Jimi Blue Ochsenknecht: Kriminalpolizei ermittelt schon wieder gegen ihn
Für Jimi Blue Ochsenknecht reißt der Ärger mit der Justiz nicht ab. Während sein Verfahren in Österreich weiterläuft, beschäftigt nun auch ein weiterer Betrugsvorwurf die Ermittler.

Jimi Blue Ochsenknecht wollte im Streit um seine Hotelrechnung klarstellen, dass er kein Betrüger sei. Ob das Verfahren in Tirol zu seinen Gunsten ausgeht, ist allerdings noch offen. Während dort der nächste Gerichtstermin bevorsteht, wurde nun bekannt, dass sich auch die Kriminalpolizei in Köln mit dem Schauspieler befasst.
Dabei geht es nicht um die Hotelrechnung. Nach Informationen der „Bild“ wird in Köln wegen eines angezeigten Betrugs aus dem Jahr 2024 ermittelt. Was dem 34-Jährigen in diesem Fall konkret vorgeworfen wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bestätigte der „Bild“, dass die Staatsanwaltschaft Köln das Verfahren im September 2025 von der Staatsanwaltschaft Hannover übernommen habe. Die Ermittlungen dauerten noch an. Als die Zeitung Ochsenknecht darauf ansprach, antwortete er: „Davon weiß ich nichts.“ Auch sein Anwalt äußerte sich zunächst nicht zu den neuen Ermittlungen. Damit bleibt offen, worauf sich die Anzeige genau bezieht und ob es zu einer Anklage kommt.
Verfahren in Österreich weiterhin offen
Parallel muss sich der Schauspieler weiter mit dem Fall in Österreich beschäftigen. Dort steht der Vorwurf im Raum, die Rechnung für eine Feier in einem Hotel in Kirchberg zunächst nicht bezahlt zu haben. Die Forderung belief sich auf 13.827,35 Euro.
Im vergangenen August war Ochsenknecht deshalb bereits vor dem Landesgericht Innsbruck. Ende Juni 2025 wurde er am Hamburger Flughafen festgenommen und anschließend 23 Tage inhaftiert. Seine frühere Partnerin Yeliz Koç beglich die offene Summe später.
Ein erster Versuch, das Verfahren gegen eine Geldbuße von 18.000 Euro einzustellen, scheiterte. Ochsenknecht zahlte den Betrag zwar fristgerecht ein, doch die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht Innsbruck ordnete daraufhin die Fortsetzung des Strafverfahrens an.
Ausschlaggebend war unter anderem, dass sich der 34-Jährige nicht geständig zum Betrugsvorwurf äußerte und auf Mahnungen sowie Schreiben der Justiz nicht reagiert haben soll. Sein neuer Verteidiger Lukas Staffler erklärte jedoch, Ochsenknecht habe bereits zur Sache Stellung genommen. Deshalb sehe er keinen zusätzlichen Nutzen darin, dass sein Mandant beim nächsten Termin persönlich erscheint.
Ochsenknecht bestreitet Betrugsvorsatz
In einer schriftlichen Erklärung übernimmt Ochsenknecht Verantwortung dafür, dass nach der Feier „einiges schiefgegangen“ sei. Einen Betrugsvorsatz bestreitet er allerdings ausdrücklich: Er sei nie mit dem Plan in die Sache gegangen, Kosten zu verursachen, obwohl er gewusst habe, sie nicht begleichen zu können. Ihm sei wichtig klarzustellen, „dass ich kein Betrüger bin“ – nun muss sich zeigen, wie die Justiz beide Fälle bewertet.


