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Nintendo Switch 2

„Star Fox“ im Test: Lohnt sich die Rückkehr von Fox McCloud auf Nintendo Switch 2?

Nintendo bringt „Star Fox“ zurück auf die Nintendo Switch 2. Doch lohnt sich das Remake des N64-Klassikers wirklich? Unser „Star Fox“-Test verrät, warum die Rückkehr von Fox McCloud gleichzeitig nostalgisch und frustrierend sein kann.

Das Artwork von Star Fox auf Nintendo Switch 2 zeigt die Crew mit den Arwings
Eine Rückkehr mit Licht und Schatten auf Nintendo Switch 2: Wir haben „Star Fox“ getestet! Foto: Nintendo

Es gibt Nintendo-Reihen, die gefühlt nie verschwinden. Mario bekommt regelmäßig neue Abenteuer, Zelda liefert Hit auf Hit und selbst Donkey Kong feierte zuletzt ein großes Comeback. Bei „Star Fox“ sah die Lage lange anders aus.

Umso größer war die Überraschung, als Nintendo das legendäre Weltraum-Abenteuer für die Nintendo Switch 2 neu ankündigte. Statt eines komplett neuen Spiels setzt das Unternehmen allerdings auf eine moderne Neuinterpretation von „Star Fox 64“, das bis heute für viele Fans als Höhepunkt der Serie gilt.

Nach mehreren Stunden im Cockpit meines Arwings bleibt vor allem eine Erkenntnis: „Star Fox“ macht auch fast 30 Jahre nach dem Original noch erstaunlich viel Spaß.

Was ist „Star Fox“ auf der Nintendo Switch 2?

Für alle, die bislang keinen Kontakt mit der Reihe hatten: In „Star Fox“ übernehmt ihr die Rolle von Fox McCloud, dem Anführer eines Söldnerteams im Lylat-System. Gemeinsam mit Falco, Slippy und Peppy zieht ihr in den Kampf gegen den verrückten Wissenschaftler Andross, der das gesamte Sternensystem bedroht.

Spielerisch bleibt Nintendo den Wurzeln treu. Die meisten Missionen funktionieren als klassische Rail-Shooter. Euer Raumschiff bewegt sich automatisch durch die Levels, während ihr Gegner ausschaltet, Hindernissen ausweicht und Bossgegner bekämpft. Das klingt simpel, entwickelt aber einen Flow, der bis heute noch richtig reinziehen kann.

Warum das Gameplay von „Star Fox“ heute noch funktioniert

Die größte Stärke von „Star Fox“ ist das Gameplay. Schon wenige Minuten nach dem Start wird klar, warum das Original als Klassiker gilt. Die Steuerung reagiert präzise, die Missionen sind angenehm kompakt und ständig passiert etwas auf dem Bildschirm.

Mal jagt ihr feindliche Jäger durch enge Schluchten, mal kämpft ihr gegen riesige Kampfroboter oder fliegt mitten durch eine gewaltige Raumschlacht. Besonders gelungen bleibt das verzweigte Planetensystem.

Je nachdem, welche Ziele ihr während einer Mission erreicht, öffnen sich neue Wege durch die Galaxie. Dadurch erlebt ihr nicht bei jedem Durchlauf dieselben Level und werdet motiviert, verschiedene Routen auszuprobieren. Genau dieser Aufbau sorgt dafür, dass „Star Fox“ auch heute noch einen enorm hohen Wiederspielwert besitzt, auch wenn die Kampagne grundsätzlich sehr kurz ist: In 2-3 Stunden seid ihr in einem Durchlauf in der Regel auch fertig.

Mehr als nur die Kampagne? Das bieten die weiteren Spielmodi

Auch abseits der eigentlichen Kampagne versucht Nintendo, Spieler:innen länger bei Laune zu halten.

Besonders gelungen ist der Herausforderungsmodus. Nach Abschluss eines Levels lassen sich einzelne Missionen erneut spielen, allerdings mit zusätzlichen Aufgaben und alternativen Zielen. Einige dieser Herausforderungen tauchen in der normalen Kampagne gar nicht auf. Wer alle Medaillen sammeln oder den Expertenmodus meistern möchte, findet hier viele Stunden zusätzliche Beschäftigung.

Dadurch wird auch das ohnehin hohe Wiederspielpotenzial der Kampagne noch einmal verstärkt. Statt die Geschichte einmal durchzuspielen und das Spiel anschließend ins Regal zu stellen, motiviert „Star Fox“ immer wieder dazu, neue Strategien auszuprobieren und bessere Ergebnisse zu erzielen.

Weniger überzeugt hat mich dagegen der neue Schlacht-Modus. In den 4-gegen-4-Gefechten treten Team Star Fox und Team Star Wolf gegeneinander an. Die verschiedenen Karten bringen zwar unterschiedliche Ziele mit sich, etwa das Erobern von Zonen oder das Sammeln von Energiekristallen, langfristig fehlt dem Modus aber etwas die Tiefe, um dauerhaft zu fesseln.

Die zusätzlichen Nintendo-Switch-2-Funktionen hinterlassen dagegen einen zwiespältigen Eindruck. Die Maussteuerung der Joy-Con 2 ermöglicht präzises Zielen und dürfte besonders für Spieler interessant sein, die maximale Kontrolle wünschen. Die GameChat-Integration mit animierten Charakter-Avataren wirkt hingegen eher wie ein technisches Gimmick als ein echtes Kaufargument.

Grafik und Technik: So gut sah „Star Fox“ noch nie aus

Video Platzhalter
Video: Nintendo

Wer das Original kennt, wird den größten Unterschied sofort erkennen. Die Grafik wurde vollständig modernisiert. Planeten, Raumschiffe und Charaktere profitieren von deutlich mehr Details, moderner Beleuchtung und beeindruckenden Spezialeffekten.

Vor allem die unterschiedlichen Schauplätze hinterlassen Eindruck. Während manche Level über Ozeane führen, rast ihr wenig später durch Asteroidenfelder, Lavawelten oder bizarre Weltraumphänomene. Dadurch wirkt jede Mission optisch eigenständig.

Auch die neuen Zwischensequenzen werten das Spiel spürbar auf. Die Crew erhält mehr Persönlichkeit und die Beziehungen zwischen Fox, Falco, Slippy und Peppy werden stärker ausgearbeitet. Auch wenn die Gestaltung der „Star Fox“-Crew durchaus etwas gewöhnungsbedürftig ausfällt und die Geschichte natürlich niemanden umhauen wird.

Das größte Problem: Zu wenig Neues

So viel Spaß das Spiel macht, ganz ohne Kritik kommt der Nintendo-Klassiker nicht davon. Denn im Kern bleibt „Star Fox“ sehr nah an seinem Vorbild.

Wer „Star Fox 64“ bereits mehrfach gespielt hat, wird viele Überraschungen vermissen. Die bekannten Planeten, die Bossgegner und die Story bleiben weitgehend unverändert. Genau hier verschenkt Nintendo eine Chance.

Statt die Reihe konsequent weiterzuentwickeln, ist das hier gefühlt das x-te Remake in der jüngeren Nintendo-Vergangenheit. Dabei hätten sich eben viele Fans gerade bei „Star Fox“ über ein brandneues Abenteuer gefreut, das sich von den Fesseln der Vergangenheit löst.

Lohnt sich „Star Fox“ auf der Nintendo Switch 2?

Die wichtigste Frage für viele Spieler:innen lautet natürlich: Lohnt sich „Star Fox“ auf der Nintendo Switch 2? Für Neueinsteiger:innen fällt die Antwort eindeutig aus.

Wer die Reihe bislang nicht kennt, bekommt hier einen absoluten Arcade-Klassiker in seiner schönsten Aufmachung. Das Gameplay ist zeitlos, die Präsentation gelungen und die Missionen machen auch nach mehreren Durchläufen noch Spaß.

Für langjährige Fans hängt die Antwort stärker davon ab, was sie erwarten. Wer auf ein komplett neues Abenteuer gehofft hat, könnte enttäuscht werden. Wer hingegen einfach die bislang schönste Version des Klassikers erleben möchte, kommt voll auf seine Kosten.

Star Fox ist ab dem 25. Juni 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2 erhältlich!

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