„Shopping Queen“-Kandidatin nach Eklat kurz vor Rauswurf: So wütend war Guido noch nie
Bei „Shopping Queen“ ist Guido Maria Kretschmer normalerweise für seine herzliche Art bekannt. Doch als Kandidatin Melanie während ihrer Shoppingtour plötzlich einen Schönheitseingriff vornehmen lässt, platzt dem Designer der Kragen. Im Finale zieht er drastische Konsequenzen.

Seit 2012 gehört „Shopping Queen“ zu den beliebtesten Nachmittagsformaten bei VOX. Woche für Woche versuchen fünf Kandidatinnen, innerhalb eines vorgegebenen Budgets und Zeitlimits das perfekte Outfit zu einem bestimmten Motto zusammenzustellen. Dabei kommentiert Guido Maria Kretschmer das Geschehen meist mit viel Humor, gelegentlich auch mit deutlicher Kritik.
Doch was sich in einer Ausgabe aus Münster abspielte, brachte den Modedesigner offenbar an seine Grenzen. Eine Kandidatin traf während ihrer Shoppingtour eine Entscheidung, die mit Mode nur wenig zu tun hatte. Statt ausschließlich nach Kleidung und Accessoires zu suchen, gönnte sie sich einen medizinisch-kosmetischen Eingriff – und zwar vor laufender Kamera. Die Folgen waren für „Shopping Queen“-Verhältnisse außergewöhnlich: Kretschmer kündigte zunächst einen Punkteabzug an. Im Finale ging er sogar noch einen Schritt weiter.
„Shopping Queen“: Melanie lässt sich während der Shoppingtour Botox spritzen
Eigentlich hatte Kandidatin Melanie eine klare Aufgabe. Unter dem Motto „Auf Schritt und Tritt – Zeige, mit welchem Schuh du durch den Herbst gehst!“ sollte sie einen stimmigen Herbstlook zusammenstellen, bei dem die Schuhe im Mittelpunkt stehen. Zunächst lief alles nach Plan. Melanie entschied sich für eine Stiefelette, die als Grundlage für ihr Outfit dienen sollte. Anschließend überraschte sie allerdings mit einem Zwischenstopp, den wohl kaum jemand erwartet hatte. Die Kandidatin suchte eine Arztpraxis auf und ließ sich für 50 Euro Botox spritzen. Das Geld stammte aus ihrem Shoppingbudget, auch die Behandlung kostete wertvolle Zeit.
Guido Maria Kretschmer verfolgte die ungewöhnliche Entscheidung auf dem Bildschirm – und reagierte fassungslos. „Wenn die sich jetzt original Botox spritzen lässt, dann kriegt die von mir zur Strafe fünf Punkte abgezogen“, kündigte er an. Der Designer störte sich dabei nicht nur daran, dass Melanie Geld und Zeit für einen Eingriff ausgab, statt ihr Outfit zu vervollständigen. Vor allem die Botschaft, die durch die Behandlung vermittelt werden könnte, missfiel ihm.
Guido Maria Kretschmer außer sich: „Das ist das Letzte, was die braucht!“
Dass sich eine „Shopping Queen“-Kandidatin mitten im Wettbewerb für einen Schönheitseingriff entscheidet, hatte Kretschmer offensichtlich nicht erwartet. Aus seiner Sicht hatte die Botox-Behandlung nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun. Schließlich geht es bei „Shopping Queen“ darum, mit einem begrenzten Budget einen möglichst überzeugenden Look zu kreieren. Eine kosmetische Behandlung gehört nicht zu den Kleidungsstücken oder Accessoires, die beim anschließenden Laufstegauftritt bewertet werden.
Hinzu kam ein weiterer Punkt: Kretschmer kritisierte, dass die Botox-Spritze in der Sendung wie eine alltägliche Kleinigkeit wirken könnte. Diese Darstellung wollte der Designer offenbar nicht unkommentiert stehen lassen. „Das ist das Letzte, was die braucht!“, machte er seinem Ärger Luft. Für Melanie war die Angelegenheit damit allerdings noch nicht erledigt. Denn die eigentliche Überraschung folgte erst bei der abschließenden Bewertung.
„Shopping Queen“: Guido vergibt erstmals null Punkte
Da Melanie am Freitag an der Reihe war, ging es nach ihrer Shoppingtour direkt zum großen Finale. Dort treffen die Kandidatinnen auf Guido Maria Kretschmer, der seine eigene Bewertung abgibt. Normalerweise beurteilt der Designer, wie gut die Teilnehmerinnen das Motto umgesetzt haben, ob das Outfit stimmig ist und wie der gesamte Look wirkt. Bei Melanie rückte jedoch ihre Entscheidung für die Botox-Behandlung in den Mittelpunkt. Obwohl Kretschmer zunächst lediglich fünf Punkte Abzug angekündigt hatte, vergab er schließlich überhaupt keine Punkte. Eine solche Wertung hatte es in der Geschichte der Sendung zuvor nicht gegeben.
Seine Entscheidung begründete Kretschmer gegenüber Melanie mit ungewöhnlich deutlichen Worten: „Du hast etwas gemacht, das uns total missfallen hat. Du gehst los und lässt dich für 50 Euro botoxen – das ist eine Message, die ich nicht will. Du bist die erste Kandidatin, der ich 0 Punkte gegeben habe. Nicht, weil dein Look schlecht war, sondern weil ich das nicht will.“ Damit stellte der Modedesigner klar, dass die Null-Punkte-Wertung keine reine Kritik an Melanies Outfit war. Vielmehr wollte er ein Zeichen gegen die Entscheidung setzen, einen Schönheitseingriff zum Bestandteil des Shoppingtags zu machen.
Musste Melanie „Shopping Queen“ nach dem Botox-Eklat verlassen?
Die drastische Bewertung könnte zunächst den Eindruck erwecken, Melanie sei aus der Sendung geworfen worden. Ein tatsächlicher Rauswurf ist durch die vorliegenden Informationen jedoch nicht belegt. Die Kandidatin durfte ihren Shoppingtag absolvieren und nahm auch am Finale teil. Dort musste sie allerdings die außergewöhnliche Konsequenz von Kretschmers Entscheidung hinnehmen.




