Interview

„Poldi“ auf Netflix anders als gedacht: Das war für Lukas Podolski entscheidend!

Zum Start der neuen Netflix-Dokumentation „POLDI“ sprach Lukas Podolski mit TV Movie über die Entstehung des Projekts. Dabei verriet der Weltmeister von 2014, warum die Doku bewusst einen anderen Weg einschlägt als viele klassische Fußball-Porträts.

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Video: Netflix / TVMovie

Wenn Fußball-Legenden ihre eigene Dokumentation bekommen, stehen meist große Titel, Tore und Triumphe im Mittelpunkt. Bei „POLDI“ ist das anders. Die neue Netflix-Produktion, die seit dem 4. Juni verfügbar ist, zeigt zwar auch die Karriere des Weltmeisters von 2014, legt den Fokus aber vor allem auf den Menschen hinter der Fußball-Ikone.

Genau das war Lukas Podolski von Anfang an wichtig. Während der Dreharbeiten entwickelte sich das Projekt immer weiter und nahm schließlich eine andere Richtung an, als viele Fans vermutlich erwartet hätten.

Familie statt Fußballstars

Wer bei „POLDI“ ausschließlich Geschichten von früheren Trainern, Mitspielern oder Weggefährten erwartet, wird überrascht sein. Stattdessen kommen zahlreiche Menschen zu Wort, die den ehemaligen Nationalspieler abseits des Rampenlichts kennen.

Die Dokumentation gewährt Einblicke in sein Familienleben und lässt Personen sprechen, die bislang kaum oder gar nicht öffentlich in Erscheinung getreten sind. Damit entsteht ein deutlich persönlicheres Bild des 130-maligen Nationalspielers.

Auch die Macher der Dokumentation verfolgten bewusst diesen Ansatz. Regisseur Nicolas Berse-Gilles und Regisseurin Simone Schillinger „ein bisschen weniger Fußball und ein bisschen mehr andere Szenen“ zeigen. Das Ergebnis ist eine Doku, die den Menschen Podolski stärker in den Mittelpunkt rückt als den Fußballstar.

Seltene Einblicke in das Privatleben

Besonders bemerkenswert: Selbst Podolskis Ehefrau Monika, die normalerweise konsequent die Öffentlichkeit meidet, beteiligt sich an dem Film. Sie spricht über ihre gemeinsame Geschichte und gibt Einblicke in private Momente, die bislang kaum bekannt waren. Auch Eltern, Schwester und weitere Familienmitglieder kommen zu Wort.

Für Fans eröffnet sich dadurch eine Seite des Publikumslieblings, die bisher weitgehend verborgen blieb. Statt ausschließlich über Pokale, Titel und Karrierehöhepunkte zu sprechen, geht es um Herkunft, Familie, Business und die Menschen, die Podolski seit seiner Kindheit begleiten.

Die Doku wurde am Ende selbst zur Überraschung

Lukas Podolski sitzt in der Netflix-Doku in seinem Wohnzimmer
Lukas Podolski spricht darüber, warum die Netflix-Doku deutlich anders „aussieht“ als bei anderen Sportlern. Foto: Netflix

Ursprünglich sollte „POLDI“ vor allem die letzte Saison des Fußballers bei Górnik Zabrze dokumentieren. Doch während der Dreharbeiten entwickelte sich die Geschichte anders als geplant. Podolski begann zwischenzeitlich sogar darüber nachzudenken, seine Karriere doch noch fortzusetzen. Dadurch nahm auch die Dokumentation eine neue Dynamik an.

Das passt letztlich zur gesamten Produktion: Statt einer klassischen Rückschau auf eine erfolgreiche Karriere entstand ein sehr persönliches Porträt eines Mannes, der weit mehr ist als Weltmeister, Publikumsliebling und Fußball-Star.

Deshalb wirkt „POLDI“ so anders

Die größten Momente seiner Karriere fehlen zwar nicht. Doch sie stehen nicht im Vordergrund. Vielmehr zeigt die Netflix-Doku, wer Lukas Podolski hinter den Schlagzeilen ist.

Genau darin liegt die größte Stärke von „POLDI“, auch wenn die Netflix-Doku insgesamt nur wenig Überraschungen bietet und dann doch recht konventionell aufgebaut ist. „Poldi“ als Businessmann, Familienvater und in gewisser Weise auch Getriebenen zu sehen, bietet aber mehr als genug „Entertainment“ für 90 Minuten.

Quellen

  • Netflix

  • Interview

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