Rotes Licht von Netflix: „Squid Game“-Spin-off von David Fincher kommt doch nicht
Der „Squid Game“-Hype ist vorbei, weshalb sich Netflix nun von den Plänen zum US-Spin-off verabschiedet.

Als Cate Blanchett im Finale von „Squid Game“ als amerikanische Recruiterin in Los Angeles auftauchte, interpretierten viele Fans den Auftritt als Vorgeschmack auf ein lang gemunkeltes US-Spin-off unter der Regie von David Fincher. Doch daraus wird nichts: Wie The Playlist aus Kreisen rund um den Filmemacher erfahren hat, verfolgt Netflix das Projekt mit dem Arbeitstitel „Heckler“ nicht länger weiter.
„Heckler“ war als englischsprachige Adaption des koreanischen Phänomens konzipiert, die Produktion sollte voraussichtlich im Vereinigten Königreich stattfinden. Als Autor hatte Fincher Dennis Kelly verpflichtet, den Schöpfer der britischen Originalserie „Utopia“.
Warum wurde das Projekt gestoppt?
Laut Insidern entstand „Heckler“ in einer Phase, in der Netflix besonders daran interessiert war, eine amerikanische Version seines erfolgreichsten Formats zu entwickeln. Nach Jahren der Entwicklung und verschiedenen Personalwechseln beim Streamer haben sich die Prioritäten jedoch verschoben. Hinzu kommt, dass Fincher zunehmend mit anderen Projekten beschäftigt war – insbesondere mit „The Adventures of Cliff Booth“, dem Netflix-Film nach Quentin Tarantinos Drehbuch mit Brad Pitt in der Hauptrolle.
Statt auf ein großes englischsprachiges Spin-off zu setzen, scheint Netflix nun eher an länderspezifischen Versionen interessiert zu sein – also etwa französischen, norwegischen oder anderen regionalen Adaptionen. Konkrete Pläne dazu sind allerdings nicht bekannt. Eine Stellungnahme von Netflix blieb aus.
Was macht Fincher stattdessen?
Die Dreharbeiten zu „The Adventures of Cliff Booth“ sind abgeschlossen, allerdings stehen noch Nachdrehs und zusätzliche Aufnahmen mit Brad Pitt an. Dabei gibt es einen ungewöhnlichen Wechsel hinter der Kamera: Ursprünglicher Kameramann Erik Messerschmidt ist wegen seiner Arbeit an Matt Reeves' „The Batman Part II“ verhindert. An seiner Stelle übernimmt Jeff Cronenweth, ein langjähriger Weggefährte Finchers, der bereits für „Fight Club“, „The Social Network“, „Verblendung“ und „Gone Girl“ die Kamera führte.
Der Film wird am 25. November 2026 exklusiv für zwei Wochen in IMAX-Kinos starten, bevor er am 23. Dezember 2026 global auf Netflix erscheint.
Was Fincher danach plant, ist offen. Im Gespräch sind unter anderem eine Prequel-Serie zu „Chinatown“ nach einem Drehbuch des verstorbenen Robert Towne, das Western-Projekt „Bitterroot“ sowie ein noch unbenanntes Feature, das er gemeinsam mit „Gone Girl“-Autorin Gillian Flynn entwickelt. Mit „Squid Game“ wird er in keinem dieser Fälle zu tun haben.








