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DCs Lehmgesicht gibt sein Debüt

So viel konsequenter als Marvel – Erster Trailer zu „Clayface“ ist da

Superheldenkino ist tot? Wohl kaum. DC zeigt in einem ersten Trailer, was man von „Clayface“ erwarten kann – und präsentiert beinahe mehr Blut als Lehm.

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Video: Warner Brothers/TVMovie

Nicht alle Comicfiguren sind aus Stahl – manche sind aus Lehm … und versuchen auch nicht, die Welt zu retten, sondern agieren viel eher auf einer moralisch gräulicheren Ebene. Für eben eine dieser Figuren macht DC jetzt auf der Bühne Platz frei und richtet alle Scheinwerfer auf „Clayface“. Im ersten Trailer zeigt man, dass James Gunns DCU nicht nur auf bunt und spaßig setzen will, sondern auch düstere Charakterporträts erzählen möchte. Wir verraten dir, was genau es mit „Clayface“ auf sich hat und wann man den Film erwarten kann.

„Clayface“: Handlung des DC-Horrorfilms

Matt Hagen aus „Clayface“ liegt mit einem entstellten Gesicht in einem Krankenhaus.
Das neue „Clayface“ (Tom Rhys Harries, Bild) des DCU? James Gunns Neustart wartet mit einem Body-Horrorfilm auf. Foto: Warner Bros.

Matt Hagens (Tom Rhys Harries) Leben könnte nicht besser laufen: Er ist langsam im Kommen in Gotham Citys Schauspielszene und hofft, dass das Sprungbrett für eine viel größere Karriere ist. Doch sein ganzes Leben dreht sich schlagartig um, als er in einer Seitengasse attackiert wird. Die Angreifer entstellen sein Gesicht und fortan ist Hagens einziges Ziel, dieses wieder in Ordnung zu bringen. In einem Akt der Verzweiflung wendet er sich an eine Wissenschaftlerin (Naomi Ackie), die ihm hilft, sein Problem zu lösen – auf jeden Fall zum Schein, denn langsam aber sicher fällt Matt Hagen auf, dass sein Körper sich mehr und mehr in Lehm verwandelt.

DCU: Warum bekommt ausgerechnet Clayface einen Solo-Film?

Für all jene, die nicht wissen, wer Clayface ist und warum es ein seltsamer Umstand ist, dass ausgerechnet er sein Filmdebüt im neuen DCU bekommt, gibt es hier eine kleine Erklärung: 1940 hatte der DC-Schurke sein Comic-Debüt und agiert seitdem überwiegend als Bösewicht für Gotham Citys Schützer Batman. Die erste Interpretation des Charakters war Basil Karlo, der ein Schauspieler aus der zweiten Reihe war und für seine Verbrechen in die Rolle eines Horrorfilm-Bösewichts schlüpfte, den er einst selbst in einem Film gespielt hatte.

Über die nächsten Jahrzehnte entwickelte sich die Figur weiter und weiter, bis man schlussendlich bei der heutigen Version des Charakters ankam. Heutzutage ist Clayface häufig als Gestaltwandler bekannt, der in Gotham City wütet und seine Fähigkeiten benutzt, um meist kleinere Verbrechen zu begehen. Im breiten Batman-Universum ist er eher ein kleinerer Fisch und generell nicht so bekannt wie die üblichen Batman-Schurken wie der Joker, Riddler oder Pinguin.

Umso größer ist die Überraschung, dass ausgerechnet diesem Charakter ein Solo-Film in James Gunns DC-Neustart gewidmet wurde, da der Charakter bisher noch nie in einem DC-Live-Action-Film aufgetaucht ist. Er hatte zwar Auftritte in Videospielen sowie Animationsserien und -filmen, aber im DCU konnte man ihn bisher nur in „Creature Commandos“ erblicken – wobei diese Version ein anderer Clayface sein soll. Dementsprechend ist die Verwirrung groß, dass nach zwei filmischen Gastspielen rund um Superman-Figuren nun ein Batman-Charakter einen Film bekommt und es sich dabei auch noch um einen Bösewicht handelt.

Trotzdem muss man sagen, dass es mehr als mutig ist, anhand dieses Charakters eine Body-Horror-Geschichte erzählen zu wollen.

Kinostart: Ab wann darf „Clayface“ wüten?

Selbstverständlich spart man sich den ersten DC-Horrorfilm seit Wes Cravens „Swamp Thing“ aus dem Jahr 1982 für die schaurigste Saison des Jahres auf: den Oktober. Am 22. Oktober gehören die großen Bühnen der Welt dann Matt Hagen und somit auch Clayface. Und wer weiß? Vielleicht bekommt man in dem Film ja den ersten Blick auf den Batman des DCU.

Quellen
  • Warner Brothers

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