„Pragmata“ im Hands-on: Hackt euch dieses Spiel lieber mal auf die Wunschliste!
Nach zahlreichen Verzögerungen meldete sich „Pragmata“ zuletzt auf der Gamescom zurück – und nun auch auf der Tokyo Game Show. Wir durften Hand an die neue Demo legen!

Im Kern ist Pragmata ein Third-Person-Shooter, aber Capcom verpasst dem Spiel eine markante Note: Neben klassischem Gunplay übernimmt die Androidin Diana im Kampf die Rolle einer Hackerin. Während ich also mit dem Astronauten Hugh das Feuer eröffnete, musste ich gleichzeitig in Echtzeit ein Hacking-Puzzle lösen – eine Art Highspeed-Minigame auf einem Raster, auf dem man Pfade freischaltet, Boni aktiviert und die Gegner so verwundbar macht. Je mehr – der Wirkung entsprechend farblich zugeordnete – Felder man dabei auf dem Raster mitnimmt, desto länger bleiben die Gegner angreifbar bzw. desto stärker wirken die Boni.
Das Besondere daran: alles passiert mitten im Gefecht, unter Druck, mit vielen Geschossen um mich herum. Was auf dem Papier durchaus „nervig“ und „herausfordernd“ klingt, fühlte sich beim Anspielen recht schnell richtig intuitiv an – ein schneller Hack, ein Treffer ins freigelegte Schwachpunkt-System, und schon kippt das ganze Momentum des Kampfes.
Doch kann der Titel mehr sein als nur „das Capcom-Spiel“ neben „Resident Evil: Requiem“?
Waffenarsenal und Bosskämpfe

Hughs Waffenvielfalt sorgt von Anfang an für Abwechslung: Vom Standardgewehr über eine Schockwellen-Knarre für brachialen Nahkampf bis hin zu Tools wie einem Stasis-Netz, das Gegner kurzzeitig einfriert, ist in der rund 50-minütigen Demo tatsächlich bereits recht viel Abwechslung dabei. Besonders cool: Manche Waffen können komplett entladen und dann einfach weggeworfen werden, um direkt eine volle Waffe aufzunehmen – ein schneller, fast schon „arcadiger“ Kniff, der das Kampfgeschehen dynamisch hält.
Am Ende der Demo wartete ein riesiger Mech-Boss, der mich zwang, alle Systeme zu kombinieren: Hacken, Stasis-Falle, Ausweichen, die Nutzung von Boostern, Waffentausch. Das Ganze mündet in jeder Menge positiven Stress, wenn ich Attacken ausweiche und mich gleichzeitig in Windeseile mit Diana immer wieder durch seine Sicherheitssysteme hacke. Gleichzeitig kenne ich kein Spiel, das auch nur annähernd ein ähnliches Action-Konzept mitbringt, was „Pragmata“ eben wirklich einzigartig macht.
Atmosphärisch dicht, aber mit vielen Fragezeichen
Atmosphärisch punktet „Pragmata“ ebenfalls: Die Hintergrundgeschichte wirkt mysteriös. Die verlassene Mondstation, in der die Geschichte von Diana und Hugh startet, ist steril und geheimnisvoll. Ständig flackern Hologramme und Neonlichter auf, während im Hintergrund das Vakuum des Alls eine eindringliche Antithese bildet.
Innerhalb der Sektoren gibt es immer wieder Checkpoints, die uns zurück zur Station führen. Doch warum? Diese ist nicht nur ein Ausgangspunkt, sondern auch ein Rückzugsort: Hier werden wir automatisch geheilt, können bereits freigeschaltete Waffenarten nachdrucken und Traits upgraden – etwa Hughs Kampffähigkeiten oder Dianas Hacking-Skills. Das Spiel merkt sich dabei genau, von wo aus wir zurückgekehrt sind – und bringt uns anschließend per Tram ganz entspannt wieder an unseren letzten Einsatzort.
Die Beziehung zwischen Hugh, dem stoischen Raumfahrer, und Diana, der kindlich wirkenden Androidin, werden in der Demo natürlich nur angedeutet, aber machen zumindest Lust darauf, mehr zu erfahren über dieses ungleiche Duo.
Ersteinschätzung
Nach meinem Anspielen bleibt für mich vor allem hängen: Pragmata ist tatsächlich sehr einzigartig. Das Echtzeit-Hacking im Gefecht hebt es von typischen Third-Person-Shootern ab, und die Atmosphäre zwischen Hightech-Mondbasis und dem ungewöhnlichen Helden-Duo erzeugt sofort eine besondere Stimmung. Und ehrlich gesagt kann ich dem Tech-Sci-Fi-Setting auch richtig viel abgewinnen.
Mit großen Releases wie „Resident Evil: Requiem“ und „GTA 6“ wird es 2026 natürlich schwer, als Spiel richtig herauszustechen. Doch wenn ein Titel das hinkriegt, dann „Pragmata“!










