„Stern TV“-Beitrag über Daniel Küblböcks letzte Tage wirft alte Fragen neu auf
Daniel Küblböcks Verschwinden liegt über sieben Jahre zurück. Viele Fragen sind bis heute ungeklärt. Ein altes Interview mit Vater Günther Küblböck erinnert einmal mehr daran, wie schwer es der DSDS-Star hatte – und wie er im Stich gelassen wurde.

Der ehemalige DSDS-Star Daniel Küblböck († 33) war bekannt für seine schillernde Art, seine schrille Bühnenpräsenz und seine unverwechselbare Stimme. Im September 2018 verschwand er während einer Reise von Hamburg nach New York spurlos von der AIDA Luna.
Hätte das verhindert werden können? Mit dieser Frage setzt sich auch Günther Küblböck, Vater des Sängers, bis heute auseinander. In einer Wiederholung eines „Stern TV“-Beitrags, der am 22. Februar abermals ausgestrahlt wurde, wird klar, dass Daniel kollektiv im Stich gelassen wurde.
Wochen vor der Reise gab es bereits deutliche Anzeichen, dass Daniel in seelischer Not war. Sein Vater soll die Crew des Schiffes vorab darauf hingewiesen haben. Gerettet werden konnte Daniel trotzdem nicht.
Daniels Vater über die Kreuzfahrt: „Da sind alle Alarmglocken losgegangen“
Schon Wochen vor der Kreuzfahrt habe sich abgezeichnet, dass mit Daniel etwas nicht stimmte, schildert der Vater in dem Interview. In seiner Wohnung habe er geschrien, randaliert und Gegenstände zerstört, erinnerte sich sein Günther Küblböck nach Daniels Verschwinden. Die Untersuchung in einer Klinik habe zu der Diagnose einer schizophrenen Psychose geführt. Von einer akuten Episode sei die Rede gewesen.
Trotz dieser Warnzeichen trat Daniel die Reise auf der AIDA Luna von Hamburg nach New York an – zum Schock seines Vaters, der erst zwei Tage vor der Abfahrt davon erfuhr. „Als ich das gehört habe, sind bei mir alle Alarmglocken losgegangen“, erzählte er.
In großer Sorge habe er versucht, auf die Crew und die Ärzte an Bord einzuwirken. Er habe sie gebeten, mit Daniel zu sprechen. Das sei jedoch nicht geschehen, so sein Vorwurf. Drei Tage später, am 9. September 2018, sprang Daniel von Bord. „Und dann erfährt man, dass niemand mit ihm gesprochen hat. Keiner der Ärzte hat sich ihn angeschaut. Da fasst man sich einfach an den Kopf“, sagte sein Vater fassungslos. Daniel Küblböck wurde 33 Jahre alt. 2025 hätte er seinen 40. Geburtstag gefeiert.
Daniel Küblböck fehlte der Rückhalt
Für viele Wegbegleiter war Daniel ein charismatischer, bunter Paradiesvogel – laut, schrill, polarisierend. Die Entertainerin Olivia Jones (56) erinnert sich: „Wenn man so jung in die Öffentlichkeit gezerrt wird und im Dauerfeuer der Kritik steht, braucht man Rückhalt von der Familie.“ Genau diesen habe Daniel nicht gehabt, seine Mutter soll ihn unter Druck gesetzt haben. Sein Halbbruder hatte früh das Gefühl, dass mit Daniel etwas nicht stimmt.
Bis heute bleibt sein Verschwinden ein Rätsel. Die Aussagen des Vaters, die „Stern TV“ nun erneut ausgestrahlt hat, erinnern noch einmal an die schweren letzten Tage des Sängers. Und die große Frage bleibt: Hätte sein Tod verhindert werden können?






