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„Scrubs“ bei Disney+: Serienliebling kehrt zurück, doch der Grund ist traurig

„Scrubs“ ist in Deutschland gerade erst zurückgekehrt, doch in den USA steht bereits das Staffelfinale vor der Tür. Kurz davor wird es noch richtig ernst.

J.D. mit verschränkten Armen, er guckt in die Kamera.
J.D. erlebt nach seiner Rückkehr bereits den nächsten Schicksalsschlag. Foto: TMDB

Da das „Scrubs“-Reboot auf Disney+ hierzulande mit einer einmonatigen Verzögerung gestartet ist, sind uns die USA bei der Ausstrahlung schon weit voraus. Dort wird am 15. April bereits Episode 9, das Staffelfinale, ausgestrahlt, doch bereits in Folge 8, die in Deutschland am 13. Mai veröffentlicht wird, bekamen Fans einen überraschenden und tragischen Twist geboten.

Spoiler-Warnung: Wer lieber noch nicht mehr wissen will, sollte ab jetzt nicht mehr weiterlesen!

Dass Dr. Cox bereits nach nur einer Folge das Sacret Heart verlassen hat, war für viele Fans ein harter Schlag. Umso freudiger sollte die Nachricht sein, dass Cox nun rechtzeitig zum Ende der Staffel zurückkehrt, doch der Grund ist alles andere als schön.

Der von John C. McGinley gespielte Arzt kehrt nicht als Mentor ins Krankenhaus zurück, sondern als Patient. Die Diagnose: eine unheilbare Autoimmunerkrankung.

Vom Chef zum Patienten

Dr. Cox im Krankenhausbett, J.D. hält seine Hand.
Dr. Cox zeigt sich von einer ungewohnt ernsten Seite. Foto: Disney/Sergei Bachlakov

Zu Beginn des Reboots hatte Dr. Cox seinen Ruhestand verkündet und Zach Braff alias J.D. zum neuen Chefarzt ernannt. Nun kehrt er zurück – allerdings in einer völlig anderen Rolle.

Am Ende der aktuellen Folge wird klar: Cox leidet an mikroskopischer Polyangiitis. Die Krankheit ist nicht heilbar, kann aber behandelt werden. Für die sonst so zynische Figur ein schwerer Schlag.

Die Folge zeigt eine ungewohnt verletzliche Seite des Charakters. Cox sucht das Gespräch mit Elliot (Sarah Chalke) und vertraut sich schließlich auch J.D. an – mit einer Entscheidung, die ihm sichtlich schwerfällt: Er bittet seinen ehemaligen Schüler, ihn zu behandeln.

„Ich wusste nichts darüber“

John C. McGinley bereitete sich intensiv auf die Rolle vor, trotz anfänglicher Unsicherheit.

„Nein, ich wusste nichts darüber. Alles, was ich kenne, ist das Down-Syndrom und die Pflege von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, sonst nichts“, erklärte er im Interview mit Deadline.

Um die Krankheit zu verstehen, wandte er sich an medizinische Berater: „Als mir das vorgelegt wurde, bin ich zur Fachberaterin gegangen und habe gesagt: Erklär mir das so, dass ich es verstehe.“

Zwischen Angst und Fassade

Ein Tagtraum von J.D., er und Dr. Cox in einer Spielshow auf einem Jetski.
J.D. macht Dr. Cox Mut. Foto: Disney/Darko Sikman

Warum reagiert Dr. Cox so pessimistisch, obwohl die Krankheit behandelbar ist? Für McGinley liegt die Antwort in der Persönlichkeit der Figur:

„Ich denke, manche Menschen neigen dazu, fatalistisch zu sein. Wenn man über mehr als 30 Jahre mit all diesen Herausforderungen und Krankheiten konfrontiert war, kann das eine schwere Last sein – und das macht Angst.“

Gerade diese Angst macht die Folge besonders. Denn normalerweise versteckt Cox seine Gefühle hinter einer harten Fassade.

„Was an dieser Episode so schön ist: Man kann etwas von Cox’ Angst freilegen. […] Ab und zu öffnet er sich – und dann sieht man das Herz darunter schlagen.“

Emotionale Szenen am Limit

Die Dreharbeiten gingen auch am Schauspieler nicht spurlos vorbei.

„Ja, ich war ein Wrack“, sagte McGinley über die emotionalen Szenen. Gleichzeitig sei es wichtig gewesen, die Balance zu halten, damit das Publikum die Gefühle mitgehen könne.

Besonders intensiv ist der Moment, in dem Cox J.D. als seinen Arzt akzeptiert. „Ich war zwischen ‚Action‘ und ‚Cut‘ wirklich aufgewühlt – ganz organisch aus der Figur heraus.“

Abschied oder Neuanfang?

Die Episode wirkt stellenweise wie ein Abschied, doch McGinley sieht darin auch eine Chance für Versöhnung. Er zog Parallelen zu persönlichen Erfahrungen:

„Ich wurde daran erinnert, als mein Vater im Hospiz war. […] Man muss manchmal sagen: Es ist okay zu gehen.“

Für ihn zeigt die Folge vor allem eines: die Möglichkeit, Beziehungen zu klären. „Wenn man die Chance hat, Dinge zu bereinigen, dann hat man auch die Verpflichtung dazu.“

Legendäre Rückkehr steht bevor

Ganz verabschieden müssen sich Fans von Dr. Cox wohl nicht. Im Staffelfinale kehrt mit Christa Miller auch seine Ex-Frau Jordan zurück.

McGinley schwärmt von der Zusammenarbeit: „Wenn sie will, kann sie dieses schnelle, schlagfertige Spiel perfekt – das ist wie Pingpong, rat-a-tat-tat.“ Die gemeinsamen Szenen seien für ihn „so aufregend, wie es nur geht“.

Auch für eine mögliche zweite Staffel macht McGinley Hoffnung: „Ich denke, Cox wird in Staffel 2 viel häufiger zurückkehren.“

Die Figur sei wichtig für die Dramaturgie: „Der Held braucht Konsequenzen und Gefahr – und diese Gefahr ist Cox.“

Quellen