wir uns in bestimmten Bereichen aus der Ich-Perspektive und können direkter mit anderen Figuren und unserer Umgebung interagieren. Nicht alles daran zündet sofort.
Gerade die Story-Sequenzen zu Beginn wirken teilweise noch etwas hölzern. Dialoge und Inszenierung erreichen zunächst nicht dieselbe Qualität wie die eigentlichen Missionen. Mit zunehmender Spielzeit wird die Geschichte aber interessanter und auch die Figuren funktionieren immer besser. Vor allem merkt man schnell: Diese Kampagne hat einiges vor.
Auch der Multiplayer wird deutlich größer
Wer nach der Kampagne noch nicht genug vom Fliegen hat, bekommt diesmal außerdem einen ungewöhnlich umfangreichen Online-Modus.
„Ace Combat Online“ läuft mit eigenem Fortschritt getrennt von der Kampagne. In den Lobbys können sich bis zu 100 Spieler:innen treffen, während anschließend verschiedene PvP-, PvE- und Koop-Modi zur Verfügung stehen. Crossplay zwischen den Plattformen wird ebenfalls unterstützt.
Besonders spannend klingen die Koop-Missionen, in denen mehrere Spieler als Staffel gemeinsam Ziele bekämpfen. Wie gut dieser Teil langfristig funktioniert, muss sich natürlich erst zeigen. Leider konnten wir bisher noch nicht selbst ins Multiplayer-Cockpit steigen.
Darum solltet ihr „Ace Combat 8“ auf dem Schirm haben
„Ace Combat 8: Wings of Theve“ erscheint am 2. Oktober 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC. Nach meinen Eindrücken solltet ihr das Spiel gerade dann nicht vorschnell als Nischentitel für Flugzeug-Fans abstempeln.
Denn die große Stärke von „Ace Combat 8“ liegt darin, wie unmittelbar sich seine Action anfühlt. Durch Wolken zu brechen, ein feindliches Flugzeug ins Visier zu nehmen und im letzten Moment einer Rakete auszuweichen, entwickelt eine Immersion und Intensität, die nur wenige Actionspiele erreichen.
Die Story braucht etwas, bis sie Fahrt aufnimmt. Die Missionen tun das nicht. Wer spektakuläre Action liebt und vielleicht schon immer einmal ausprobieren wollte, ob „Ace Combat“ etwas für ihn ist, sollte „Wings of Theve“ definitiv im Auge behalten.






