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Interview

Lukas Podolski: Doch kein Abschied? Warum er jetzt unerwartet gezögert hat!

Im Rahmen der neuen Netflix-Dokumentation „POLDI“ sprach Lukas Podolski mit TV Movie über sein Karriereende. Dabei wurde schnell deutlich: Ganz spurlos geht der Abschied vom Profifußball am Weltmeister von 2014 offenbar nicht vorbei.

Video Platzhalter
Video: Netflix / TVMovie

Vom Straßenkicker zum Weltmeister, vom Publikumsliebling des 1. FC Köln zur deutschen Fußball-Ikone: Die Netflix-Dokumentation „POLDI“ beleuchtet die außergewöhnliche Karriere von Lukas Podolski und begleitet ihn während seiner vermeintlich letzten Saison bei Górnik Zabrze. Eigentlich sollte die Doku den geplanten Abschied einer Legende dokumentieren. Doch am Ende kam vieles anders als erwartet, wie die Doku auch ziemlich unterhaltsam unter Beweis stellt.

Auch Podolski selbst scheint sich noch an sein neues Leben gewöhnen zu müssen. Noch befindet sich der 40-Jährige im Urlaubsmodus. Doch nach der WM 2026 startet bei Górnik Zabrze die Vorbereitung auf die neue Saison. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wird er dabei dann nicht mehr auf dem Trainingsplatz stehen. Wie es ihm damit geht, seht ihr im Video oben!

Der erste echte Härtetest kommt erst noch

Der Abschied vom Fußball ist für viele Sportler kein einzelner Moment, sondern ein Prozess. Genau das könnte nun auch Podolski erleben. Während die ersten Wochen nach dem Saisonende noch von Urlaub und Entspannung geprägt sind, dürfte sich die neue Realität erst bemerkbar machen, wenn der Trainingsbetrieb wieder startet.

Jahrelang bestimmten Leistungsdiagnostik, Trainingseinheiten und Spielvorbereitungen seinen Alltag. Nun wird der frühere Nationalspieler beobachten, wie eine Mannschaft in eine neue Saison startet, ohne selbst Teil davon zu sein.

Górnik Zabrze bleibt sein Herzensprojekt

Lukas Podolski jubelt beim Pokalsieg von Górnik Zabrze
Bleibt seinem 2. Herzensverein neben dem 1. FC Köln auch in Zukunft als Anteilseigner erhalten. Foto: IMAGO / NurPhoto

Leicht fiel ihm die Entscheidung dennoch nicht. Schließlich hatte Podolski mehrfach betont, dass ihn ein möglicher Vorstoß in die internationalen Wettbewerbe noch einmal gereizt hätte. Dass Górnik Zabrze jetzt sogar um einen Platz in der Champions League kämpft, hat „Poldi“ nochmal zum Nachdenken gebracht. Dennoch entschied er sich für einen Schlussstrich zu einem Zeitpunkt, an dem er sportlich kaum erfolgreicher hätte abtreten können.

Mit dem Gewinn des polnischen Pokals und Platz zwei in der Liga hinterlässt er seinen Herzensverein in einer starken Ausgangslage. Besonders bemerkenswert: Podolski war zuletzt längst nicht mehr nur Spieler. Der gebürtige Pole ist inzwischen auch Anteilseigner von Górnik Zabrze und engagiert sich aktiv für die Zukunft des Traditionsvereins.

Aufhören, wenn es am schönsten ist

Während viele Fußballprofis ihre Karriere erst beenden, wenn der Körper keine Alternative mehr zulässt, verabschiedet sich Podolski auf einem Höhepunkt. Nach Stationen beim 1. FC Köln, FC Bayern München, FC Arsenal, Galatasaray Istanbul und Vissel Kobe krönt er seine aktive Laufbahn mit einem erfolgreichen letzten Kapitel in Polen.

Doch auch wenn die Fußballschuhe nun endgültig im Schrank bleiben: Die Verbindung zu Górnik Zabrze und zum Fußball insgesamt wird bestehen bleiben. Ob ihm der Abschied dauerhaft leichtfällt, dürfte sich allerdings erst zeigen, wenn die neue Saison beginnt und er zum ersten Mal seit über 20 Jahren nicht mehr Teil einer Mannschaftsvorbereitung ist.

Quellen
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