Schon wieder festgenommen: Shia LaBeouf äußert sich zu seinem „Napoleonkomplex“
Nach seiner Festnahme in New Orleans wurde Shia LaBeouf hat Shia LaBeouf nun neuen Ärger mit dem Gesetz.

Update vom 3. März 2026: Shia LaBeouf ist in New Orleans erneut festgenommen worden. Wie die Associated Press berichtet, wurde der Schauspieler am Samstag in Gewahrsam genommen und wegen eines weiteren Vergehens angeklagt.
Laut einer Stellungnahme seiner Anwältin steht die neue Festnahme im Zusammenhang mit demselben Vorfall vom 17. Februar. Nachdem die Polizei am Freitag einen neuen Haftbefehl ausgestellt hatte, habe LaBeouf sich am nächsten Tag freiwillig im Orleans Parish Jail gestellt.
Anwältin Sarah Chervinsky kritisierte, dass „keine normale Person“ für einen einzelnen Misdemeanor-Vorfall über 100.000 Dollar Kaution hinterlegen und zweimal inhaftiert werden müsse, und betonte, LaBeouf solle weder bevorzugt noch härter behandelt werden, nur weil er eine öffentliche Person sei. LaBeouf wurde nach Zahlung einer Kaution von 5.000 Dollar wieder freigelassen.
In einem Interview äußerte sich LaBeouf zu seinem Verhalten und sagte, er müsse sich damit auseinandersetzen, habe aber keine Lust, erneut in eine Reha zu gehen, und glaube nicht, ein Alkoholproblem zu haben. Stattdessen sprach er von einem „Napoleonkomplex“ bzw. „Small-man complex“ und führte seine Probleme eher auf „Wut und Ego“ zurück.
Zur Auseinandersetzung vom 17. Februar behauptete er, aggressiv geworden zu sein, nachdem drei Männer sein Bein berührt hätten, räumte aber ein: „Ich liege falsch, wenn ich jemals irgendwen anfasse“, und erklärte das als sein letztes Wort zu der Angelegenheit.
Update vom 27.02.2026: Mittlerweile ist Shia LaBeouf wegen zweifacher schwerer Körperverletzung angeklagt worden. Bis zum Prozessbeginn wurde eine Kaution in Höhe von 100.000 Dollar festgesetzt, die LaBeouf direkt zahlte. Nun muss LaBeouf zu wöchentlichen Drogentests erscheinen und darf das Land vorerst nicht verlassen.
Update vom 19.02.2026: Shia LaBeouf soll vor seiner Festnahme in New Orleans homophobe Beschimpfungen gegen zwei Männer geäußert haben – einen, der sich als queer identifiziert, und einen anderen, der in Drag gekleidet war. Der „Transformers“-Star wurde am Dienstagmorgen wegen angeblicher Körperverletzung an diesen beiden Männern verhaftet.
Jeffrey Damnit (geboren als Jeffrey Klein), einer der beiden Opfer nach Polizeiangaben, trug laut eigenem Bericht Mascara, Lidschatten und Lippenstift, als LaBeouf ihn angegriffen habe. Damnit sagte in einem Interview, LaBeouf habe geschrien: „You’re a fucking faggot“ („Du bist ein verdammter Schwuchtel“).
Er teilte zudem ein Handyvideo, auf dem LaBeouf im Polizeiwagen von Rettungskräften untersucht wird und zu Damnit herüberruft: „Faggot“ („Schwuchtel“). Auf dem Video ist zu hören, wie Damnit antwortet: „Keep on calling me faggot“ („Mach weiter und nenn mich Schwuchtel“).
Das zweite Opfer, Nathan Thomas Reed, bestätigte per SMS: „I want it to be known that he was calling people faggot“ („Ich möchte, dass bekannt wird, dass er Leute als Schwuchtel beschimpft hat“). Reed identifiziert sich als queerer Mann und sagte, die Beleidigung habe auch ihn getroffen.
Ein erster Polizeibericht behauptete zudem, LaBeouf habe gesagt: „These faggots put me in jail“ („Diese Schwuchteln haben mich ins Gefängnis gesteckt“), und sich dabei auf seinen katholischen Glauben bezogen. Diese Passage fehlt jedoch im späteren eidesstattlichen Polizeiprotokoll, das als Grundlage für die Anklage wegen zwei Fällen von Bagatell-Körperverletzung diente. Der Vorfall ereignete sich am Mardi-Gras-Morgen in New Orleans.
Festnahme im Bar-Konflikt
Die Polizei wirft LaBeouf vor, sich zunehmend aggressiv in der Bar R Bar im Stadtteil Marigny verhalten zu haben. Damnit, der selbst dort war, sagte, LaBeouf habe stark betrunken gewirkt. Laut Gerichtsakten versuchte LaBeouf, den Barkeeper zu schlagen, der ihn entfernen wollte. Draußen soll er Damnit, der half, in den Oberkörper geschlagen haben.
Später kehrte LaBeouf zurück und verletzte Reed im Gesicht, obwohl dieser keinen Streit wollte. Passant*innen hielten LaBeouf fest, bis Polizei und Rettungskräfte eintrafen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, entlassen und wegen zwei Fällen von misdemeanor battery (Bagatell-Körperverletzung) festgenommen.
Die Polizei bestätigte, LaBeouf habe die Männer wiederholt als „faggot“ („Schwuchtel“) bezeichnet. Damnit sagte, LaBeouf habe ihm mehrmals gedroht: „Ich könnte dich umbringen.“
Freilassung und Party auf Bourbon Street
Der 39-jährige Schauspieler wurde noch am Dienstagmittag auf eigene Verantwortung freigelassen – bevor die homophoben Vorwürfe offiziell dokumentiert waren. Stunden später wurde LaBeouf auf der berühmten Bourbon Street während der Mardi-Gras-Feiern gesichtet: Er tanzte mit Perlenketten um den Hals und seinen Freilassungspapieren im Mund.
Zu einem Reporter von WAFB sagte er: „God bless you, guys – Mardi Gras is amazing“ („Gott segne euch – Mardi Gras ist toll“). Auf die Frage nach dem Besten an Mardi Gras antwortete er: „The interesting people I met“ („Die interessanten Leute, die ich getroffen habe“).
Ursprüngliche Nachricht: Shia LaBeoufs Mardi-Gras-Tour durch New Orleans hat ein abruptes Ende gefunden: Der 39-jährige „Transformers“-Star ist in der Nacht zu Dienstag wegen des Verdachts auf Körperverletzung festgenommen worden.
Laut Polizeiangaben kam es vor einem Geschäft in der Royal Street zu einer körperlichen Auseinandersetzung, nachdem zuvor ein Notruf eingegangen war. Zwei Männer gaben gegenüber den Einsatzkräften an, von einem 39-Jährigen angegriffen worden zu sein, der später als LaBeouf identifiziert wurde.
Eskalation nach Rauswurf
Nach Darstellung der Polizei soll LaBeouf in dem Betrieb zunächst für Unruhe gesorgt und sich zunehmend aggressiv verhalten haben. Ein Mitarbeiter habe den Schauspieler daraufhin aus dem Lokal geworfen. Draußen soll LaBeouf einen der Männer mehrfach mit der Faust geschlagen haben. Anschließend habe er den Ort zwar verlassen, sei jedoch kurz darauf wieder zurückgekehrt und noch aggressiver aufgetreten.
Sein Verhalten habe schließlich mehrere Umstehende veranlasst einzugreifen und zu versuchen, ihn festzuhalten. Laut Polizeibericht soll LaBeouf, nachdem man ihn wieder losließ, denselben Mann erneut mit Fäusten attackiert und anschließend einem weiteren Mann auf die Nase geschlagen haben.
Festnahme nach Klinikaufenthalt
Die Polizei berichtet, LaBeouf sei erneut zu Boden gerungen und bis zum Eintreffen der Beamten festgehalten worden. Der Schauspieler wurde anschließend zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Nach seiner Entlassung erfolgte die Festnahme; ihm werden zwei Fälle von „simple battery“, also einfacher Körperverletzung, zur Last gelegt. Angaben zu möglichen Verletzungen LaBeoufs machten die Behörden nicht.
Vertreter des Schauspielers reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Das Promiportal TMZ veröffentlichte derweil Aufnahmen aus der Nacht, auf denen ein oberkörperfreier LaBeouf zu sehen ist, wie er von Sanitätern behandelt wird.
Auffällige Mardi-Gras-Nächte in New Orleans
Bereits einen Tag vor der Festnahme hatte ein Bericht des Hollywood Reporter geschildert, dass LaBeouf seit Donnerstag in verschiedenen Bars im Uptown-Viertel von New Orleans gesichtet worden sei – offenbar auf einem ausgedehnten Bar-Crawl durch die Stadt. Ein Türsteher beschrieb den Schauspieler demnach als „betrunken“ und „etwas aufsässig“. Andere Beschäftigte betonten hingegen, es habe mit ihm keinerlei Probleme oder Zwischenfälle gegeben.
Früheres Bekenntnis zur Nüchternheit
In den vergangenen Jahren hatte LaBeouf öffentlich erklärt, nüchtern zu sein. Der Schauspieler, der im vergangenen Jahr eine Klage seiner Ex-Freundin FKA Twigs wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung beilegte, hat wiederholt über seinen Umgang mit PTBS und Alkoholismus gesprochen.
Die Vorwürfe der Sängerin hatte er zurückgewiesen, seine angeblich alkoholgetriebene, verletzende Haltung aber als Auslöser für einen Wendepunkt in seinem Leben bezeichnet – die Konfrontation mit seinem Verhalten habe ihm „das verdammte Leben gerettet“, sagte er.
Bereits vor dieser Klage war LaBeouf auffällig geworden. Nach einem Vorfall im Jahr 2017 in Georgia, bei dem er wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit und ordnungswidrigen Verhaltens festgenommen worden war, war er gerichtlich verpflichtet worden, eine Entzugsklinik zu besuchen. Nun droht ihm nach dem Mardi-Gras-Zwischenfall in New Orleans erneut gerichtlicherÄrger.










