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Interview

„Rivals“: David Tennant und Claire Rushbrook über Tonys Machtstreben und eine toxische Ehe

Im Interview sprechen die „Rivals“-Stars David Tennant und Claire Rushbrook mit uns darüber, wie sich die Beziehung zwischen Lord Tony und Lady Monica Baddingham in Staffel 2 weiter zuspitzt!

David Tennant und Claire Rushbrook neben einem Schild mit dem „Rivals“-Logo.
Die zweite Staffel von „Rivals“ ist am 15. Mai bei Disney+ gestartet. Foto: Disney+ / Hulu / TV Movie

Am 15. Mai ist die zweite Staffel von „Rivals“ endlich bei Disney+ gestartet – und wir hatten vorab die Gelegenheit, mit David Tennant und Claire Rushbrook zu sprechen.

Im Zentrum des Gesprächs steht die zunehmend brüchige Beziehung zwischen Lord Tony und Lady Monica Baddingham – ein Machtgefüge, das längst zwischen emotionaler Abhängigkeit, verletztem Stolz und strategischem Kalkül schwankt.

Während Tony sich immer weiter in seinen Drang nach Kontrolle, Status und Bestätigung verstrickt, wird bei Monica vor allem eines zur Frage: warum sie trotz Demütigung, Konflikten und wiederholtem Vertrauensbruch immer wieder zurückkehrt.

„Rivals“, Staffel 2: David Tennant und Claire Rushbrook im Interview

Melissa Mundhenk, TV Movie.de: Nachdem Cameron Tony öffentlich gedemütigt hat, stellt sich Monica überraschend wieder auf seine Seite und hilft ihm sogar bei seiner Rache. Warum, glaubst du, zieht es sie trotz allem immer wieder zurück zu Tony?

Claire Rushbrook: Das ist eine gute Frage. Ich werde oft gefragt: Warum bleibt sie ihm gegenüber loyal? Warum bleibt sie bei ihm? Ich glaube, für sie ist er — zumindest in Staffel 1 — zuhause ein guter, hingebungsvoller und loyaler Ehemann. Sie lieben sich, da ist viel Zuneigung zwischen ihnen. In Staffel 2 wird das allerdings auf die Probe gestellt.

Manchmal ist es einfacher, wegzusehen. Es hält das Gleichgewicht aufrecht. Manchmal ist es leichter, schwierige Gefühle und Situationen zu vermeiden. Für manche Menschen ist es einfacher, mit Kompromissen zu leben, statt das zu tun, was wir uns vielleicht alle von ihr wünschen würden. Deshalb hat sie viele Gründe zu bleiben. Aber in dieser Staffel werden diese Gründe wirklich getestet.

David Tennant: Und wie.

Tony scheint nie zufrieden zu sein. Er jagt ständig irgendeiner Form von Bestätigung hinterher. Glaubst du, er ist überhaupt fähig, glücklich zu sein?

David Tennant: Das hängt stark mit dem englischen Klassensystem zusammen und damit, wo Tony sich selbst darin sieht. Er gehört zwar zu den Reichsten, hat Macht, Einfluss und alles, wonach er strebt. Aber er wurde nicht ganz in die „richtige“ gesellschaftliche Schicht hineingeboren. Für ihn ist das ein grundlegender Makel.

Deshalb wird es immer mehr zu erobern geben. Immer Menschen, die er besiegen muss. Er will an die Spitze gelangen. Aber am Ende des Tages ist er trotzdem nicht ganz der Aristokrat, der er gerne wäre. Genau das treibt ihn weiter an: das Gefühl, nie wirklich zu gewinnen, nie genug zu haben. Es gibt immer jemanden, den er zerstören muss, in der Hoffnung, dass ihn das endlich zufriedenstellt.

Ich frage mich allerdings, ob er jemals zufrieden sein kann.

Aber glaubst du, dass er nach allem, was er getan hat, überhaupt verdient hätte, glücklich zu sein? Er hat so viele Menschen verletzt.

David Tennant: Das ist eine interessante moralische Frage. Verdienen wir Glück überhaupt — besonders, wenn wir dafür andere schlecht behandeln müssen? Wahrscheinlich eher nicht. Aber ich glaube nicht, dass Tony moralisch denkt. Er verspürt einfach diesen Drang, erfolgreich zu sein. In Tony steckt eine leicht psychopathische Seite.

Claire Rushbrook: Jilly Cooper, die die Figur erschaffen hat, und auch unser brillantes Autorenteam mit Dominic Collins waren großartig darin, selbst bei Tonys Schrecklichkeit noch Nuancen zu bewahren, die ihn sympathisch wirken lassen. Irgendwie fiebern die Menschen trotzdem noch mit ihm mit.

Niemand ist ein vollkommenes Monster, selbst wenn Menschen sich oft monströs verhalten.

David Tennant: Genau das ist das Spannende an all diesen Figuren: Sie haben viele Facetten.

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